26.07.2016 - 15:45

Buchvorstellung Jung bleiben mit der richtigen Ernährung

Elna-Margret Prinzessin zu Bentheim uns Steinfurt stellte in Berlin ihr Buch "Anti-Aging-Food" vor.

Foto: Svenja Goebel

Elna-Margret Prinzessin zu Bentheim uns Steinfurt stellte in Berlin ihr Buch "Anti-Aging-Food" vor.

Du bist was du isst - dieser Satz ist mehr als eine Phrase. Elna von Bentheim stellt in ihrem Buch "Anti-Aging-Food" Lebensmittel und Rezepte vor, die uns jung halten.

Dass wir unser Aussehen und unsere Gesundheit positiv mit unserer Ernährung und Lebensweise beeinflussen können, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Dass eine ausgewogene Ernährung auch unsere Jugendlichkeit bewahrt, nahm Elna-Margret Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt zum Anlass ihr Buch "Anti-Aging-Food" zu schreiben.

Herausgekommen sind dabei nicht nur abwechslungsreiche Rezepte, sondern auch ein kleines Nachschlagewerk, das "Elnas Beauty-Alphabet" heißt. Der Einstieg in die Thematik erfolgt autobiografisch, indem Elna von einschneidenden Erlebnissen erzählt, ihrer Kindheit und ihrer Prägung durch ihre Mutter, das familiäre Umfeld und ihren Personal Trainer.

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Übrigens, die Rezepte hat Elna alle getestet. Die Testesser waren ihr Mann und Sohn. Lachend sagt sie: "Einige Rezepte sind natürlich auch durchgefallen, andere haben dafür mit Bravour bestanden." Wir wollten mehr von ihr wissen und haben sie bei Ihrer Buchvorstellung in Berlin zum Interview getroffen.

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bildderfrau.de: Mode und "Eat what makes you glow" - wie passt das zusammen?

Elna zu Bentheim: Ich finde, das passt perfekt zusammen, denn in der Modewelt muss man immer perfekt aussehen, fit und schön sein. Bei mir hat es schon vor 10 Jahren mit bewusster Ernährung angefangen, als ich in einer Mode-Agentur arbeitete. Das war einen sehr tougher Job mit 16-Stunden-Tagen - da war nichts mit Diät am Ende des Tages.

Schon zu Modelzeiten ging für mich nichts ohne Essen, ist musste immer essen. Es gab Models, die kamen am Tag quasi mit einer Mandel am Tag aus, zu der Sorte gehörte ich nicht. Deswegen musste ich immer tricksen, wie ich dünn und fit blieb.

Gab es einen Auslöser sich mit gesunder Ernährung auseinanderzusetzen?

Ich bin der Meinung, dass wir unsere Körper wie einen Motor sehen sollten. Der braucht Wartung und Pflege. Als ich noch klein war, war ich etwas dicker. Als ich meiner Mutter sagte, dass ich eine Diät machen möchte, riet sie mir, ich solle lieber ein Buch über gesunde Ernährung lesen. Damit war wohl der erste Grundstein gelegt.

Noch dazu kam es so, dass ich vor nicht all zu langer Zeit an einer litt, die ich mir durch eine verschleppte Erkältung zuzog. Das traf mich wie ein Schock, gleichzeitig machte mir mein Arzt aber Mut. Er sagte mir, dass wir 90 Prozent unserer Gesundheit mit der Ernährung in der Hand haben. Das war der zweite Ansatzpunkt dieses Buch zu verfassen.

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Sie sind selbst noch so jung, warum setzen Sie sich mit Anti-Aging-Food auseinander?

Die Vorbeugung ist ja das Wichtigste. Eine Tante von mir erzählte mir, dass sie schon mit 30 Jahren anfing Botox zu spritzen. Sie sagte "Irgendwann kommen die Falten, aber wenn sie mal tief sind, muss man auch nichts mehr dagegen tun." Ich wiederum habe mir gedacht, dass das auch anders gehen muss.

Dadurch, dass ich aus der Beauty-Industrie komme, habe ich ein anderes Feeling dafür. Anti-Aging fängt für mich schon viel früher an. Mit 25 sollte man bereits mit vorbeugenden Maßnahmen beginnen, denn wir wollen ja konservieren, wie wir jetzt sind. Das war mein Ansinnen mit diesem Buch.

Gesunde Ernährung ist wichtig, aber welches Essen macht Sie glücklich?

Döner, ich bin der totale Döner-Fan! Ich bin sicher auch geprägt von meiner Zeit hier in Berlin, ich war ja doch fast vier Jahre hier. Mustafa's Gemüse-Döner, der hilft fast immer.

Haben Sie neben Mustafa's Gemüse Kebab ein Lieblingsrestaurant?

Ich bin ein großer Fan der Thai-Küche und gehe sehr gerne ins Good Time (Anm. d. Red.: Restaurant am Hausvogteiplatz in Berlin), da esse ich immer den grünen Papaya-Salat und das Gai Grapao, das gehackte Hühnchen. Jedes Mal, wenn ich in Berlin bin, laufe ich dahin und esse dort.

In welchem Land gibt es Ihrer Meinung nach die gesündeste Küche?

Das ist für mich die Thai-Küche und japanisches Essen. Besonders das Frische und Pure ist es, das ich besonders mag. Es ist fettarm und oftmals tatsächlich hohe Kochkunst. In Düsseldorf haben wir ein Restaurant namens Nagaya, das zwei Michelin-Sterne hat. Einen Besuch dort habe ich meinem Mann zu unserem Hochzeitstag letztes Jahr geschenkt. Dieses Jahr möchte er wieder dahin.

Dort lernt man Sachen kennen, die man sonst nicht mit der japanischen Küche verbindet - das fasziniert mich. Auch Fusion-Food, Molekular-Küche, all das liebe ich und lasse mich gerne davon inspirieren.

Was ist für Sie der richtige Weg zur Gesundheit und zum Wohlbefinden?

Verzicht und Kasteiung, wie etwa bei Saftkuren, das ist für mich nicht der richtige Weg. Das mag zwar gehen für eine kurze Zeit, aber ich wollte etwas haben, womit ich mich ganzjährlich ernähren kann, womit ich nicht zunehme und ich gut aussehe, womit meine Haut nicht verrückt spielt - das war das, wonach ich gesucht habe.

Ich bin auch immer noch auf der Suche, denn es gibt immer wieder neue Einflüsse, die Reise ist ja nie zu Ende. Ich esse quasi alles und ich mag das Militante nicht. Wenn man keine Allergien hat, warum sollte man dann auf etwas verzichten? Ich glaube, der Mensch ist ein Allesesser, aber in Maßen! Ich esse gerne mal ein Stück Fleisch, aber ganz bewusst mit Genuss. Da müssen wir wieder hinkommen: Zum expliziten Genießen.

Wir bedanken uns herzlich für das angenehme Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute.