21.07.2016

BBQ-Saison Grillen Sie gesund und ohne Risiko – so geht es!

Auch wenn grillen in erster Linie Spaß machen soll, ist an manchen Stellen Vorsicht geboten.

Foto: istock/SolStock

Auch wenn grillen in erster Linie Spaß machen soll, ist an manchen Stellen Vorsicht geboten.

Die Grillsaison ist in vollem Gange! Doch kennen Sie auch die Risiken, die das BBQ mit sich bringt? So grillen Sie sicher und gesund.

Es ist die kurioseste Nachricht dieser Grillsaison: Drahtbürsten gefährden die Gesundheit von BBQ-Fans. Wie bitte? Eine US-Studie ergab, dass beim Reinigen von Grillrosten mit Drahtbürsten Drahtteile haften bleiben und auf diesem Wege im Grillgut und im Körper landen können. Eine Gesundheitsgefahr!

Rund 4000 Gill-Unfälle pro Jahr

Drahtbürste hin oder her – Fakt ist, dass in Deutschland jedes Jahr rund 4000 Unfälle am Grill passieren. Im Durchschnitt führen 400 davon zu schweren Verbrennungen.

Wenn Sie einige Grundregeln beachten, vermindern Sie das Risiko am Grillrost deutlich!

  • Fester Stand: Der Grill muss fest auf dem Boden stehen – überprüfen Sie dies, bevor Sie mit dem Heizen beginnen.
  • Finger weg von Spiritus und Benzin! Beim Verdunsten bilden diese Brennstoffe ein hochexplosives brennbares Dampf-Luft-Gemisch, das sich rasend schnell entzündet. Benutzen Sie zum Anzünden nur ausgewiesene Grillanzünder.
  • Kinder vom Grill fernhalten. Besonders Kleinkinder können die Gefahr nicht einschätzen, die vom heißen Grill ausgeht. Lassen Sie beim BBQ Kinder niemals unbeaufsichtigt!
  • Vorsicht Grillanzünder! Nicht nur der Grill selbst mit seiner glühenden Kohle ist eine Gefahrenquelle für Kinder. Schon ein Schluck eines flüssigen Grillanzünders kann bei einem Kind lebensgefährliche Verletzungen verursachen.

Gesundheitsrisiken vermeiden

  • Risiko Fett: Tropfen Fett oder Fleischsaft in die Glut und verbrennen, so bilden sich krebserregende Stoffe, sogenannte PAKs (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe). Mit dem aufsteigenden Rauch lagern sich diese am Grillgut ab.

Lösung: Legen Sie das Grillgut nicht direkt aufs Rost, sondern benutzen Sie Grillschalen (siehe unten). Außerdem sollten Sie darauf verzichten, Fleisch und Co. während des Grillens mit Marinade zu bestreichen oder mit Bier abzulöschen. Grillgut erst auflegen, wenn die Kohle mit einer hellen Ascheschicht überzogen ist und kein Rauch mehr aufsteigt. Übrigens: Bei Gas- und Elektrogeräten entstehen von vornherein weniger Schadstoffe.

  • Risiko Aluschalen: Beim Erhitzen in Alu-Grillschalen kann gesundheitsschädigendes Aluminium an das Grillgut abgegeben werden.

Lösung: Verwenden Sie Grillpfannen aus Edelstahl oder Emaille. Öko-Effekt: Diese Schalen sind wiederverwendbar, so vermeiden Sie zusätzlich Müll. Wenn Sie dennoch nicht auf Alu-Grillschalen verzichten wollen, so würzen Sie das Gegrillte erst auf dem Teller. Salz und Säure lösen Aluminium nämlich verstärkt.

  • Risiko Grillgut: Auch das Grillgut ist ein Thema, das Sie in Punkto Gesundheit einmal genau unter die Lupe nehmen sollten. In gepökelten Fleischwaren entstehen beim Erhitzen schädliche Nitrosamine.

Lösung: Verzichten Sie auf Räucherspeck, Bockwurst oder Leberkäse, sie enthalten Pökelsalz. Stattdessen gehören Steaks, Nackenkoteletts oder Geflügel auf den Grill. Geflügelfleisch erzeugt grundsätzlich weniger krebserregende Stoffe.

  • Risiko rohes Fleisch: Rohes Fleisch kann krankheitserregende Keime enthalten. Besonders im Geflügel stecken Bakterien wie Campylobacter oder Salmonellen, die zu gefährlichen Infektionen führen können.

Lösung: Achten Sie auf eine gute Grill-Hygiene. Rohes Fleisch darf nicht mit anderen Speisen in Berührung kommen. Für Rohes und Gegartes nicht dasselbe Besteck oder Geschirr verwenden, bzw. zwischendurch reinigen – und genau wie zuhause, gilt auch beim Grillen: vor dem Essen Hände waschen!

  • Zusatz-Tipp: Kräuter machen Grillgut gesund!

Laut Studien kann eine Marinade mit Thymian, Rosmarin, Knoblauch oder Zwiebeln dazu beitragen, krebserregende Stoffe beim Grillen zu reduzieren.

Und was ist nun mit der Drahtbürste? Die Gefahr, beim nächsten Grill-Gang Drahtteile zu schlucken, lässt sich ganz einfach minimieren, indem Sie das Rost mit einem weichen Lappen nachwischen.

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