Aktualisiert: 06.07.2021 - 14:21

Sommerliche Temperaturen Was tun gegen Hitze? Coole Tipps für einen kühlen Kopf

So schützen Sie Ihren Körper vor Hitze

So schützen Sie Ihren Körper vor Hitze

Die Sommer werden immer heißer und viele Menschen leiden dann unter den hohen Temperaturen. Im Video gibt es Tipps, wie sie mit der Hitze besser zurecht kommen.

Beschreibung anzeigen

Die Sommerhitze ist wieder da! Einerseits freuen wir uns über Sonne und sommerliche Temperaturen, andererseits klettert das Thermometer mittlerweile auch gerne mal etwas zu hoch. Hitzewellen machen immer mehr Menschen zu schaffen. Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke können nämlich auch gesundheitsgefährdend sein.

Alle Jahre wieder sehnen wir den Sommer herbei! Und dann plötzlich meint es Petrus wieder ein bisschen zu gut mit uns. Die schwül-heißen Temperaturen sind wieder da – und auch wenn für Sonnenanbeter und Freunde der Wärme mit jedem Sonnenstrahl ein kleiner Sommertraum in Erfüllung geht, leiden doch viele unter anhaltend heißem Wetter oder auch unter starken Temperaturschwankungen.

Die hohen Temperaturen können schnell nervig, anstrengend und sogar gefährlich werden. Was tun gegen Hitze? Diese Frage beantworten wir Ihnen hier! Passen Sie auf sich auf!

Was tun gegen Hitze? Mit diesen Tipps kommen Sie gut und gesund durch extrem heiße Tage

Für viele gesunde Menschen ist anhaltende Wärme ein kleiner Traum. Selbst beim Urlaub in Deutschland kommt so mitunter mediterranes bis tropisches Flair auf. Aber wer krank ist, Kreislaufprobleme hat oder sonst schnell geschwächt ist, dem macht eine anhaltende Hitzewelle schnell zu schaffen. Selbst wenn Sie eigentlich fit sind, sollten Sie ein paar Dinge beachten – damit das auch so bleibt und Sie den Sommer genießen können.

Denn auf durchweg hohe Temperaturen ist unser Körper hierzulande schlecht eingestellt. Wir haben in unserem Körper – Organe und Gehirn – eine Temperatur von rund 37,5 Grad Celsius. Unsere Hauttemperatur liegt bei rund 36,5 Grad. Unser Blut transportiert die innere Wärme als eine Art Wärmeregulator nach außen. Ist es zu warm draußen, erwärmt sich aber auch unsere Körperoberfläche weiter, der Wärmeaustausch funktioniert nicht mehr so richtig. Dem versucht der Körper mit einem erhöhten Blutdruck und daraus resultierender Schweißproduktion entgegenzuwirken – um die Verdunstungskälte auf der Haut mitzunehmen. Das wiederum lässt den Körper Flüssigkeit verlieren.

Die Folgen: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit – Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufkollaps. Daher sind die folgenden Tipps so wichtig.

Hinzu kommt: Bei hohen Temperaturen lässt es sich auch viel schlechter schlafen. Auch hier haben wir ein paar Tipps für Sie.

Viel trinken – am besten Wasser!

Ein durchweg hoher Wasserhaushalt ist aus oben genannten Gründen sehr wichtig. Was also tun gegen Hitze? Trinken Sie reichlich Mineralwasser bzw. Leitungswasser, Früchtetee oder Saftschorle, mindestens zwei Liter pro Tag, um den Körper von innen zu kühlen und den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Achten Sie aber darauf, dass die Getränke nicht eiskalt sind, sonst muss der Körper Energie aufwenden, um den Mageninhalt wieder in Richtung Körpertemperatur zu bringen. Und das bedeutet: noch mehr schwitzen!

Daher beim Trinken lieber auf lauwarme Getränke zurückgreifen. Vor allem lauwarmer Früchtetee kann uns zwar leicht zum Schwitzen bringen – das wiederum kühlt uns im Ganzen aber ab. Besonders Kinder sowie ältere Menschen müssen immer wieder dazu angehalten werden zu trinken, am besten jede Stunde ein kleines Glas Wasser.

Alkohol, Koffein und sehr süße Getränke sollten Sie dagegen meiden. Vor allem erstere beiden wirken entwässernd – und genau das wollen wir im Sommer nun wirklich nicht. Alkohol weitet zudem noch die Blutgefäße. Dadurch sinkt der Blutdruck und ruft Schwindelgefühl und Übelkeit hervor. Das gleiche gilt für schwarzen Tee, Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke. Macht der Kreislauf nach zu viel Alkohol tatsächlich schlapp, hilft es, die Beine hochzulegen und einen halben Liter Wasser zu trinken – aber wie gesagt, auch nicht zu kaltes Wasser.

Um den durchs Schwitzen gesenkten Mineralstoffgehalt wieder aufzufüllen, bieten sich außerdem (kalte) Brühen an.

Tipp: Wer das Trinken schnell vergisst, kann sich kleine Erinnerungszettel in der Wohnung oder am Arbeitsplatz verteilen sowie Getränke vorbereiten und diese an verschiedenen Stellen platzieren.

Leichtes Essen hilft dem Körper

Schweres Essen wie etwa ein saftiges Steak vom Grill ist bei Hitze nicht gerade die richtige Wahl. Stattdessen sollten Sie mehrere leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen: Ideal sind dabei Lebensmittel mit hohem Wassergehalt. Joghurt, Gurken, Tomaten, Zucchini oder Wassermelone ergänzen die Flüssigkeitszufuhr und haben darüber hinaus eine kühlende Wirkung.

Nehmen Sie häufiger eine kleine, leichte Mahlzeit zu sich, am besten Gemüse, Salat und Obst (besonders gut: Melonen, Gurken) sowie kühlende Speisen wie Joghurt oder eine leckere Gurken-Kaltschale. Auch erlaubt sind magere Geflügelgerichte wie die .

Bei über 30 Grad also lieber Hände weg vom Grill, denn zu viel tierisches Eiweiß regt die Wärmeproduktion im Körper an und erhöht damit das Risiko eines Kreislaufzusammenbruchs. Wer bei seiner Gartenparty trotzdem nicht auf Gegrilltes verzichten möchte, sollte seinen Gästen mageres Hühnerfleisch, Fisch oder fettarmen Grillkäse servieren. Außerdem gibt es inzwischen zahlreiche Inspirationen, was vegane Grill-Rezepte anbelangt.

Auch im Schatten wichtig: Der richtige Sonnenschutz

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt: Draußen sollten Hüte mit breiter Krempe, Kappen und Sonnenbrillen mit 99- bis 100-prozentigem UV-Schutz jetzt zu Ihrer Grundausstattung gehören. Außerdem unbedingt Sonnencreme, mindestens mit Schutzfaktor 30, auftragen! Zwischen 10 und 16 Uhr sind die UV-Strahlen am intensivsten – in dieser Zeit draußen zusätzlich Schatten aufsuchen. Absolut meiden sollten Sie die Mittagssonne zwischen 11 und 13 Uhr, zu dieser Zeit erreicht die Sonne ihren höchsten Punkt, und damit steigt die Sonnenbrandgefahr. Wer sich ganz ohne Schutz in der Sonne aufhält: Tun Sie dies bitte nicht länger als 10 bis 15 Minuten! Experten-Tipps: Der perfekte Sonnenschutz für Ihre Haut!

Auch ein natürlicher Sonnenschutz von innen durch richtige Ernährung kann nicht schaden. Unterstützen Sie Ihren Körper, wo Sie können! Sowohl gegen den die Haut schädigenden Sonnenbrand als auch gegen einen möglichen Sonnenstich.

Kühlen Kopf bewahren und regelmäßig abkühlen

Schützen Sie Ihren Körper vor Überhitzung. Die WHO empfiehlt kühle Duschen oder Bäder ­– also ab ins Freibad oder an den Badesee! Aber auch Kältepackungen, kühlende Umschläge und Fußbäder erfüllen ihren Zweck. Passen Sie dabei aber auch auf, dass Sie sich langsam an die Kälte gewöhnen – sonst kann es schnell Herz- oder Kreislaufprobleme geben!

Ein Hausmittel-Tipp: Eiswürfel! Ein paar frische Eiswürfel mit einem Tuch umwickeln und damit über Dekolleté und Co streichen. Erfrischt und trainiert die Blutgefäße!

Auch wenn Sie sich ein Eis oder ein kaltes Getränk gönnen: Seien Sie vorsichtig. Durch den Temperaturunterschied ziehen sich die Blutgefäße schnell zusammen. Das kann zu Kopfschmerzen führen. Der eine oder andere kennt vielleicht die Bezeichnung "Gehirnfrost". Dabei friert aber das Gehirn zum Glück nicht wirklich ein.

Bei einer Raumtemperatur ab 30 Grad fällt die Arbeit besonders schwer. Sehr zu empfehlen bei der Büroarbeit: ab und zu ein kalter Gesichtsguss oder ein erfrischendes Armbad – einen sogenannten "Kneipp'schen Espresso". Entwickelt wurde die Anwendung von Sebastian Kneipp, dem Begründer der Kneipp-Medizin. Beide Arme werden bis über die Ellbogen 20 bis 30 Sekunden in ein Becken mit kaltem Wasser gehalten. Anschließend die Arme bewegen und an der Luft trocknen lassen – Erfrischung garantiert! Das weckt die Lebensgeister, fördert die Durchblutung und reguliert den Blutdruck.

Übrigens: Wenn Sie bei den aktuellen Temperaturen duschen, stellen Sie die Wassertemperatur lieber lauwarm ein – denn hier kann durch eiskaltes Wasser auf dem gesamten Körper noch schneller ein Kreislaufschock entstehen. Den Beinen tut allerdings eine kühle Dusche gut. Stellen Sie dazu das Wasser nach und nach kälter und brausen Sie Ihre Beine von den Füßen an nach oben langsam aufsteigend ab. Dadurch gehen auch Schwellungen in den Beinen zurück. Mehr Tipps sehen Sie im Video:

Geschwollene Füße im Sommer: Die besten Tipps
Geschwollene Füße im Sommer: Die besten Tipps

Blick in den Schrank: Die richtige Kleidung wählen

Tragen Sie leichte, weite Kleidung, sie ermöglicht eine Luftzirkulation zwischen Haut und Kleidern. Zudem sollten die Stoffe hell und atmungsaktiv sein: Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Mikrofasern trocknen schnell und verhindern einen Hitzestau. Helle Farben reflektieren die Sonne, dunkle ziehen Hitze an und speichern sie. Ganz wichtig ist außerdem eine Kopfbedeckung! Strohhüte sind zum Beispiel richtig stylische Sommer-Accessoires!

Leinen gilt beispielsweise als Sommerstoff schlechthin, da das gewebte Material die Hitze abhält. Aufgrund seiner Beschaffenheit absorbiert der Stoff Schweiß sehr gut, zudem trocknen feuchte Stellen schnell. Die Faser an sich ist grob und eignet sich besonders für Hosen, Röcke, luftige Kleider, Hemden aber auch Blusen. Und auch der Klassiker Baumwolle hilft, Sie im Sommer frisch zu halten. Vorsicht: Hier auf 100 Prozent Baumwoll-Anteil achten.

Außerdem zu empfehlen sind Kleidungsstücke aus Bambus, Cool Wool (aus extrafeiner Merinowolle), Viskose, Tencel oder Hanf. Seide ist aus Tierschutzgründen eingeschränkt zu empfehlen. Kleidung aus diesen Stoffen hilft gegen Schwitzen.

Echte No-Go-Stoffe bei Hitze sind dagegen synthetische Stoffe wie Polyester, Nylon und natürlich Fleece. Ein einfacher Merksatz: Es gilt nicht, je kürzer desto besser, sondern je hochwertiger und natürlicher das Material desto kühlender. Das und mehr verraten Ihnen auch unsere Mode-Tipps für die Hitze.

Bewegung ja – aber in Maßen

Auch bei hohen Temperaturen sollten Sie nicht auf ausreichend Bewegung verzichten, denn diese bringt den Kreislauf in Schwung, den die Hitze eher lahmlegt. Doch legen Sie Sport im Freien in die Morgen- oder Abendstunden oder auf den späten Nachmittag. Empfehlenswert sind dann kleine Radtouren oder Spaziergänge. Jogger sollten ihre Runden in einem Wald oder dichtem Park laufen – hier gibt es ausreichend Schatten, und die Temperaturen sind frischer.

Wohnung kühlen – vor allem für genügend nächtliche Ruhe

Was tun gegen Hitze in der Wohnung? In heißen Nächten schläft man meist schlecht. Sie können Ihre Wohnung etwas abkühlen, indem Sie spätabends, nachts und frühmorgens lüften, nach 11 Uhr sollten die Fenster nur noch zum Stoßlüften geöffnet werden, zum Beispiel, um für einen kurzen Durchzug zu sorgen. Tagsüber sollten die Fenster wenn möglich geschlossen bleiben, um die Wärme auszusperren. Lediglich wenn Sie in Coronazeiten Besuch empfangen, sind offene Fenster eine gute Idee, um zu vermeiden, dass sich mögliche Coronaviren in der Raumluft anreichen. Im Sommer trifft man sich aber ja sowieso am besten draußen an der frischen Luft.

Und nachts sollten Sie Zugluft vermeiden – die kann schnell zu Verspannungen führen. Auch beim Nacktschlafen sollten Sie bestimmte Sachen beachten – allein für die Hygiene.

An Sonnenseiten empfiehlt es sich, die Vorhänge geschlossen zu halten. Nasse Handtücher oder Laken vor dem Fenster verhelfen zusätzlich zu einem kühleren Raumklima. Tipp: Den Wäscheständer zum Trocknen reinstellen. Dann darf auch das Fenster offen sein, denn der Luftzug kühlt sich durch die nassen Stoffe ab. Generell sollten Sie dann zumindest abends gut lüften, damit sich kein Schimmel im Raum bildet. Auch Ventilatoren können helfen. Damit können Sie sich sogar Ihre eigene kleine "Klimaanlage" bauen. Elektrische Geräte, die nicht gebraucht werden, sollten Sie ausschalten, da diese Wärme produzieren.

Gefährdete Personengruppen besonders schützen

Was tun gegen Hitze, wenn der Körper noch nicht oder nicht mehr so mitmacht? Ältere Menschen, Kleinkinder, Babys, chronisch Kranke und Schwangere gehören zur Risikogruppe, da ihre Wärmeregulation beeinträchtigt sein kann, sie weniger schwitzen oder ein schwächeres Durstgefühl haben. Sie sollten sich häufiger ausruhen – vor allem in der Zeit der "Siesta" zwischen 11 und 15 Uhr. Außerdem gelten für diese Personen die aufgezählten Tipps in ganz besonderem Maße! Also: viel trinken, leicht essen, Sonne meiden.

Ganz besonders die empfindliche Babyhaut muss gut geschützt werden, das bedeutet: Kopfbedeckung, reichlich Sonnencreme (nutzen Sie eine, die für Babyhaut geeignet ist) und keine direkte Sonne!

Autofahrten: Am besten ganz lassen – sonst viele Pausen einlegen

Extreme Temperaturen sind für Autofahrer (und Mitfahrer) nicht nur unangenehm, sondern sie können auch gefährlich werden. Bei Hitze besteht eine bis zu 20 Prozent höhere Unfallhäufigkeit. Der Grund: Das Herz schlägt schneller, es kommt schneller zu Ermüdung und Benommenheit, die Reaktionszeit verlängert sich.

Um das Risiko zu vermeiden: bei längeren Autofahrten, zum Beispiel in den Urlaub, mehrere kleine Pausen einlegen, das Auto immer gut mit frischer Luft durchlüften.

Ganz wichtig: Lassen Sie bitte niemals Menschen, etwa Kinder, oder Tiere im Auto, auch nicht nur für ein paar Minuten und auch nicht bei leicht heruntergelassenem Fenster. Autos hitzen sich in der Sonne extrem schnell auf. Im Inneren können so Temperaturen weit über 50 °C entstehen. Lebensgefahr!

Sollten Sie ein Kind oder einen Hund im Auto bei Hitze entdecken, können Sie eingreifen. Zögern Sie bitte nicht!

Wenn die Hitze krank macht

Bei Anzeichen wie Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen den Kopf gut kühlen, es kann sich um einen Sonnenstich handeln.

Kommen Durst, Schwäche und ein flacher Atem hinzu, leiden Sie eventuell an einer Hitzeerschöpfung. Das beste Mittel: kühlen, ruhen und viel trinken.

Ernst wird es bei einem kurzzeitigen Bewusstseinsverlust oder wenn Ihnen schwarz vor den Augen wird – dies können Hinweise auf einen Hitzekollaps sein. Dann gilt: Sofort raus aus der Hitze und an einen kühleren Ort, Beine hochlegen, ausruhen, vorsichtshalber den Notruf verständigen.

Bei Anzeichen für einen Hitzschlag, nämlich Benommenheit, Verwirrung, Bewusstlosigkeit und eine Körpertemperatur von über 40 Grad: sofort den Notruf verständigen, den Betroffenen kühlen, bis der Arzt kommt.

Was tun gegen Hitze? Nun, wenn Sie sich an diese Tipps halten, können Sie auch die ganz heißen Tage genießen. Und immer daran denken: Das nächste Gewitter kommt bestimmt – und bringt dann zumindest kurzzeitige Abkühlung mit!

An heißen Tagen ist Mineralwasser geradezu unerlässlich. Wie wichtig es aber auch ansonsten ist, lesen Sie auf unserer Themenseite noch einmal nach!

Gesundheit

Gesundheit

Alles rund um das Thema Gesundheit und Ernährung

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe