24.06.2016

Cremige Versuche Welche Sonnencreme schützt zuverlässig gegen UV-Strahlung?

Die Stiftung Warentest befindet: Diese Sonnencremes schützen wirklich gegen UV-Strahlen.

Foto: iStock/swissmediavision

Die Stiftung Warentest befindet: Diese Sonnencremes schützen wirklich gegen UV-Strahlen.

Stiftung Warentest prüfte 17 Sonnencremes mit den Faktoren 15 und 20 – fast alle Produkte schützen vor UV-Strahlung! Hier sind die Gewinner...

Urlaubszeit – Zeit für ausgiebige Sonnenbäder. Doch Vorsicht! Ein brauner Teint ist schick, aber nicht unbedingt gesund. Wer sich ohne Sonnenschutz den UV-Strahlen aussetzt, riskiert Sonnenbrand, Falten und Hautschäden bis hin zu Hautkrebs (mehr dazu hier) .

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Zwar kannten schon die alten Ägypter eine Art Sonnencreme, doch Sonnenschutzmittel, wie wir sie heute kennen, sind erst seit den 1930er Jahren auf dem Markt. Damals lag der Lichtschutzfaktor allerdings noch bei unter 2! Heute können wir wählen von niedrig (LSF 6) bis sehr hoch (LSF 50+).

Stiftung Warentest prüfte 17 Produkte mit mittlerem Sonnenschutzfaktor (LSF 15 und 20)

Test-Kriterien

Neben der Einhaltung des Sonnenschutzfaktors (UVB), wurden die Feuchtigkeitsversorgung der Haut, Anwendung, Entnahme bei verschiedenen Temperaturen, Anwendungshinweise, UVA-Schutz sowie Wärme- und Kältebeständigkeit, Beschriftungen und Verpackung bewertet. Besonders die Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit ist bei einer Sonnencreme wichtig, um die Feuchtigkeit zu ersetzen, die der Haut beim Sonnenbad entzogen wird.

Die Testsieger

Zwar halten 16 der getesteten Produkte ihr UV-Schutz-Versprechen – mit einem Gesamturteil sehr gut, hatten allerdings sechs Produkte die Nase ganz vorn. An der Spitze die Cien Sun Sonnenmilch Classic von Lidl (LSF 20). Bei der Testsiegerin überzeugte auch der Preis: 100 ml kosten 92 Cent. Außerdem versorgt die Discounter-Marke die Haut zusätzlich sehr gut mit Feuchtigkeit.

Ähnlich die Sun Ozon Sonnenmilch Med von Rossmann (1,75 Euro pro 100 ml). Eine sehr gute Feuchtigkeitsversorgung garantieren auch Sonnenmilch und Sonnenspray von Nivea Sun (3,60 Euro bzw. 5,50 Euro pro 100 ml). Die Today Sun Sonnenmilch von Penny/Rewe überzeugt vor allem im Preis (1 Euro pro 100 ml), die Feuchtigkeitsversorgung ist „gut“.

Bei den Produkten mit Lichtschutzfaktor 15 liegt Elkos Sun Sonnenspray von Edeka mit einer guten Feuchtigkeitsversorgung und einem Preis von 1,02 Euro pro 100 ml ganz vorn.

Verlierer

Das einzige der 17 getesteten Produkte, das sein Sonnenschutz-Versprechen nicht einhält, ist das Sonnenfluid von Annemarie Börlind.

Im Gesamturteil zwar befriedigend, jedoch nur mit einer ausreichenden Feuchtigkeitsversorgung der Haut und dem stolzen Preis von 36 Euro pro 100 ml schnitt das Sun Dry Touch Gel von Lancaster ab. Die Einhaltung des Sonnenschutzes bestand dieses Produkt jedoch sehr gut.

Nanoteilchen

Einige Kosmetika, so auch Sonnencremes, enthalten Kleinstpartikel. Auf gesunder Haut aufgetragen sollen diese Nanoteilchen keine schädliche Wirkung auf den Körper haben, wie es bei geschädigter Haut (zum Beispiel Schürfwunden) aussieht, ist jedoch noch nicht vollständig erforscht. Fest steht, vier der getesteten Produkte enthalten den Sonnenschutzfilter Titandioxid als Nanoteilchen. Das sind die Sonnenmilch Cien von Lidl, Today Sun von Penny/Rewe, ReAm Suncare sowie Ambre Solaire von Garnier.

Stiftung Warentest rät:

  • Sonnencreme reichlich auftragen, damit der angegebene Lichtschutzfaktor erreicht wird. Sonnensprays für ausreichenden Schutz am besten zweimal hintereinander auftragen.
  • Hellhäutige, sensible Hauttypen und Kinder brauchen einen hohen oder sehr hohen Lichtschutzfaktor, also 30 bis 50. Am Meer, im Gebirge oder bei längerem Aufenthalt in der Sonne gilt dieser LSF jedoch für jeden!
  • Der mittlere Lichtschutzfaktor eignet sich für Vorgebräunte und dunklere Hauttypen.

Fazit: Ob Eigenmarke von Drogeriemarkt oder Discounter oder kostspieliges Markenprodukt, ob Lotion, Spray oder Gel: Wer nach 16 der 17 getesteten Sonnencremes greift, kann sicher sein, einen zuverlässigen UV-Schutz in der Hand zu halten.

Den kompletten Test finden Sie in der Juli-Ausgabe von „Stiftung Warentest“, erhältlich ab dem 24. Juni.

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