19.04.2016 - 16:43

Sushi, Tofu und Fisch Japanisches Essen hält jung und schlank

Japanisches Essen muss nicht immer Sushi sein: Auch Buchweizennudeln sind typisch und sehr gesund.

Foto: © iStock/tbralnina

Japanisches Essen muss nicht immer Sushi sein: Auch Buchweizennudeln sind typisch und sehr gesund.

Japanische Kost macht nicht nur schlank, sondern verlängert auch das Leben. Das zeigt eine Studie. Warum Essen wie in Japan so gesund ist und was alles dazu gehört, lesen Sie hier.

Menschen in Japan haben bis jetzt die höchste Lebenserwartung der Welt. Rund 20.000 Japaner sind älter als 100 Jahre, in keinem anderen Land gibt es so viele mit diesem stolzen Lebensalter. Eine Ursache dafür ist das spezielle Essen der Inselbewohner, wie eine Studie des japanischen Gesundheitsministeriums zeigt. Die Experten werteten die Daten von knapp 80.000 Männern und Frauen aus. Dabei ging es vor allem um Alter, Ernährung und Krankheiten.

Sterberisiko sinkt um 15 Prozent

Die Analyse ergab, dass die traditionelle japanische Ernährung mit einer höheren Lebenserwartung in enger Verbindung steht. Bei denjenigen, die sich nach diesen Richtlinien ernährten, lag das Sterberisiko um 15 Prozent niedriger als bei Japanern, die ihren Speiseplan mehr nach der westlich-amerikanischen Küche ausrichteten. Auch in Japan ernähren sich nämlich immer mehr Menschen zu fleisch- und fettreich und genießen mehr Alkohol und Süßigkeiten als früher.

Japanische Kost schützt vor Herzinfarkt und Krebs

Zusätzlich zeigte sich, dass die japanische Kost mit einem wesentlich geringeren Risiko für die häufigsten westlichen Volkskrankheiten zusammenhing. Wer sich traditionell japanisch ernährt, leidet demnach seltener an:

Denn zusätzlich hält diese Form der Ernährung nachweislich schlank. Übergewicht ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für die genannten Krankheiten. Fettleibigkeit begünstigt außerdem manche Krebsarten, etwa Darm- oder .

Reis, Gemüse und Fisch am besten täglich

Doch was gehört zur japanischen Küche? Bei uns bekannt ist vor allem Sushi. In Japan gibt es jedoch noch eine ganze Reihe anderer typischer Gerichte. So gibt es dort zum Frühstück etwa grünen Tee, Reis und Miso-Suppe. Miso ist eine Sojabohnenpaste. Außerdem gehören Algen, Tofu und etwas Gemüse in die Miso-Suppe.

Grundlage der dort typischen Kost ist der sogenannte japanische Ernährungskreisel. Basis sind Getränke, also Wasser und Tee. Danach folgen nach ihrer täglichen Menge:

  1. Getreidekost, dabei vor allem Reis, etwas Nudeln und wenig Brot (Kohlenhydrate)
  2. Gemüsegerichte in jeder Form (pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe)
  3. Fisch, Fleisch, Eier- und Soja-Gerichte (Eiweiß)
  4. Milch und Käse (Eiweiß, Kalzium)
  5. Früchte (Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe)

Die Unterschiede zu unserer Ernährung sind deutlich. Japanische Kost zeichnet sich aus durch:

  • wesentlich weniger Fleisch,
  • kaum Fett,
  • keine Süßigkeiten und
  • weniger Kalorien.

Weniger Fett, kaum Zucker – so bleiben auch Sie schlank

Wer schlank und gesund bleiben möchte, sollte deshalb öfter mal an den japanischen Ernährungskreisel denken. Das muss ja nicht gleich bedeuten, dass Sie morgens mit Miso-Suppe starten. Reduzieren Sie einfach Süßigkeiten, essen Sie weniger Fett. Mehr darf es allerdings von diesen Gerichten sein, wenn Sie dafür auf Fleisch, Wurst und Brot verzichten:

  • Reis-Gemüsegerichte, etwa Karē, ein traditionelles japanisches Gericht. Es wird ähnlich wie Curry zubereitet und ist in Japan sehr beliebt.
  • Nudel-Gemüsegerichte, etwa Soba-Nudeln aus Buchweizen
  • Fisch in jeder Form, etwa als Sushi
  • Reis, Nudeln und Gemüse, kombiniert mit etwas Fleisch
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