11.08.2017

Nicht mit Periode verwechseln Einnistungsblutung: Erstes Zeichen einer Schwangerschaft

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Die Einnistungsblutung kann das erste Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Lesen Sie, wie sie sie von der monatlichen Regelblutung unterscheiden können.

Foto: © iStock / Maravic

Die Einnistungsblutung kann das erste Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Lesen Sie, wie sie sie von der monatlichen Regelblutung unterscheiden können.

Die Einnistungsblutung ist eines der frühesten Schwangerschafts-Signale Ihres Körpers. Diese typischen Merkmale kennzeichnen sie.

Die Einnistungsblutung ist eines der frühesten Schwangerschafts-Signale Ihres Körpers: Im Verlauf der Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter kann es geschehen, dass kleine Blutgefäße der Gebärmutterschleimhaut leicht beschädigt werden. Dadurch entsteht eine schwache Blutung.

In der Regel beginnt die Eizelle etwa am 4. bis 6. Tag nach der Befruchtung, sich einzunisten. Dieser Prozess dauert etwa 12 Tage. Zu einer Blutung kommt es zwischen dem siebten und dem zwölften Tag nach der Befruchtung. Nehmen Sie zu diesem Zeitpunkt eine leichte Blutung wahr, ist das ein sehr frühes Anzeichen dafür, dass Sie schwanger sind.

Der Unterschied zwischen Einnistungs- und Regelblutung

Immer wieder berichten Frauen, dass sie trotz bereits bestehender Schwangerschaft noch eine Menstruationsblutung hatten, und dass sie dadurch die Schwangerschaft erst verspätet bemerkt hätten. Eine Regelblutung während der Schwangerschaft ist jedoch nicht möglich. Solche Fälle deuten darauf hin, dass eine Verwechslung zwischen Regelblutung und Einnistungsblutung stattgefunden hat.

Die Einnistungsblutung verläuft häufig sehr leicht. Die meisten Frauen nehmen sie überhaupt nicht wahr, denn manchmal geht es nur um einige wenige Blutströpfchen, die unbemerkt im Inneren des Körpers verbleiben. Manchmal dringen leichte Schlieren nach außen. In seltenen Fällen ist die Blutung von minimalen Schmerzen begleitet.

Ist das Blut rot und hell, deutet das auf eine Einnistungsblutung hin, dunkelrotes oder bräunliches Blut dagegen ist typisch für eine Regelblutung. Die Zeitdauer der Einnistungsblutung ist weitaus kürzer als die Blutung bei der Menstruation. Es dabei werden nur einige wenige kleine Gefäße verletzt, daher hält sie meistens höchstens einen oder zwei Tage an. In Ausnahmefällen kann sie allerdings auch länger andauern.

So erkennen Sie die Einnistungsblutung

Für die Berechnung des Geburtstermins spielt die letzte Periode eine Rolle. Wenn die Einnistungsblutung fälschlicherweise als letzte Regelblutung angesehen wird, entstehen dadurch falsche Berechnungsgrundlagen.

  • Sollten Sie eine sehr leichte Schmierblutung haben, die früher als 14 Tage nach dem Eisprung stattfindet, handelt es sich vermutlich um eine Einnistungsblutung.
  • Wenn die Farbe des Blutes außerdem eher hell rötlich ist, die Blutung nur schwach und schmerzfrei verläuft und nach 1 - 2 Tagen wieder aufhört, lässt sich vermuten, dass eine Schwangerschaft vorliegt und dass eine Einnistungsblutung stattfindet.

Eine Einnistungsblutung ist völlig ungefährlich und stört keinesfalls den Verlauf der Schwangerschaft. Wenn Sie sich jedoch nicht sicher sind, ist es sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen und Ihrem Gynäkologen die Art und das Ausmaß der Blutung genau zu beschreiben.

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Übrigens: Es gibt immer noch viel zu viele Frauen, die sich für ihre Monatsblutung schämen.

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