18.03.2016

Gesundheitscheck mit 35 Gesundheitscheck ab 30: Was wird gemacht?

Foto: ©iStock / Dutko

Mit dem Alter kommen die Wehwehchen. Weil man viele Krankheiten zuerst jedoch gar nicht bemerkt, gibt es den gesetzlich vorgeschriebenen Gesundheitscheck ab 35. Wir verraten, was dort alles untersucht wird!

Mit 35 Jahren ist man noch weit davon entfernt alt und gebrechlich zu sein. Doch weil sich manche Krankheiten heimlich, still und leise einschleichen und vorerst unbemerkt bleiben, gibt es für gesetzlich Krankenversicherte einen sogenannten Gesundheitscheck ab 35. Ist das 35. Lebensjahr erreicht, darf sich der Patient alle zwei Jahre einem Check-up unterziehen, um eventuelle Krankheiten oder Anzeichen frühzeitig zu erkennen. Im besonderen Fokus liegen eindeutig Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Nierenerkrankungen. Die frühzeitige Erkennung solcher auch tödlich verlaufenen Krankheiten würde nicht nur den Patienten eine bessere Genesung bzw. Heilungschance ermöglichen, sondern auch den Krankenkassen enorme Behandlungskosten ersparen. Die Untersuchung beim Gesundheitscheck läuft bei allen Patienten gleich ab.

Das wird gemacht beim Gesundheitscheck

Zuerst gibt es ein Gespräch mit dem Arzt. Bei dieser sogenannten Anamnese bringt der Arzt in Erfahrung, ob es in der Familie bereits Vorerkrankungen gab. Jegliche Beschwerden sollten angesprochen werden. Danach folgen dann verschiedene körperliche Untersuchungen. Herz, Lunge, Kopf, Hals, Bauch, Wirbelsäule, Bewegungsapparat, Nervensystem und Sinnesorgane werden gründlich überprüft, um abweichende oder krankhafte Befunde feststellen zu können. Danach folgt eine Blutabnahme. Diese wird dann im Labor ausgewertet und gibt Aufschluss über Cholesterin- und Blutzuckerwerte. Anhand dieser Werte kann der Arzt erkennen, ob zum Beispiel der Verdacht auf eine Zuckerkrankheit (Diabetes) besteht. Es folgt die Messung des Blutdrucks. Zusammen mit dem Cholesterinwert kann der Blutdruck auf Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) oder für einen Herzinfarkt hinweisen und ist daher sehr wichtig. Eine Urinprobe muss beim Check-up mit 35 ebenfalls abgegeben werden. So lassen sich Hinweise auf Nieren- und Blasenerkrankungen oder eine Zuckerkrankheit finden.

Die Untersuchungen sind dann auch schon geschafft. Was noch aussteht, ist die Befundbesprechung mit dem Arzt. Er wird Sie über die Ergebnisse des Check-ups informieren und erstellt ein individuelles Risikoprofil für Sie. Darüber hinaus gibt er Tipps für eine gesunde Lebensweise. Bei Verdacht oder Diagnose einer Krankheit folgen weiterführende Untersuchungen oder eine entsprechende Behandlung. Beim Hautarzt haben Patienten dann noch alle zwei Jahre den Anspruch auf ein Hautkrebsscreening.

Vorsorge über den Gesundheitscheck hinaus

Der Gesundheitscheck ab 35 ist aber erst der Anfang! Frauen sollten sich schon ab dem 30. Lebensjahr regelmäßig auf Brustkrebs untersuchen lassen. Dabei werden sowohl die Brüste als auch die Achselhöhlen vom Arzt abgetastet. Männern wird ab dem 45. Lebensjahr jährlich eine Tastuntersuchung der Prostata und der äußeren Genitalien empfohlen, um bösartige Tumorerkrankungen frühzeitig zu erkennen. Ab dem 50. Lebensjahr kommt dann noch die Darmkrebsvorsorge dazu, die ebenfalls von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. In 80 Prozent der Fälle kann bei Früherkennung die Krankheit vermieden werden!

Es lohnt sich also zum Arzt zu gehen. Haben Sie schon einen Termin gemacht?

Wie wichtig die Gesundheit in allen Lebenslagen ist, erfahren Sie hier: So wichtig ist die Gesundheit.

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