17.07.2018

Schönheitsoperation Bauchdeckenstraffung: Was Sie über Kosten und Risiken wissen sollten

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Der Traum von einer schlanken Silhouette bewegt viele dazu, über eine Bauchdeckenstraffung nachzudenken. Wir klären Sie über Kosten und Risiken auf.

Foto: iStock/Eva-Katalin

Der Traum von einer schlanken Silhouette bewegt viele dazu, über eine Bauchdeckenstraffung nachzudenken. Wir klären Sie über Kosten und Risiken auf.

Ein schlanker straffer Bauch gilt bei Frauen und Männern gleichermaßen als Zeichen jugendlicher Frische. Er vermittelt: Ich lebe gesund und bin fit. Wenn viel Fett am Bauch entfernt werden soll oder die Haut nicht mehr elastisch ist, lassen sich durch eine Bauchdeckenstraffung (Dermolipektomie oder Abdominoplastik) überschüssige Hautpartien entfernen.

Eine schlanke Körpermitte steht oft ganz oben auf der Wunschliste. Denn selbst wenn die ungeliebten Kilos endlich abgespeckt sind, hält sich schlaffes Gewebe – zum Beispiel nach einer Schwangerschaft oder einer großen Gewichtsabnahme – oft hartnäckig.

Eine Möglichkeit, die überschüssigen Hautpartien loszuwerden, ist die Bauchdeckenstraffung. Erfahren Sie hier, wie sinnvoll ein solcher chirurgischer Eingriff ist und mit welchen Risiken er verbunden sein kann.

Bauchdeckenstraffung: Die Operationsformen

1. Kleine Bauchdeckenstraffung

Die kleine Bauchdeckenstraffung kommt vor allem für Patienten in Frage, bei denen sich viel Fett im Bereich des Unterbauchs angesammelt hat, jedoch nur wenig Hautüberschuss vorhanden ist. Das kann etwa nach einer starken Gewichtsabnahme oder nach einer Schwangerschaft der Fall sein.

Ein solcher Eingriff kann oft ambulant vorgenommen werden, da nur die Haut unterhalb des Nabels gestrafft wird. Wenn nötig, wird auch Fettgewebe abgesaugt, der Nabel muss jedoch nicht bewegt werden.

2. Große Bauchdeckenstraffung

Bei der großen Bauchdeckenplastik handelt es sich um einen wesentlich größeren Eingriff. Der Operateur setzt zu Beginn einen langen Hautschnitt, der knapp oberhalb des Schambereichs verläuft und vom einen zum anderen Beckenknochen reicht.

Danach hebt er die Haut von der Bauchwand bis an die Rippen an, um die Bauchmuskulatur freizulegen. Eventuell werden die geraden Bauchmuskeln in der Mitte angenähert, gestrafft und in der neuen Position befestigt. Damit wird die Bauchwand fester und die Taille schmaler.

Zusätzlich befreit er den Nabel mit einem kleinen kreisrunden Schnitt vom umliegenden Gewebe. Im Anschluss wird der Nabel in seine neue Position gebracht und die von oben heruntergezogenen Hautlappen vernäht. Das ordentliche Vernähen nimmt oft sehr viel Zeit in Anspruch, da nur eine sorgfältige Arbeit die anschließende Narbenbildung verhindern kann.

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Risiken der Bauchdeckenstraffung

Im besten Fall erscheint Ihr Bauch nach dem Eingriff wieder flach und die Haut liegt straff über dem Bindegewebe. Allerdings kann nach einer Oberbauchstraffung eine sichtbare Narbe zwischen den Beckenknochen zurück bleiben. Wurde nur der Unterbauch gestrafft, kann die Narbe von den Schamhaaren verdeckt bleiben.

Nach einer Bauchdeckenstraffung muss oft mehrere Wochen auf Sport und andere schwere Belastungen verzichtet werden. Vor allem die große Bauchdeckenstraffung birgt das Risiko einer Wundinfektion, nach dem Eingriff muss zudem für mehrere Wochen auf Rauchen verzichtet werden, um den Prozess der Wundheilung nicht zu gefährden.

Außerdem sollten Sie sich nach einer großen Bauchdeckenstraffung auf einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt einstellen. Um die Naht zu entlasten, kann es erforderlich sein, mehrere Wochen eine Schonhaltung beim Gehen einzunehmen. Je nachdem, wie groß die Belastung im Beruf ist, ist zudem eine mehrwöchige Krankschreibung notwendig.

Schönheit hat ihren Preis

Eine Bauchdeckenstraffung kostet zwischen 3.500 und 10.000 Euro plus Krankenhauskosten (etwa 2500 Euro). Da es sich bei diesem Eingriff um eine klassische Schönheitsoperation handelt, werden die Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen.

In Ausnahmefällen beteiligt sich die Krankenkasse jedoch: Leidet der oder die Betroffene an einer Fettschürze, muss die Krankenkasse für die Entfernung aufkommen. Das ist vor allem der Fall, wenn es zu krankhaften Hautveränderungen gekommen ist, die sich weder durch Sport, noch durch Ernährung wegtrainieren lassen.

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Eine Schönheitsoperation ist oft die letzte Maßnahme im Kampf gegen die Pfunde. Lassen Sie sich auch von unserer Themenseite inspirieren, auf der wir Ihnen hilfreiche Ratgeber und spannende Infos rund um das Thema Diäten zusammengestellt haben.

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