13.02.2020 - 15:42

Diesmal kein Betrug Warum Telekom-Kunden auf Mails zum Datendiebstahl reagieren sollten

Im absoluten Zweifel: nachfragen. Wie Sie die diesmal tatsächlich echten Telekom-Mails zum Thema Datendiebstahl erkennen und warum Sie reagieren sollten.

Foto: imago images [M]

Im absoluten Zweifel: nachfragen. Wie Sie die diesmal tatsächlich echten Telekom-Mails zum Thema Datendiebstahl erkennen und warum Sie reagieren sollten.

Betrugsmails kursieren immer wieder, wir sind mittlerweile schon so darauf trainiert, dass wir vieles direkt löschen. Das ist auch gut so. Doch auf die aktuell von der Telekom verschickten Mails sollten Kunden tatsächlich reagieren.

Sie sind Telekom-Kunde und haben kürzlich eine Mail der Telekom über Datendiebstahl bekommen? Dann sollten Sie diese auf keinen Fall löschen! Denn so oft es betrügerische Mails in unser Postfach schaffen, manchmal mischt sich eben doch mal wichtige elektronische Post darunter. Wie Sie die echten Mails erkennen – und was Sie als Betroffener jetzt tun müssen.

Vorsicht: Datendiebstahl-Mails der Telekom sind echt

Den Betreff "Ihre Daten wurden gestohlen und sind im Internet einsehbar" sollten Sie ernst nehmen. Die Telekom verschickt solche Warnungen nämlich nicht nur per Brief, sondern auch per E-Mail. Und die Schreiben warnen davor, dass E-Mail oder Passwort oder andere Login-Daten entwendet worden sein könnten – und von Betrügern auf illegalen Handelsplattformen angeboten werden, wie die Telekom auf ihrer Internetseite informiert. Das kann etwa passieren, wenn Sie Ihre Daten auf einer Phishing-Seite eingegeben haben – beispielsweise, wenn Sie auf eine betrügerische Mail reagiert haben.

Echt? Falsch? Ja wie kann man denn da heute noch unterscheiden? Das wird tatsächlich immer schwieriger. Doch wenn Sie Ihren Blick schärfen, können Sie betrügerische Mails gut erkennen – und von echten Mails unterscheiden.

In der Mail des Telekom-Sicherheitsteams werden Nutzer dazu aufgefordert, ihr Passwort im Kundencenter zu ändern. Denn wenn Sie diese Mail bekommen, sind Ihre Daten im Netz veröffentlicht worden. Der Wortlaut zumeist:

"Im Rahmen der Missbrauchsprävention erhalten unsere Sicherheitsexperten Hinweise auf illegale Veröffentlichungen von Kundendaten. Bei den Recherchen ist aufgefallen, dass Ihre Login-Daten missbräuchlich entwendet wurden und im Internet angeboten werden."

Auf Nummer sicher gehen können Sie jetzt, indem Sie das Kundencenter nicht über einen Link in der Mail, sondern händisch aufrufen und Ihr Passwort ändern. Zudem können Sie sich natürlich auch an den Kundenservice der Telekom unter 0800 3301000 wenden und dort nachfragen.

So erkennen Sie als Telekom-Kunde eine echte Mail

Die Telekom weist zusätzlich auf Merkmale hin, an denen Kunden die Echtheit von Mails überprüfen können:

  • Jede E-Mail des Telekom-Sicherheitsteams ist mit einem blauen @-Zeichen gekennzeichnet.
  • In der Betreffzeile können Sie die Zugangsnummer des betroffenen Anschlusses direkt erkennen.
  • In der E-Mail wird Ihre persönliche Kundennummer genannt.
  • Auch der Name des Anschlussinhabers ist im Text genannt.
  • Die E-Mail startet mit einer persönlichen Anrede.

Zudem weist die Telekom darauf hin, dass sie ihre Kunden im Falle eines Problems immer per E-Mail und Brief informiert. Der Brief sei dabei sehr allgemein gehalten. In der E-Mail hingegen sei immer angegeben, ob der Hauptnutzer oder ein Inklusivnutzer (sprich eine Art Unterpostfach) betroffen seien.

Sollten Sie stattdessen eine Mail mit kryptischem Absender bekommen, dessen E-Mail-Adresse Sie nicht zuordnen können und die zudem mit allgemeiner Anrede verfasst ist, sollten Sie genau hinsehen. Meist strotzen solche Mails auch nur so vor Rechtschreibfehlern. Auf Links sollten Sie hier niemals klicken und auch Anhänge niemals herunterladen und öffnen.

Fiese Betrugsmaschen gibt es in allen Lebenslagen immer wieder. Vorsichtig sollten Sie bei Mails trotzdem sein. Derzeit kursieren gefälschte Anwalts-Abmahnungen, in denen die Namen echter Anwälte genutzt werden. Der größte Tipp hier: Klicken Sie niemals auf die hinterlegten Links! Eine echte Abmahnungs-Mail führt den Tatbestand bereits ausführlich in der Mail auf. Und auch hier gilt: Im Zweifel kurz Nummer im Telefonbuch heraussuchen, anrufen und nachfragen. Das gilt auch für gefälschte, betrügerische Bank-Mails, die immer wieder auftauchen. Mehr Tipps für Schutz in allen Rechtslagen finden Sie in unserem Ratgeber Recht.

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