11.12.2019 - 14:42

Mit dem Leihauto im Schnee Mietwagen im Winter? Hier gibt's Stolperfallen!

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Damit Sie auch im Winterurlaub mit Ihrem Mietwagen glücklich sind, haben wir ein paar Tipps für Sie.

Foto: iStock/M_a_y_a

Damit Sie auch im Winterurlaub mit Ihrem Mietwagen glücklich sind, haben wir ein paar Tipps für Sie.

So ein Mietwagen kann schon ganz schön praktisch sein, kommt man doch in entfernte Gegenden – etwa Skigebiete – umso besser. Doch nebst standardmäßigen Klauseln ist im Winter auf einiges mehr zu achten...

Die Wintersport-Saison ist eröffnet und für die meisten Urlauber ist das Auto nach wie vor die erste Wahl, um in die Skigebiete zu gelangen. Viele greifen dabei auf einen Leihwagen zurück, weil sie entweder kein eigenes Auto besitzen – oder es am einfachsten ist, am Heimatort in Flugzeug oder Bahn und in der Zielregion in das wartende Gefährt zu steigen. Doch für Mietwägen im Winter gelten noch einmal ein paar Regeln mehr als sonst. Damit Sie über keinen der möglichen Fallstricke stolpern, finden Sie hier die besten Tipps und Kniffe für das Leihen eines Autos in der kalten Jahreszeit. Wer sie vor dem Urlaub im Hinterkopf behält, wird anschließend sorglos die weißen Hänge hinunterwedeln können.

Mietwagen auch im Winter früh genug buchen

Wer im Skiurlaub mit seinem Wunschauto unterwegs sein möchte, sollte das entsprechende Fahrzeug rechtzeitig und in Ruhe von zuhause aus buchen. Dann erhalten Sie in der Regel nicht nur den fahrbaren Untersatz ihrer Wahl, der auch für spezielle Ausrüstung und Co geeignet ist, sondern sind auch vor unliebsamen Überraschungen gefeit. Gerade im Skiurlaub ist es wichtig, genug Platz für die Skier oder Snowboards zu haben. Schließlich wäre es doch ärgerlich, wenn die gewünschte Fahrzeugklasse am Ende nicht mehr verfügbar ist.

Auch im Internet: Angebote genau checken

Preisvergleiche können unzuverlässig sein. Die jeweiligen Portale bieten häufig das günstigste Angebot an, auf der Strecke bleiben allerdings schnell Extras, die dann kostspielig dazugebucht werden müssen. Achten sollten Sie hier auf eine möglichst hohe Haftpflichtdeckungssumme, Vollkasko ohne Selbstbehalt oder mit Erstattung der Selbstbeteiligung, eine Absicherung gegen Diebstahl, Glas- und Reifenschäden sowie unbegrenzte Kilometerzahl. Gerade der volle Versicherungsschutz ist bei Schneefall und dem damit verbundenen Unfallrisiko ein Muss, betont auch Thorsten Lehmann, Geschäftsführer des Münchner Mietwagenanbieters Sunny Cars.

Tankregelung überprüfen – und bei Unsicherheit nachfragen

Unterschiedliche Unternehmen praktizieren unterschiedliche Tankregelungen. Lehmann findet: "Die fairste Regelung ist: Rückgabe wie Übernahme." Will heißen: "Das Fahrzeug vollgetankt mieten und auch wieder vollgetankt abgeben." Der Experte warnt davor, diese Regelung zu vernachlässigen: "Wer das übersieht, zahlt oft den sehr hohen vermietereigenen Spritpreis."

Manche Anbieter setzen diese Regelung aber auch ein wenig anders ein und stellen das Auto etwa mit 1/4 Tankfüllung bereit. Das ist insofern schwierig handzuhaben, dass der genaue Tankstand eben nicht in jedem Auto einsehbar ist und es schwierig ist, genau diesen Tankstand wieder zu erreichen. Aus Vorsicht tanken viele dann etwas zu viel – bekommen vom Verleih dafür aber nichts zurück.

Tipp: Daher auch beim Abholen des Wagens den Tankstand checken und im Zweifel nochmal ansprechen. Dann machen viele Vermieter aus Kulanz einen Vermerk im Vertrag, dass auch ein bisschen weniger im Tank bei Rückgabe noch in Ordnung ist.

Winterangebote nutzen, aber genau prüfen

Speziell im Skiurlaub ist es wichtig, die unterschiedlichen Winterreifen-Regelungen zu kennen, denn: Gesetzlich sind Vermieter nicht dazu verpflichtet, Winterreifen zu montieren. Allerdings herrscht in einigen Regionen wetterunabhängige Winterreifen-Pflicht von November bis April, etwa auf dem Brenner oder in den französischen Hochalpen.

Die Verantwortung liegt beim Fahrer, der bei der Übernahme des Fahrzeugs die Wintertauglichkeit zu prüfen hat – am besten achten Sie also schon bei der Buchung darauf, dass im Angebot auch die Winterausrüstung inkludiert ist. Sonst kann hier eine zusätzliche Wechselgebühr anfallen. Bedenken Sie auch, dass auf einigen Passstraßen je nach Witterung sogar Kettenpflicht herrschen kann! Auch hier können Sie sich im Vorfeld informieren und beim Verleih nach Ketten fragen.

Kaution: nicht immer nötig

Je nach Anbieter und Region, in der das Fahrzeug gefahren wird, bestehen auch kautionsfreie Angebote, das heißt, dass Sie bei Buchung keine Kaution hinterlegen oder ihre Kreditkarte mit dem Betrag belasten müssen. Vor allem in stark frequentierten Zielgebieten ist diese Zusatzleistung häufig verfügbar. Ungeachtet dessen müssen sie natürlich für Bußgelder – zum Beispiel für fehlende oder mangelhafte Winterausrüstung – aufkommen. Diese werden, falls sie über den Verleiher abgewickelt werden, dann entsprechend nachberechnet.

Schadensfall

Im Schadensfall sind Sie mit Rundum-Sorglos-Paketen auf der sicheren Seite. Sogar die Selbstbeteiligung bei Schäden an Glas, Dach, Reifen oder Unterboden wird dann bei guten Angeboten erstattet. Manche Pakete beinhalten darüber hinaus einen Kfz-Diebstahlschutz und eine hohe Haftpflichtdeckungssumme.

Wenn Sie bei der Buchung Ihres Fahrzeugs all diese winterlichen Besonderheiten beachten, steht dem unbeschwerten Pistenspaß nichts mehr im Wege. Mehr Tipps finden Sie in unserem Ratgeber Recht.

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