11.09.2019

Haus, Gesundheit, Beruf Unbedingt abschließen! Diese Versicherungen sind wirklich wichtig

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Für den Fall der Fälle abgesichert sein: Diese Versicherungen sind wichtig!

Foto: iStock/gpointstudio

Für den Fall der Fälle abgesichert sein: Diese Versicherungen sind wichtig!

Hausrat, Haftpflicht und Co. Welche Versicherungen benötigen Sie wirklich? Wir verraten es Ihnen.

Während Deutsche beim Auto keine Wahl haben, da es per Gesetz versichert sein muss, gibt es unzählige Policen, die freiwillig abgeschlossen werden können. Aber welche Versicherungen sind wirklich wichtig? Wir verraten es Ihnen.

Das sind die wichtigsten Versicherungen

Über 500 Versicherungsunternehmen buhlen laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft um die Gunst der Deutschen. Wer blickt da noch durch, welche wirklich wichtig sind? Der Gesetzgeber hat bereits festgelegt, dass Kranken- und KFZ-Versicherung abgeschlossen werden müssen.

Welche freiwilligen Versicherungen sind dennoch nötig? Der Grundsatz des Bundes der Versicherten (BDV): Alle die Versicherungen sind wichtig, bei denen existenzielle Risiken, die Sie in den finanziellen Ruin treiben würden, abgesichert sind.

Natürlich ist die persönliche Situation in jedem Fall zu prüfen, und zwar auch bei jeder Veränderung. Eine Familie mit Kindern benötigt andere Versicherungen als ein Single, ein Rentner andere Policen als ein Berufseinsteiger, ein Hausbesitzer andere als ein Mieter. Natürlich verändern sich auch die Versicherungs- und Deckungssummen bei größeren persönlichen und beruflichen Veränderungen.

  • Tipp: Prüfen Sie Ihre Versicherungen deshalb also regelmäßig. Und fragen Sie sich vor Abschluss einer Versicherung, ob Sie in der Lage wären, die Schadenssummen im Versicherungsfall auch selbst tragen zu können. Dann benötigen Sie diese Policen evtl. nicht. Auch unabhängige Berater können Ihren persönlichen Versicherungsbedarf einschätzen. Das spart im Zweifel eine Menge Geld. Auf diese Versicherungen können Sie aber nicht verzichten.

Hausratversicherung: Versicherungssumme nicht zu gering halten

Ebenso wichtig ist der Abschluss einer Hausratversicherung, die u.a. teure Elektrogeräte oder schicke Möbel zum Beispiel bei Brand oder Einbruch sowie Diebstahl versichert. Experten raten Versicherungsnehmern dazu, auch grobe Fahrlässigkeit mitzuversichern. Achten Sie ebenso darauf, dass die Versicherungssumme nicht zu gering ist. Eine Möglichkeit ist die Integration der Klausel "Unterversicherungsverzicht" in den Vertrag. Diese sorgt dafür, dass dem Versicherungsnehmer der gesamte Schaden erstattet wird, auch wenn die Deckungssumme niedriger ist. Eine Option ist außerdem eine pauschale Versicherungssumme, wobei sich die Deckungssumme an der Quadratmeterzahl orientiert.

Private Haftpflichtversicherung: Hohe Deckungssumme einplanen

Schnell ist eine Scheibe zu Bruch gegangen, und Unachtsamkeit oder Unfälle schützen vor finanzieller Verantwortung nicht. Wer einen Schaden verursacht hat, muss dafür haften. Bei kleineren Schäden mag das übersichtlich bleiben, wenn aber Menschen zu Schaden kommen, kann es unter Umständen schnell um Millionen gehen.

Die Haftpflichtversicherung sichert genau das ab. Wichtig: Achten Sie auf eine hohe Deckungssumme! Der Bund der Versicherten rät zu einer Summe von mindestens 15 Millionen Euro.

Achten Sie auch auf die Höhe des Selbstbehalts (Eigenanteil, den der Versicherungsnehmer selbst bezahlen muss). Diese Summe sollte realistisch und problemlos zu begleichen sein.

Experten empfehlen zusätzlich eine sogenannte Ausfalldeckung. Wie funktioniert das? Sie greift, wenn der Versicherungsnehmer selbst Geschädigter und der Schadenverursacher keine Haftpflichtversicherung besitzt oder nicht solvent genug ist, den Schaden selbst zu begleichen.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Richtig früh abschließen

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert unerwartete Krankheitsfälle ab, die eine Weiterbeschäftigung im Job unmöglich machen, und zahlt einen Ausgleich. Steuerexperten empfehlen diese Art der Versicherung eindringlich für alle, die für den Lebensunterhalt auf den eigenen Lohn angewiesen sind. Die Faustregel: Je früher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird, umso preiswerter ist sie. Tipp: Versicherte, die im Laufe der Zeit mehr verdienen, sollten die Beiträge erhöhen, damit sie im Fall der Fälle auch höhere Leistungen beziehen. Dafür muss aber die Möglichkeit einer sogenannten Nachversicherung im Vertrag verankert sein.

WICHTIG: Achten Sie darauf, dass keine sogenannte Abstrakte Verweisung im Vertrag steht. Diese Klausel meint, dass die Versicherung nicht zahlen muss, solange irgendwo noch eine Stelle für den Versicherten existieren könnte. Eine unsachliche und abstrakte Formulierung, und umso absurder, da sie ganz unabhängig davon gilt, ob tatsächlich ein Jobangebot vorliegt.

Besondere Fälle: z.B. Auslandskranken- und Wohngebäudeversicherung

Wie eingangs erwähnt, hängt der Versicherungsbedarf mit der persönlichen und beruflichen Situation zusammen. Wer zum Beispiel ein Gebäude besitzt, benötigt eine Wohngebäudeversicherung. Wer dagegen viel reist, für den ist die verhältnismäßig preiswerte Auslandskrankenversicherung ein Muss. Da sich die Liste erweitern ließe, ist eine persönliche Beratung bei einem Versicherungsexperten die beste Möglichkeit, den individuellen Versicherungsbedarf einschätzen zu lassen.

Online kann man zum Beispiel unter www.bundderversicherten.de einen Bedarfs-Check durchführen. Hier gibt es auch persönliche Beratungen für Mitglieder.

Welche Versicherungen wichtig sind, haben Sie jetzt gelesen.

Noch mehr wichtige Tipps bekommen Sie auch auf unserer Themenseite Ratgeber Recht.

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