09.06.2017 - 15:25

Praxisratgeber Verkaufsparty zu Hause: 7 Dinge, die Sie wissen sollten

Von Babett-Ch. Thienemann

Mit diesen Tipps können Sie der nächsten Verkaufsparty entspannt entgegen sehen!

Foto: iStock/gpointstudio

Mit diesen Tipps können Sie der nächsten Verkaufsparty entspannt entgegen sehen!

Verkaufspartys im Wohnzimmer sind der Hit: Alle 15 Sekunden werden laut Bundesverband Direktvertrieb Deutschland Duftkerzen, Küchenmaschinen und Co verkauft. Unsere Experten sagen, worauf Sie achten müssen.

1. Produkt darf zurückgegeben werden

"Sie können den Kauf in der Regel innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Über dieses Recht muss bei Vertragsabschluss bzw. nach Erhalt der Ware informiert werden", erklärt Rechtsanwältin Dr. Julia Schmitz von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Anderenfalls erlischt das Widerrufsrecht erst ein Jahr und 14 Tage später."

>>

2. Preise vergleichen

Auch wichtig zu wissen: Verkäufer, die Parfum oder BHs zwischen Sessel und Sofa präsentieren, bekommen meist Provision. Je mehr verkauft wird, desto höher ist der Verdienst. Weil keine Konkurrenzprodukte danebenliegen, ist ein direkter Vergleich für Kunden nicht drin. Deshalb vor der Party im F achhandel checken, was ähnliche Produkte kosten.

>>

3. Kosmetikartikel versiegelt lassen

Versiegelte Cremes oder Tuben müssen auch versiegelt und originalverpackt zurückgegeben werden. Andernfalls kann der Verbraucher den Vertrag nicht mehr widerrufen.

4. Gastgeber muss fehlerhafte Artikel zurücknehmen

Wie bei Käufen im Geschäft gibt es zwei Jahre Gewährleistung. Gastgeber müssen sich um Reparatur oder Ersatz kümmern, falls sie die weiterverkauften Waren auf eigene Rechnung erstanden haben“, erklärt Expertin Schmitz.

"Ist aber für Vorführung und Vertrieb der Vertreter einer Firma dabei, muss de" Anbieter für einwandfreie Ware sorgen. Im Zweifelsfall sollten sich Kunden an die Geschäftspartner halten, die als Verkäufer im Vertrag genannt sind.“

5. Bei Schäden gibt’s Anspruch auf Ersatz

Beschädigt jemand eine Ware, muss er bzw. seine Haftpflichtversicherung Schadensersatz leisten. Der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke erklärt: "Je nachdem, ob der Verkäufer die Ware zuvor gekauft oder sie nur auf Kommissionsbasis hat, wird der Schaden ihm selbst oder dem Unternehmen, z. B. Tupperware, ersetzt."

6. Vorher klären, ob Kaufzwang besteht

"Das Prinzip ist bei allen Firmen mit Direktvertrieb ähnlich", sagt Experte Christian Solmecke. "Man bekommt zu Beginn häufig Produkte überlassen. Je mehr bei der Party verkauft werden, desto höher ist die Provision. Später bekommt man oft die Produkte zum Vorzugspreis."

Bei einigen Anbietern muss der Gastgeber die Vorführ-Ware schon für die erste Veranstaltung kaufen. Klären Sie vorher, wie die Firma Ihnen die Ware überlässt.

>>

7. Für Verkaufsparty ist Anmeldung Pflicht

Rein rechtlich ist der Gastgeber ein Handelsvertreter - er muss also bei der Kommune ein Gewerbe anmelden. Theoretisch wird auch Umsatzsteuer fällig, aber nur, wenn der Nebenjob mehr als 17 500 Euro Umsatz im Jahr einbringt.

Sie brauchen noch Inspiration für Ihre nächste Party? Hier sind die besten Fingerfood-Rezepte.

Dieser Artikel erschien zuerst in der

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe