30.09.2016 - 15:21

VERBRAUCHER Was bringen uns Spar-Apps wie Cash Check, Money Manager & Co.?

Von

Redaktion

Vom Kassenbon in die Handy-App: Unsere Reporterin Jana Henschel testet an der Supermarktkasse „Cash Check“.

Foto: Axel Kirchhof

Vom Kassenbon in die Handy-App: Unsere Reporterin Jana Henschel testet an der Supermarktkasse „Cash Check“.

Aufschreiben war gestern. Heute werden Einnahmen und Ausgaben ins Smartphone getippt. Wir haben die bekanntesten Spar-Apps getestet.

Buchhaltung für iOS

Übersichtlichkeit: Ansicht gut geordnet nach Vorgängen, Salden, Auswertung. Wenige Kostenarten voreingestellt, den Rest muss man sich einrichten. Man kann Bargeld, EC- und Kreditkarte eintragen.

Auswertung: je nach selbst festgelegtem Zeitraum (z. B. monatlich) - pro Kostenart, Zahlungsmittel oder gesamt.

Spaßfaktor: ziemlich spaßbefreit, da keine Farben oder Symbole hinterlegt sind.

Kritikpunkte: Werbebalken nervt etwas. Für 0,99 Euro gibt’s die werbefreie Version.

Fazit: für alle, die wissen wollen, mit welchem Zahlungsmittel wie viel ausgegeben wurde.

Zum Download: Buchhaltung

Mehr vom Geld für Android, iOS

Übersichtlichkeit: Gute Menüführung für variable Lebenshaltungskosten. Der Nutzer legt Kategorien (z. B. Essen gehen) an. Im Restaurant auf den Button klicken, Kategoriefeld geht auf, Summe eintippen, fertig. App addiert die Ausgaben.

Auswertung: Noch im Limit? Für jede Kategorie lassen sich monatliche maximale Ausgaben festlegen. Übersichtliche Auswertung, leichte Kostenkontrolle. Bar- und Kreditkartenzahlungen werden getrennt aufgelistet.

Spaßfaktor: Dank hübscher Icons findet man die Kategorien leicht (z. B. Messer und Gabel für Essens-Ausgaben).

Kritikpunkte: Beim Einrichten ist Reinfummeln erforderlich.

Fazit: Da die Daten nicht auf dem Computer gespeichert werden, ist sie richtig für alle, die auf Sicherheit größten Wert legen. Super für kleine Ausgaben zwischendurch, die leicht vergessen werden.

Zum Download: Mehr vom Geld

Web-Budgetplaner für Android, iOS, Blackberry

Übersichtlichkeit: Das Haushaltsbuch der Sparkassen erfasst Einnahmen und Ausgaben klar mit tabellarischen Übersichten. Nach dem Einloggen führt die App durch selbst erklärende Eingabemasken.

Auswertung: Am Monatsende noch Geld übrig? Der Planer zeigt’s in der Kurzübersicht, verringert die Gefahr, ins Minus zu rutschen. Er filtert nach Stichworten, listet z. B. die Ausgaben für Lebensmittel auf.

Spaßfaktor: Man kann sich die Auswertung als Grafik zeigen lassen. Sparerfolge zeigt ein Monatsvergleich. Motiviert total.

Kritikpunkte: Wird online geführt, alle persönlichen Finanzdaten sind auf einem fremden Computer gespeichert.

Fazit: Komplexes Programm, dass am einfachsten zuerst am PC eingerichtet und dann auf dem Smartphone fortgeführt wird. Entlarvt Kostentreiber toll.

Zum Download: Web-Budgetplaner

Cash Check für iOS

Übersichtlichkeit: Klar und einfach. Auf dem Display erscheint ein Zahlenfeld zum Eintippen des Betrages mit 30 Kategorien (z. B. Drogerie, Kino, Friseur) samt bunter Buttons, die man erweitern und anpassen kann. Leichte Hilfefunktion.

Auswertung: Monatsweise, nach Kategorie geordnet. Man kann die Daten exportieren, Tabellen am Computer anlegen.

Spaßfaktor: Superschnell und einfach, dadurch hohe Motivation, dranzubleiben. Erinnerungsfunktion ans Eintragen.

Kritikpunkte: Nur laufender Tag eintragbar, was bei großen Fixkosten wie Miete unpraktisch ist, weil man nicht dran denkt.

Fazit: Perfekte, leichte App für Einsteiger.

Zum Download: Cash Check

Money Manager für Android

Übersichtlichkeit: Alles ist auf den ersten Blick ersichtlich. Logischer, sinnvoller Aufbau. Vorgegebene Kategorien (Haushalt, Miete, Lebensmittel etc.) lassen sich individuell und in Sekunden erweitern.

Auswertung: Die monatlichen/jährlichen Einnahmen/Ausgaben werden per Tortendiagramm dargestellt, das die einzelnen Posten jeweils prozentual sowie unterschiedlich farbig zeigt und auf einen Blick sehen lässt, wofür man sein Geld ausgibt.

Spaßfaktor: Spaß ist etwas anderes, es erfordert schon Disziplin, jede Ausgabe/Einnahme in die App einzutragen. Sie macht es einem aufgrund der guten Strukturierung aber wirklich sehr einfach.

Kritikpunkte: Alle unter dem Button „Hilfe“ aufgeführten Punkte werden nur auf Englisch erklärt.

Fazit: Eine gute, logisch aufgebaute App, die es einem bei etwas Disziplin leicht macht, den Überblick über seine Finanzen zu behalten.

Zum Download: Money Manager

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Dieser Test erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 36.

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