Aktualisiert: 21.07.2021 - 22:01

Sie tolerieren hin und wieder das Alleinsein Karriere und Hund? Diese Rassen eignen sich für Berufstätige

Von Franziska Wohlfarth

Im Homeoffice ist das Arbeiten mit Hund kein Problem.

Foto: Getty Images/Eva Blanco/EyeEm

Im Homeoffice ist das Arbeiten mit Hund kein Problem.

Hund und Job lassen sich nicht miteinander vereinbaren? Von wegen! Folgende Rassen eignen sich als Bürotier oder können problemlos auch mal allein zuhause bleiben. Doch Achtung: Selbst die eigenständigsten Tiere sollten Sie nicht länger als sechs Stunden sich selbst überlassen.

Während des Corona-Lockdowns haben sich viele Leute einen Hund zugelegt – bei zunehmender Langeweile, Einsamkeit und viel Zeit im Homeoffice schien der Zeitpunkt perfekt. Doch mit den sinkenden Fallzahlen kehren immer mehr Leute ins Büro zurück. Die Folge: Das einst geliebte Haustier wird plötzlich zur Last und muss im Tierheim abgegeben werden.

Die Anschaffung eines Hundes sollte deshalb keine Impulsentscheidung, sondern immer gut überlegt sein. Auch die Wahl des Tieres ist entscheidend: Manche Hunderassen eignen sich besser für Berufstätige als andere.

Hund und Vollzeit-Job: Das sollten Sie beachten!

Viele Leute wünschen sich einen Hund. Doch nicht jeder Lebensstil lässt sich mit einem Vierbeiner vereinbaren. Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Haben Sie genug Zeit und finanzielle Mittel, um die Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu übernehmen? Vor allem an Ersterem fehlt es den meisten: Berufstätige sind viel unterwegs und manchmal sogar zehn Stunden am Stück von Zuhause fort. Kann die Hundehaltung dann überhaupt klappen?

Hierauf gibt es leider keine klare Antwort. Jeder Hund ist anders und kommt unterschiedlich gut mit dem Alleinsein klar. Während der eine schon nach zwei Stunden jault, merkt der andere erst nach sechs Stunden, dass Sie überhaupt weg sind. Doch es gibt manche Rassen, die tendenziell eher besser alleine klarkommen.

5 Hunderassen, die für Berufstätige geeignet sind

1. Golden-/Labrador Retriever

Golden- und Labrador Retriever sind bekannt dafür, ganz besonders anpassungsfähig zu sein. Sie fügen sich gut in neue Situationen ein und verstehen sich auch mit ihren Artgenossen gut. Selbst mit Kindern können die friedvollen Tiere problemlos zusammenleben. Das macht den Golden-/Labrador Retriever zu einem perfekten Familienhund. Wenn Sie einen Zweithund haben, kann der Golden-/Labrador Retriever auch gut mal einen Arbeitstag lang zuhause bleiben.

2. Mops

Neben seinem zerknautschten Gesicht zeichnet den Mops vor allem seine ruhige, umgängliche Art aus. Da die Rasse keinen Wach- und Jagdtrieb hat, lässt sich der Mops nicht so leicht aus der Fassung bringen. Während Sie unterwegs sind, wird er vermutlich die meiste Zeit schlafen – doch sobald Sie wieder zuhause sind, freut sich der Mops über Aufmerksamkeit und Beschäftigung.

Bedenken Sie jedoch auch, dass der Mops eine sehr überzüchtete Rasse ist. Das Tier bekommt durch die Nase nur schwer Luft und kann vor allem nachts unter Erstickungsanfällen leiden. Wegen seiner hervorquellenden Augen neigt der Mops außerdem zu Hornhautentzündungen. Planen Sie also Zeit für Besuche in der Tierpraxis ein.

3. Leonberger

Leonberger sehen aus wie große, kuschelige Teddybären. Dazu passt auch ihr Temperament: Die Tiere sind in der Regel sehr gemütlich, ausgeglichen und ruhig. Leonberger sind sehr anpassungsfähig und können an fast jeder Situation gefallen finden, in die sie gerade geworden werden: Spazieren gehen? Super! Zuhause ein Nickerchen machen? Auch toll! Da die Tiere sehr kameradschaftlich sind, sollten Sie auch bei dieser Rasse einen Zweithund in Erwägung ziehen.

4. Französische Bulldogge

Der "Frenchy" ist ein ganz besonders umgänglicher Hund. Er ist sehr anpassungsfähig und kann sich deshalb gut in Ihren Tagesablauf einfügen. Wegen seines eher gemütlichen Wesens braucht die Französische Bulldogge nicht allzu viel Auslauf – auf ausgiebiges Spielen sollten Sie nach dem Feierabend dennoch nicht verzichten.

Was macht Ihr Hund während Sie weg sind?

Obwohl manche Rassen besser damit klar kommen alleine zu bleiben als andere, sollten Sie nicht länger als sechs Stunden am Stück von zuhause weg sein. Ein langer Arbeitstag sollte eher eine Ausnahme als die Regel sein. Füllen Sie die gemeinsame Zeit mit langen Spaziergängen und Konzentrationsspielen, damit sich Ihr Hund so richtig auspowern kann.

Wenn Sie nicht allzu weit weg von Ihrem Arbeitsplatz wohnen, sollten Sie in der Mittagspause nach Hause kommen und nach Ihrem Liebling schauen. Spazierengehen und spielen wird auch Ihnen dabei helfen, den Arbeitsstress zu vergessen und runterzukommen. Alternativ sollten Sie Leute kennen, die zwischendurch mal nach Ihrem Vierbeiner schauen können.

Sie können Ihren Liebling auch in eine Tagesstätte geben. BILD der FRAU hat sich so eine Kita für Hunde mal angesehen.

Auch den gemütlichsten Tieren wird irgendwann mal langweilig. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund stets die Möglichkeit hat, sich mit Spielzeug zu beschäftigen. Alternativ können Sie auch Leckerlis im Haus verstecken, nach denen Ihr Vierbeiner suchen muss. Denn haben die Tiere nichts zu tun, kommen sie auf allerlei Ideen, um sich die Zeit zu vertreiben.

Wichtig ist außerdem, dass Sie Ihren Vierbeiner langsam an das Alleinsein gewöhnen. Denn die Zeit nach Corona kann für Ihren Hund ganz schön schlimm werden.

Hunde mit ins Büro nehmen

Besser ist es nur noch, wenn Sie von zuhause aus arbeiten können oder Sie Ihren Hund ins Büro mitnehmen dürfen. Auch hier gibt es ein paar Rassen, die am Arbeitsplatz eher keinen Ärger machen:

  • Malteser
  • Havaneser
  • Neufundländer
  • English Cocker Spaniel
  • Labradoodle

Verzichten Sie als berufstätige Person unbedingt auf aktive, anhängliche Hunderassen, die viel Bewegung und Aufmerksamkeit brauchen. Dazu gehören beispielsweise der Australien Shepherd, der Border Collie, der Dalmatiner oder der deutsche Schäferhund.

Quellen: heyhund.de, fressnapf.de, martinruetter.com, deine-tierwelt.de, petra.de

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Wenn Sie sich unsicher sind, ob ein Hund das Richtige für Sie ist, dann können Sie auch erstmal ein Haustier zur Pflege aufnehmen. Das steckt dahinter.

Die Entscheidung einen Vierbeiner aufzunehmen, sollte gut überlegt sein. Wir haben einen Überblick mit den wichtigsten Vor- und Nachteilen eines Haustieres für Sie zusammengestellt.

Auch die Ausgaben für Hund, Katze und Co sollten nicht unterschätzt werden: So viel kosten Haustiere im Laufe ihres Lebens!

Noch auf der Suche nach einer passenden Hunderasse? Hier stellen wir Ihnen die 10 intelligentesten Hunderassen der Welt vor.

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