Aktualisiert: 21.06.2021 - 18:34

Vierbeiner werden gedemütigt Tierschutzorganisation PETA kritisiert EM-Elefantenorakel im Tierpark Hagenbeck

Das Elefantenorakel zur EM im Tierpark Hagenbeck wird von der Tierschutzorganisation PETA aus diesen Gründen beanstandet.

Foto: IMAGO / Agentur 54 Grad

Das Elefantenorakel zur EM im Tierpark Hagenbeck wird von der Tierschutzorganisation PETA aus diesen Gründen beanstandet.

Laut PETA-Website ist die "zirkusähnliche Orakelschau", bei der Elefanten zur Weissagung für die EM gezwungen werden, nicht artgerecht.

Fiebern Sie derzeit mit Ihrer Mannschaft zur laufenden EM mit? Und finden Sie es auch immer spannend, wenn vor den Spielen tierische Stars aus den Zoos und Tierparks das Endergebnis vorhersagen, sogenannte "tierische Orakel"? Viele fühlen sich von diesen Späßchen gut unterhalten. Dabei gerät oft die Frage in Vergessenheit, ob diese Vorhersagen bei den betroffenen Tiere Schaden anrichten können. Eine klare Meinung hat dazu Tierschutzorganisation PETA und nimmt derzeit den Tierpark Hagenbeck wegen des "ElefanTORakels" unter Beschuss.

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PETA-Tierschutzorganisation kritisiert Tierpark Hagenbeck wegen EM-Elefantenorakel

Der Tierpark Hagenbeck in Hamburg will Fußball-Stimmung verbreiten und wohl obendrein noch ein bisschen Geld in die Zookasse spielen. Denn Elefantendame Yashoda sagt Spielergebnisse zur EM voraus, indem sie Landesflaggen zieht. Für Deutschland hatte sie schon zwei Mal richtig prophezeit. Während manche das witzig oder niedlich finden, findet PETA das ganz und gar nicht zum Lachen, wie Tag24 berichtete. In einer Mitteilung gaben die Tierschützer bekannt, dass der Elefant "als Fußball-Orakel missbraucht" werde.

Denn um dieses Spielchen mitzumachen, eine Flagge zu ziehen, würden die Dickhäuter gedemütigt und gequält – mithilfe des Elefantenhakens. Darauf wies PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche, Biologin Dr. Yvonne Würz, hin. Artenschutz sei hier aus ihrer Sicht Fehlanzeige, es würde nur darum gehen, dem Tierpark Geld einzubringen. Der Tierpark sieht das natürlich anders und verkündete Folgendes auf seiner Website: "Für die Elefanten ist das Fußballtraining eine willkommene Abwechslung. Man sieht ihnen an, wie viel Spaß sie dabei haben. Unsere Tierpfleger sind deshalb gleichzeitig auch Tier-Entertainer", meinte der Geschäftsführer des Tierpark Hagenbeck Dr. Dirk Albrecht.

Elefantenhaken wird aus deutschen Zoos verschwinden

PETA spricht sich generell gegen die Elefantenhaltung in Zoos aus. Die Gehege seien viel zu klein und die Tiere würden schon Verhaltensstörungen wie auffälliges Kopfschwenken zeigen. Ob PETA dieses Ziel, Elefantenhaltung aus deutschen Zoos zu verbannen, erreichen wird, ist fraglich. Aber der Elefantenhaken wird verschwinden. Denn 2019 gab der Zoo-Dachverband EAZA bekannt, dass der Haken in Zukunft passé sein wird und durch den "geschützten Kontakt", also durch ein Gitter zwischen den Dickhäutern und den Wärtern, abgelöst werden soll. Doch Zoos müssen die Umsetzung erst bis 2030 befolgen.

Vielleicht werden durch die Kritik PETAs am Tierpark Hagenbeck manche Menschen das "ElefanTORakel" nun kritischer beäugen und auch den Tierpark an sich, der bislang noch nicht auf den Elefantenhaken verzichtet. Der Tierpark hatte auch in vergangenen Jahren nicht für die besten Schlagzeilen gesorgt. So sind 2018 zwei junge Elefanten an einem Herpesvirus gestorben. Davor gab es bereits den Tod eines Elefanten zu beklagen, der von seiner Mutter nicht angenommen wurde. Die Tierschutzorganisation PETA informiert auf ihrer Seite, dass das in freier Wildbahn selten vorkomme.

Möchten Sie noch mehr zu der Tierschutzorganisation lesen? PETA-Mitarbeiterin: So haben wir Hündin Elfie aus der Tötungsstation gerettet.

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