Aktualisiert: 20.06.2021 - 18:02

Tierschützer:innen jubeln 3.000 Jahre nach Ausrottung: Tasmanische Teufel sind zurück!

Von Franziska Wohlfarth

Die Rückkehr der Tasmanischen Teufel auf das australische Festland ist ein historisches Ereignis.

Foto: Getty Images/Mark Newman

Die Rückkehr der Tasmanischen Teufel auf das australische Festland ist ein historisches Ereignis.

Auf dem Festland Australiens galten Tasmanische Teufel bisher als ausgestorben. Doch nach etwa 3.000 Jahren sind die Beuteltiere jetzt wieder zurück! Tierschützer:innen freuen sich über sieben gesunde Teufel-Babys.

Tierschützer:innen haben gute Nachrichten zu verkünden: Denn Zum ersten mal seit ihrer Ausrottung vor 3.000 Jahren sind Tasmanische Teufel auf dem Festland Australiens geboren worden. Wie es dazu kam.

Tasmanischer Teufel: Das Beuteltier ist zurück!

Tasmanische Teufel sehen niedlich aus, doch die kleinen Beuteltiere mit den roten Ohren haben es ganz schön in sich: In Relation zum Körper entspricht ihre Bisskraft in etwa der eines bengalischen Tigers.

Wer den kleinen Teufel heutzutage zu Gesicht bekommen möchte, muss sein Glück auf der Insel Tasmanien versuchen, die vor dem Festland Australiens liegt. Vor 3.000 Jahren sah das noch ganz anders aus – damals waren Tasmanische Teufel auf dem gesamten Kontinent Australiens verbreitet.

Schweres Leben für die bedrohten Wildtiere

Die zunehmende Verbreitung von Dingos, also australischen Wildhunden, machte den schwarzen Teufeln das Leben schwer. Zunehmende Konkurrenz, Trockenheit und die Jagd durch den Menschen sorgte für eine vollständige Ausrottung der Tiere. Lediglich auf der vorgelegenen Insel Tasmanien hatten sie eine Überlebenschance.

Doch auch dort konnten Sie sich nicht in Sicherheit wiegen: In den 90er Jahren verbreitete sich auf der Insel ein ansteckender Gesichtskrebs, der den Tierbestand von 150.000 auf 25.000 schrumpfte.

Tierschutzorganisationen kämpfen für den Erhalt des "Tassie Devils"

Im Herbst 2020 schlossen sich mehrere Tierschutzorganisationen für ein großes Auswilderungsprojekt zusammen, bei dem 26 Tasmanische Teufel im Wildschutzgebiet Barrington Tops freigelassen wurden.

Ziel der Tierschützer:innen ist es, eine gesunde, eigenständige Tierpopulation auf dem Festland aufzubauen. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt der Beuteltierart, sondern auch darum, das natürliche Gleichgewicht des Ökosystems wiederherzustellen. Tasmanische Teufel ernähren sich nämlich von sich schnell verbreitenden Fuchs- und Wildkatzenarten, Insekten, Kleintieren und Aas. Auch vor Hunden oder Wombats machen die neugierigen Tiere keinen Halt.

Tierschützer:innen freuen sich über schnellen Erfolg

Die Ausweitung der Population hat wohl schneller geklappt als erwartet, denn gerade mal ein halbes Jahr später, im Mai 2021, konnte "Aussi Ark" bereits erste Erfolge feiern: Auf dem 400 Hektar großen Schutzgebiet sind sieben Jungtiere auf die Welt gekommen. Und alle Babys erfreuen sich bester Gesundheit!

Doch die Tierschutzorganisationen wollen sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern haben noch weitere große Ziele vor sich: Sie wollen weitere Tasmanische Teufel in dem Reservat nördlich von Sydney ansiedeln. Und auch Beutelmarder, Nasenbeutler und Felskängurus sollen dort bald ein Zuhause finden.

Quellen: br.de, spiegel.de, derstandard.de

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Vor einem Jahr haben verheerende Buschbrände einen großen Teil des australischen Wildlebens zerstört. Wie geht es den Koalas heute?

Tierschützer:innen dürfen sich freuen: Im Frankfurter Zoo ist kürzlich das das 50. Kiwi-Küken geschlüpft. Die neuseeländischen Vögel sind vom Aussterben bedroht.

Auch der Tiergarten Schönbrunn freut sich über Nachwuchs. Im April sind dort elf Felsenpinguinküken geschlüpft.

Sie gehören ohne Frage zu den niedlichsten Tierarten Australiens: Forscher:innen haben jetzt herausgefunden, dass es drei Spezies des südlichen Großflugbeutlers gibt.

Doch nicht alle Tiere in Australien sind so niedlich – manche von ihnen sind auch ganz schön gefährlich. Ein Hai hat einen Mann tödlich verletzt.

Australien ist Sehnsuchtsort vieler Reisender. Das dürfen Sie während Ihres Trips auf keinen Fall verpassen!

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