Aktualisiert: 13.06.2021 - 21:25

Ganz ohne Tierleid So sehen die Delfinshows der Zukunft aus

Von der Redaktion

Delfinshows stehen weltweit in der Kritik. Ein Roboter-Double aus Hollywood soll dieses Problem lösen.

Foto: Getty Images/Ksenia Dmitriy P

Delfinshows stehen weltweit in der Kritik. Ein Roboter-Double aus Hollywood soll dieses Problem lösen.

Roboter-Doubles sollen Delfinshows ganz ohne Tierleid möglich machen. Die Doppelgänger sehen zum Verwechseln ähnlich aus.

Delfinshows mögen zwar für Menschen unterhaltsam sein, doch für die Tiere sind solche Auftritte alles andere als ein Vergnügen. Delfinarien sind Scheinwelten, hinter denen sich Wildfang, Gefangenschaft und Tierquälerei verstecken. Tricktechniker aus Hollywood wollen dem jetzt ein Ende bereiten: So könnte die Zukunft von Delfinshows aussehen!

Die Zukunft von Delfinshows: Roboter Double

Eigentlich werden die Roboter Double in Hollywood-Produktionen eingesetzt. Die Produktionsfirma "Edge Innovations" entwarf die lebensechten Roboter für Blockbuster wie "Free Willy". Doch da Hollywood vermehrt auf 3-D Animation setzt, braucht die Firma neue Abnehmer für ihre Doubles.

Die nachgebauten Delfine wirken täuschend echt, bewegen sich wie echte Meeressäuger und lassen sich gerne streicheln. Per Fernsteuerung werden die Roboter-Delfine durch das Becken geführt und können so Seite an Seite mit den Besuchenden schwimmen.

Günstig ist die Anschaffung eines solchen Doubles nicht. Rund 3 Millionen Dollar kostet ein ferngesteuerter Delfin. Doch die Freizeitparks und Aquarien könnten sich Kosten für Futter, Pflege und aufgearbeitetes Wasser sparen. Ein chinesischer Freizeitpark machte vor kurzem die erste Bestellung bei "Edge Innovations".

Deshalb ist eine Veränderung von Delfinshows nötig

Rund 3000 Delfine leben weltweit in Freizeitparks und Aquarien in Gefangenschaft. Die Becken der Meeressäuger sind in den meisten Fällen zu eng, die Tiere leben unter nicht artgerechten Bedinungen.

Hinzu kommt, dass in vielen Fällen wilde Defline in die Aquarien gelangen. Besonders Freizeitparks in China, Thailand oder Ägypten beziehen ihre Tiere aus russischen Wildfängen, die die Tiere in brutalen Treibjagden einfangen.

In Deutschland gibt es mittlerweile nur noch zwei Delfinarien in Nürnburg und Duisburg. Diese standen in der Vergangenheit öffentlich wegen frühzeitiger Todesfälle und Psychopharmaka-Gaben in der Kritik. Ob auch in Deutschland bald ein Flipper-Double zum Einsatz kommen wird, ist ungewiss. Zum Wohl vieler Tiere kann man das nur hoffen.

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Im Interview mit Bild der Frau verrät Ingrid Newkirk: Es ist so einfach, täglich tierfreundliche Entscheidungen zu treffen.

Dieser Meeressäuger ist ein wenig vom Kurs abgekommen: Grauwal verirrt sich im Mittelmeer .

Christina Karliczek Skoglund hat sich lange mit Delfinen beschäftigt. Mehr dazu erfahren Sie in Unsere besten TierfilmerInnen, Teil 1: Christina Karliczek Skoglund

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