Aktualisiert: 17.05.2021 - 20:56

Für Bienen und Co Insektenhotels: Die 5 Fehler sollten Sie vermeiden

Von der Redaktion

Insektenhotels können zu einem sicheren Nistplatz für Bienen und andere wichtige Insekten werden, doch nur wenn Sie einige Dinge dabei beachten.

Foto: Getty Images/Arterra

Insektenhotels können zu einem sicheren Nistplatz für Bienen und andere wichtige Insekten werden, doch nur wenn Sie einige Dinge dabei beachten.

Bei der Anschaffung eines Insektenhotels ist es nicht selbstverständlich, dass die Tiere dieses auch bewohnen werden. Wir zeigen wie es am besten funktioniert.

Insektenhotels gelten als Nisthilfe für Wildbienen und andere Insekten. Die hölzernen Konstrukte gibt es inzwischen in vielen Baummärkten zu kaufen, aber mit etwas Geschick lassen sich die "Hotels" auch selber bauen. Damit sich die Tiere in den Insektenhotels auch wohl fühlen, sollten Sie diese 5 Fehler vermeiden.

5 Fehler, die Sie beim Bauen eines Insektenhotels vermeiden sollten

Auch wenn Insektenhotels dem Gartenfreund viel Freude bereiten und für einen sicheren Lebensraum für Bienen und andere Brummer sorgen, ist das Problem des Bienensterbens damit noch lange nicht behoben.

Doch mit der Haltung einer solchen Nisthilfe lässt sich viel über die Lebensweise und den Schutz der Tiere erfahren. Manche Dinge sollten Sie jedoch vor dem Kauf oder beim Bau eines solchen Hotels beachten. Denn sonst nehmen die Tiere das neue Heim nicht an und der schwirrende Andrang bleibt aus.

1. Der falsche Platz

Zuerst einmal sollten Sie sicher sein, dass Ihr Balkon oder Garten für das Aufstellen eines Insektenhotels geeignet ist. Sonnig genug und windgeschützt muss der Standort sein. Schattige Plätze sind für Insektenhotels nicht geeignet. Zudem sollte die Nisthilfe an einem trockenen Ort aufgestellt werden.

Die Bienen sollten das Insektenhotel außerdem frei anfliegen können. Eine Ausrichtung nach Süden ist die beste Variante und erhöht die Möglichkeit, dass die Tiere in dem "Hotel" sesshaft werden.

2. Falsche Löcher bohren

Die gängigste Variante eines Insektenhotels ist es, einfach Holzstämme zu nutzen und Löcher hineinzubohren. Aber Vorsicht: Hier wird häufig in das Hirnholz des Baumes gebohrt, also in das Holz eines aufgeschnittenen Baumes. Auch, wenn das schön aussieht, durch die Struktur des Baumes bilden sich mit der Zeit Risse um die Löcher, an denen sich Bienen und Co verletzen können.

Besser ist es, die Löcher seitlich in die Rinde des Holzes zu bohren. Somit bleiben diese stabil und es bilden sich keine weiteren Risse im Holz, die zur Gefahr für die Insekten werden können.

3. Raue Kanten und grobe Löcher

Bienenflügel sind fragil und können an kleinen Rissen und rauen Oberflächen beschädigt werden. Deshalb sollten die Löcher fein abgeschliffen werden, damit sich die Bienen nicht an den ausgefransten Enden verletzen können.

Dies gilt auch für Nisthülsen aus zum Beispiel Bambus. Hier sollten Sie nach dem Schneiden der einzelnen Stöcke die Enden mit Schleifpapier oder ähnlichen Werkzeugen glatt schleifen.

4. Nahrung bleibt aus

Bienen sind fleißige Tiere, die ihre Tage mit dem Aufspüren von Nahrung verbringen. Ist keine in der Nähe, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Insektenhotel wirklich bevölkert wird. Eine nahegelegene Blühwiese wäre die perfekte Situation für die summenden Tierchen. Wildblumenwiese anlegen und pflegen: So schaffen Sie Lebensraum!

5. Zu kurze Löcher oder Nisthülsen

Auch bei der Tiefe der Löcher müssen Sie eine entscheidende Sache beachten. Damit die Bienen ihre Brut tatsächlich in den Tunneln des Hotels ablegen können, sollten diese tief genug sein.

Eine Länge von 10 Zentimetern eigent sich am besten für nistende Bienen. Auch der Durchmesser der Löcher ist entscheidend dafür, ob sich die Tiere darin wohl fühlen. Löcher mit einem Durchmesser von mindestens zwei bis neun Millimetern machen es den Insekten leichter. Verschiedene Durchmesser ziehen übrigens verschiedenen Bienenarten an.

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