Aktualisiert: 06.05.2021 - 22:43

Vor der Küste Südfrankreichs Vom Kurs abgekommen: Grauwal verirrt sich im Mittelmeer

Von der Redaktion

Ein Grauwal im Mittelmeer? Nicht das erste Mal verirrt sich ein Meeressäuger in ungewohnte Gewässer.

Foto: Getty Images/Nick Ut

Ein Grauwal im Mittelmeer? Nicht das erste Mal verirrt sich ein Meeressäuger in ungewohnte Gewässer.

Zum ersten Mal wurde ein Grauwal an der Mittelmeerküste in Südfrankreich gesichtet. Eigentlich sollte das Jungtier im Pazifik schwimmen.

Die Meere der Welt sind groß und so kann es passieren, dass sich selbst ein Wal trotz seines besonderen Ortungssystems mal verschwimmt. An der Mittelmeerküste Südfrankreichs wurde diese Woche ein Grauwal entdeckt, der eigentlich im Pazifik leben sollte.

Zuvor wurde das 15 Monate alte Tier in Marokko und an der Küste Italiens gesichtet. Das Jungtier hat eine lange Strecke hinter und eine noch längere Strecke vor sich.

Grauwal im Mittelmeer entdeckt: So gelang das Säugetier in das ungewohnte Gebiet

Grauwale sind die Rekordschwimmer unter den Meeressäugern. Jedes Jahr legen sie bis zu 20.000 Kilometer zurück: Von der Arktis bis nach Mexiko und zurück. Der in Frankreich gesichtete Wal kommt laut Vermutungen des "National Marine Mammal Stranding Network" aus Kalifornien.

Hier verbrachte der junge Wal seine erste Fütterungszeit und kehrte von dort aus nicht wie geplant in die Arktis zurück, sondern verirrte sich im Atlantik. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Wal vom Kurs abgekommen ist. Bereits 2010 wurde ein Grauwal vor der israelischen und spanischen Küste gesichtet.

Adrien Gannier, Mitglied des "National Marine Mammal Stranding Network", berichtet laut Spiegel.de, dass der Wal bei guter Gesundheit sei. Das Jungtier habe lediglich an Gewicht verloren, da seine Fressgewohnheiten nicht an den Lebensraum des Mittelmeeres angepasst sind.

Die Expert:innen hoffen, dass der Grauwal seinen Weg entlang der spanischen Küste fortsetzt und von dort aus über Gibraltar in den Atlantik gelangt. Bis zu seinem eigentlichen Zielort im Pazifik dürften es noch einige tausend Kilometer sein, die der junge Wal hinter sich bringen muss.

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Hätten Sie auf Anhieb erkannt, was dieses Foto darstellen soll? Hund oder Hammerhai? Dieser Schnappschuss sorgte für ganz schöne Verwirrung .

Aufgrund der Corona-Pandemie gab es in den letzten Monaten immer wieder ungewöhnliche Sichtungen an den Küsten der Welt. Zum Beispiel kehrten rosa Delfine nach Hong-Kong zurück.

Eine Studie deckte nun auf, wie gefährdet Meeressäuger durch Coronaviren im Abwasser sind.

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