Aktualisiert: 20.04.2021 - 22:15

Kaffeesatz, Pfeffer,... Katzen aus dem Garten vertreiben: Mit diesen tierfreundlichen Methoden klappt's!

Von Franziska Wohlfarth

Katzen im Garten würden grundsätzlich kein Problem darstellen – wenn Sie beim Besuch des Nachbarn nicht so eine unangenehme Duftnote hinterlassen würden.

Foto: Getty Images/Daugirdas Tomas Racys

Katzen im Garten würden grundsätzlich kein Problem darstellen – wenn Sie beim Besuch des Nachbarn nicht so eine unangenehme Duftnote hinterlassen würden.

Katzen sind zwar super niedlich, doch nicht jede:r sieht die Stubentiger gerne durch den eigenen Garten streunen. Mit diesen acht tierfreundlichen Methoden vertreiben Sie die Katzen von Ihrem Grundstück.

Kot auf dem Rasen und plattgetretene Blumenbeete sind oft Anzeichen dafür, dass die Nachbarskatze Ihrem Garten einen Besuch abgestattet hat. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch ganz schnell ganz schön gefährlich werden: Wenn das große Geschäft im Sandkasten hinterlassen wurde, kann das gesundheitsschädliche Folgen für die Kinder haben. Katzenkot überträgt nämlich Krankheiten wie beispielsweise Toxoplasmose. Auch Schwangere und ihre ungeborenen Kinder können von einer Infizierung erhebliche Folgen davontragen. Zum Glück gibt es tierfreundliche Methoden, um Katzen aus dem Garten zu vertreiben.

Katzen aus dem Garten vertreiben: 8 effektive Maßnahmen

1. Duftpflanzen

Wussten Sie, dass Katzen über doppelt so große und zehn Mal so viele Geruchszellen wie Menschen verfügen? Kein Wunder also, dass selbst feine Gerüche eine unangenehme Wirkung auf die empfindlichen Nasen der Tiere haben. Duftstoffe aus dem Handel bieten vielleicht eine kurzfristige Lösung, doch wer die Katzen langfristig fernhalten möchte, sollte lieber auf Duftpflanzen setzen. Diese Gewächse halten die Tiere auf Abstand:

  • Zitronenmelisse
  • Lavendel
  • Pfefferminze
  • Weinraute
  • Verpiss-dich-Pflanze

Auch andere Tiere wie Hunde, Marder oder Hasen werden von den Duftnoten ferngehalten.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Gewächse, die Katzen ganz besonders gern mögen. Damit Sie die Stubentiger nicht anlocken, sollten Sie folgende Pflanzen aus Ihrem Garten verbannen:

  • Amur-Strahlengriffel
  • Echter Baldrian
  • Gamander
  • Katzenminze

2. Ultraschall

Nicht nur die Nasen der Katzen sind empfindlich – auch ihr Gehör reagiert sensibel auf laute Geräusche. Als unbedenkliche Katzenschreck-Methode bietet sich deshalb ein Ultraschallgerät an. Wenn sich die Katze dem Sensor des Geräts nähert, beginnt dieses Töne auszustoßen, welche für die Katze unangenehm klingen. Für uns Menschen sind die Geräusche nicht hörbar.

Achten Sie beim Kauf des Ultraschallgeräts auf die Reichweite des Bewegungsmelders. Die meisten Modelle erfassen eine Umgebung von etwa zehn Metern. Abhängig von der Größe des Gartens müssen eventuell mehrere Geräte aufgestellt werden.

3. Kaffeesatz

Kaffeesatz eignet sich im Garten nicht nur hervorragend als Dünger, sondern verjagt dazu auch noch effektiv Katzen. Streuen Sie die Reste Ihres morgentlichen Kaffees also großzügig in Ihr Blumenbeet. Katzen mögen diesen intensiven Geruch nicht sonderlich und hinterlassen ihr großes Geschäft deshalb lieber woanders. Dasselbe gilt auch für andere scharfe Gewürze wie Pfeffer, Chili oder Knoblauch.

4. Wasserstrahl

Die meisten Katzen sind wasserscheu, weshalb sie beim Aufdrehen des Gartenschlauchs bereits das Weite suchen. Richten Sie den Wasserstrahl dabei jedoch auf keinen Fall direkt auf die Katze, sondern spritzen Sie lediglich in Ihre Richtung.

Übrigens: Wenn Sie eine Bengalkatze bei sich im Garten haben, wird der Gartenschlauch diese wohl kaum verjagen, sondern viel eher anziehen: Diese Katzenrasse liebt nämlich das Wasser! Zudem ist sie die jüngste Katzenrasse der Welt!

5. Pfefferminz- oder Nelkenöl

Ein bewährtes Hausmittel gegen Katzen im Garten ist Menthol-, Minz- oder Nelkenöl. Geben Sie hierfür das hochkonzentrierte Öl in eine Sprühflasche mit Wasser und verteilen Sie es an den Stellen, von denen sich die Katze fernhalten soll. Ein positiver Nebeneffekt ist der für den Menschen meist angenehme Geruch, welcher sich auf Terrasse und Balkon breitmacht.

6. Katzengranulat

Der Einsatz von Katzengranulat ist eine harmlose Methode, um Katzen fernzuhalten. Die kleinen Steinchen vertreiben die Tiere mit ihrem intensiven Knoblauchgeruch und ihrer unwegsamen Struktur. Wenn Sie dieses Mittel auf Ihre Beete streuen, wird die Nachbarskatze ganz bestimmt einen großen Bogen um diese machen.

Alternativ können Sie auch frisch gehackte Zwiebeln oder Knoblauchzehen in Ihrem Garten verteilen.

7. Rindenmulch

Katzen reagieren äußerst sensibel auf Rindenmulch. Nicht nur der Geruch, sondern auch die unebene Oberfläche macht es für die Katzen zu einem unattraktiven Revier. Bedecken Sie Ihre Blumenbeete also mit einer dünnen Schicht der zerkleinerten Baumrinde – das hält nicht nur Katzen fern, sondern verbessert zugleich Ihre Bodenqualität.

Dasselbe Ergebnis erhalten Sie im Übrigen auch, wenn Sie frischen Rasenschnitt oder Tannenzweige über Ihre Beete streuen.

Nicht alle legen Wert auf solche harmlosen Methoden, sondern greifen direkt zu grausamen Fallen und giftigen Ködern. Australien geht gegen solche Tierquäler:innen jetzt noch strenger vor: Bis zu zwei Jahren Gefängnis kann den Täter:innen drohen.

8. Alternatives Toilettenangebot

Wenn sich die Nachbarskatze partout nicht aus dem Garten verjagen lässt oder Sie die Gesellschaft der niedlichen Mieze genießen, können Sie Ihr eine alternative Toilette anbieten. Stellen Sie eine kleine, mit Sand gefüllt Kiste im Garten auf, in welcher die Katze ihr Geschäft verrichten darf. Mit Katzenminze oder Baldrian können Sie die Stubentiger zielgerichtet von den Blumenbeeten weg und hin zu dem Katzenklo locken. Säubern Sie die Sandkiste regelmäßig, damit das Tier nicht wieder auf andere Stellen in Ihrem Garten zurückgreift.

Alternativ können Sie sich auch eine eigene Katze ins Haus holen! Die Tiere markieren Ihr Revier und halten fremde Nachbarskatzen fern. Hier finden Sie raus, welche Rasse zu Ihnen passt:

Auch die unerwünschten Hinterlassenschaften von Hunden sind für viele Leute ein Ärgernis. Vor allem in Großstädten muss man genau aufpassen, wo man hintritt. Eine Gemeinde in Rheinland-Pfalz möchte den Übeltäter:innen nun auf die Spur gehen und greift dafür zu hochmodernen Techniken: Gibt es bald DNA-Analysen für Hunde?

Alles rund um Garten und Balkon sowie Neuigkeiten und Ratgeber rund um Haustiere finden Sie auf unseren ausführlichen Themenseiten.

Quellen: t-online.de, gartentipps.com, mein-schoener-garten.de

Haustiere

Haustiere

Lustiges, Wissenswertes und News zum Thema Haustiere sehen Sie in unserer Playlist!

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe