Aktualisiert: 24.03.2021 - 22:45

Ärgerliche Angelegenheit Kampf gegen Hundekot: Gibt es bald DNA-Analysen für Hunde?

Von Franziska Wohlfarth

Unmissverständlicher könnte dieses Schild eigentlich gar nicht sein. Und doch kämpfen viele Städte mit einem Hundekot-Problem.

Foto: Getty Images/imageBROKER RF

Unmissverständlicher könnte dieses Schild eigentlich gar nicht sein. Und doch kämpfen viele Städte mit einem Hundekot-Problem.

Man draußen unterwegs, achtet nicht darauf wo man hintritt und schon ist es passiert: Ein fetter Hundehaufen klebt am sauberen Schuh. Das ist eklig und ganz schön ärgerlich. Eine Gemeinde in Rheinland-Pfalz möchte den Übeltäter*innen nun auf die Spur gehen – mithilfe von DNA-Analysen.

Vor allem in Großstädten muss man besonders gut darauf achten, wo man hintritt. Denn macht man nur einen falschen Schritt, hat man für den Rest des Tages Hundekot an der Schuhsohle kleben. Gegen das Problem unerwünschter Hinterlassenschaften möchte die Stadt Selters in Rheinland-Pfalz nun drastische Maßnahmen treffen: Eine DNA-Datenbank für Hunde soll es Behörden ermöglichen, den*die Übeltäter*in ausfindig zu machen und Strafgeld abzukassieren. Doch nicht jede*r ist begeistert von der Idee...

DNA-Datenbank für Hunde: So sollten Halter*innen anhand des Kots ausfindig gemacht werden

Initiator dieses Vorschlags ist der ehemalige Polizist und Bürgermeister der Stadt Selters Rolf Jung (Freie Wähler). Statt sich nur über Hundehaufen auf der Straße zu ärgern, wollte er etwas dagegen unternehmen: Ihm kam die Idee Speichelabstriche von Hunden zu nehmen und eine DNA-Datenbank anzulegen. Durch Kotproben könnten dann die Hundehalter*innen ermittelt und zur Kasse gebeten werden.

Momentan liegt das Bußgeld für Hundekot in der Stadt Selters bei unter 100 Euro. Ob sich der ganze Aufwand für so ein geringes Bußgeld überhaupt lohnt? Das soll das Innenministerium in Rheinland-Pfalz jetzt beschließen.

Keine guten Aussichten auf Bewilligung

Nach Mitteilung eines Ministeriumssprechers sind die Erfolgsaussichten der Initiative gering. Derzeit sind 1.710 Hunde in der Verbandsgemeinde Selters registriert, davon 201 in der Stadt Selters. Der bürokratische Aufwand stünde in keinem Verhältnis zu der geschilderten Problematik und sei zudem nicht zielführend.

Südtirol macht es vor

Ganz so absurd ist die Idee von Rolf Jung jedoch gar nicht: In der südtirolischen Gemeinde Bozen wurde ein ähnlicher Antrag bereits bewilligt. Dieses Jahr noch sollen alle DNA-Daten erhoben und registriert werden. Auch das genetische Material von Wölfen soll untersucht werden. Vielleicht gibt es in der Stadt Selters also trotzdem noch Hoffnung auf kotfreie Straßen.

______________

Hundehaufen aufsammeln ist nicht so ihr Ding? Dann sollten Sie besser keinen Hund adoptieren. In unserem Quiz finden Sie heraus, welches Haustier am besten zu Ihnen passt.

Auch beim Kuscheln kann man so einiges falsch machen: SO streicheln Sie Hunde richtig!

Alles rund um Haustiere finden Sie auf unserer ausführlichen Themenseite.

Haustiere

Haustiere

Lustiges, Wissenswertes und News zum Thema Haustiere sehen Sie in unserer Playlist!

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe