Aktualisiert: 21.03.2021 - 19:22

Typische Fehler Bitte nicht am Kopf! SO streicheln Sie Hunde richtig

Von Franziska Wohlfarth

Wie streichelt man einen Hund eigentlich richtig?

Foto: Getty Images/Viorel Kurnosov

Wie streichelt man einen Hund eigentlich richtig?

Regelmäßige Streicheleinheiten stärken die Bindung zwischen Vierbeiner und Mensch. Doch wussten Sie, dass man beim Kuscheln so einiges falsch machen kann? Diese Fehler sollten Sie vermeiden.

Bereits Welpen suchen enge körperliche Nähe zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern. Und auch im Wolfsrudel ist Kuscheln ein wichtiges Ritual, um die Stabilität des sozialen Gefüges zu sichern. Damit Ihr Hund sich also pudelwohl bei Ihnen fühlt, sind ausgiebige Streicheleinheiten essentiell! Aber kann man auch Fehler machen? Und wie genau Streicheln Sie den Hund wirklich richtig? Wir verraten es.

Hunde richtig streicheln: Diese Stellen sind besonders beliebt

Das Kuscheln mit dem Vierbeiner baut Stress ab und kann sogar den Blutdruck senken! Und davon haben Sie beide etwas: Denn das Kuschelhormon Oxytocin wird bei Berührungen sowohl von Hund, als auch vom Menschen ausgeschüttet.

Kraulen am Hals oder an der Brust, kommt bei den Vierbeinen besonders gut an. Auch mit beruhigendem Streicheln über den Rücken in Wuchsrichtung des Fells oder entlang der Flanke, kann man generell nichts falsch machen. Sogar eine ausgiebige Rückenmassage tut einigen Hunden gut: Machen Sie hierfür mit Ihren beiden Daumen kreisende Bewegungen rechts und links neben der Wirbelsäule.

Diese Stellen sollten Sie vermeiden

Etwas empfindlicher sind die Tiere am Kopf – vor allem, wenn man sich dabei über den Hund beugt. Menschen wirken alleine wegen ihrer Größe bedrohlich und eine Berührung von oben, kann den Vierbeiner schnell einschüchtern. Achten Sie stets darauf, auf Augenhöhe mit Ihrem Hund zu sein; begegnen Sie ihm, wie ein Artgenosse. Ähnlich unangenehm sind Umarmungen: In der Tierwelt drücken diese mutmaßlichen Liebesbeweise, tatsächlich die Überlegenheit aus. Hunde fühlen sich durch diese bedrängt und können im schlimmsten Fall, sogar zuschnappen.

Beim Menschen ist das ganz anders: Forscher haben herausgefunden, dass Umarmungen sogar gut für die Gesundheit sind.

Der richtige Zeitpunkt

Manchmal kann man sich von seinem Wauzi gar nicht wegreißen und möchte am liebsten den ganzen Tag das weiche Fell kraulen. Doch jeder Hund ist anders und nicht alle mögen es, andauernd geknuddelt zu werden. Achten Sie auf die Körpersprache Ihres Hundes und akzeptieren Sie seine Grenzen. Wenn er sich weg dreht, zurückweicht oder duckt, sollten Sie Ihm eine Auszeit gönnen.

Man sollte es mit den Streicheleinheiten alleine auch deshalb nicht übertreiben, da man sonst das Risiko eingeht, negatives Verhalten positiv zu bestärken. Wenn der Hund beispielsweise eine*n Passant*in anbellt oder generell nervöses Verhalten an den Tag legt, versuchen viele Besitzer*innen ihn mit sanftem Tätscheln zu beruhigen. Das bestärkt den Hund in diesem Moment jedoch und es wird ihm suggeriert, dass er etwas gut gemacht hat. Streicheln Sie Ihren Hund also nur dann, wenn er gerade ruhig und entspannt ist.

Das Wichtigste auf einen Blick

Darauf sollten Sie beim Streicheln Ihres Hundes also grundsätzlich achten:

  • In ruhigen, entspannten Situationen streicheln – nicht zur Bestärkung von negativem Verhalten
  • Körpersprache beachten und den Hund nur dann streicheln, wenn es erwünscht ist
  • Nicht im Gesicht und nicht von oben herab berühren
  • Keine Umarmungen!
  • Besser: Streicheln am Rücken, Hals, Brust, Flanke, Bauch

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Es ist schon länger bekannt, dass uns das Kuscheln mit einem Hund glücklich macht. Der 13-jährige English Springer Spaniel Max ist eine der Fellnasen, die gerne Menschen aufheitert. Dafür erhält der Hund nun einen britischen Verdienstorden.

Vor allem während der Corona-Pandemie ist das Haustier ein wichtiger Anker. Tägliches Füttern und Gassigehen sorgt selbst in den schwierigsten Zeiten für Routine und Alltag. Wie hat die Zeit im Lockdown unsere Beziehung zu den Tieren verändert?

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