Aktualisiert: 15.03.2021 - 22:42

Leopard oder Hauskatze? Das ist die jüngste Katzenrasse der Welt

Von Franziska Wohlfarth

Bengalkatzen zeichnen sich durch ihre wunderschöne Musterung aus.

Foto: Getty Images/Kech

Bengalkatzen zeichnen sich durch ihre wunderschöne Musterung aus.

Bengalkatzen sind vor allem für ihre wunderschöne, leopardenähnliche Fellmusterung und ihr verspieltes Temperament bekannt. Doch wussten Sie, dass die exotische Katzenrasse erst vor etwa 30 Jahren nach Deutschland gekommen ist? Alles Wissenswerte über den Stubentiger, der eigentlich lieber raus will.

Was aussieht wie ein Mini-Leopard ist tatsächlich eine Hauskatze. Ihr raubtierartiges Äußeres verleitet zur Annahme, dass diese Rassekatze besonders scheu und aggressiv ist – doch der Schein trügt. Denn gibt man ihr genug Raum und Fürsorge, ist die Bengalkatze eine treue und anhängliche Mitbewohnerin. Alles über die jüngste Katzenrasse der Welt.

Bengalkatze: So jung ist die exotische Katzenrasse

Die Bengalkatze wird aufgrund ihres wildkatzenähnlichen Aussehens auch oft als Leopardette bezeichnet. Die amerikanische Katzenrasse ging 1963 aus Kreuzungsversuchen mit Hauskatzen und kleinen asiatischen Wildkatzen hervor. Die Genetikerin Jean Mill versuchte auf diesem Weg die bedrohten asiatischen Leopardenkatzen zu retten. Seit 1988 können wir die Schönheit der Bengalkatzen auch in Deutschland bewundern.

Ihre wilden Vorfahren haben auch heute noch Einfluss auf das Temperament der Stubentiger, denn Bengalkatzen sind noch bis ins hohe Alter aktive Sportlerinnen. Sie brauchen stets Anregung, Action, Abwechslung und geistig fordernde Beschäftigungen. Für eine artgerechte Haltung sollten sie also nie alleine gehalten werden und stets eine Vielzahl verschiedener Spielzeuge und Klettermöglichkeiten zur Verfügung haben. Außerdem ist viel Platz – am besten auch draußen – enorm wichtig. Denn wird ihr Bewegungsdrang nicht gestillt, räumen die Rabauken auch mal Schränke aus oder dekorieren die Wohnung um.

Kommunikativer Tiger

Aufgrund ihrer Wildkatzen-Vergangenheit, haben Bengalkatzen den Ruf besonders abweisend und aggressiv zu sein. Beim Spielen setzen sie zwar gerne mal ihre Krallen ein, doch böse Absichten hat die Mieze dabei nie. Dennoch sind sie mit ihrem starken Temperament keine guten Spielkameradinnen für kleine Kinder.

Doch hat man einmal ihr Vertrauen gewonnen, weicht die Bengalkatze einem nicht mehr von der Seite. Dabei ist sie vor allem gerne auf eine einzelne Person fixiert, die sie durch die ganze Wohnung verfolgen kann. Dabei macht sie mit ihrem fast aufdringlichen Schnurren, Schmusen und Miauen auf sich aufmerksam.

Echte Wasserratten

Während sich bei den meisten Hauskatzen beim Anblick von Wasser die Schnurrhaare kräuseln, kann die Bengalkatze gar nicht genug davon bekommen: Nicht einmal das Aquarium ist vor ihr sicher. Wer seiner Mieze eine Freude bereiten möchte, sollte sich ein Hundeplanschbecken anschaffen und sie in diesem herumtoben lassen.

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