Aktualisiert: 08.03.2021 - 19:08

Hund abgehauen? Das können Sie tun, wenn Ihr Haustier entlaufen ist

Von Linda Vetter

Dieser Labrador Retriever zwängt sich unter einem Stacheldrahtzaun hindurch. Ein entlaufener Hund bereitet seinem Besitzer große Sorgen. Doch Sie können viel tun, um Ihr Tier wiederzufinden.

Foto: IMAGO /

Dieser Labrador Retriever zwängt sich unter einem Stacheldrahtzaun hindurch. Ein entlaufener Hund bereitet seinem Besitzer große Sorgen. Doch Sie können viel tun, um Ihr Tier wiederzufinden.

Wenn der Hund oder die Katze nicht mehr zurück kommt, beginnt ein wahrer Albtraum für Haustierbesitzer. Wir verraten Ihnen, wie Sie bei der Suche nach dem Tier vorgehen sollten und welche Adressen Sie unbedingt kennen müssen.

Wenn der Hund oder die Katze weggelaufen und nicht wiederzufinden ist, bringt das ziemlich jeden Haustierbesitzer an den Rand der Verzweiflung. Nicht zu wissen, wo das geliebte Tier steckt oder was ihm womöglich passiert sein könnte, hält kaum ein Hunde- oder Katzenbesitzer aus. Das sollten Sie tun, wenn ihr Haustier entlaufen ist.

Haustier weg: So finden Sie entlaufene Hunde oder Katzen wieder

Manchmal reicht es schon aus, dass die Fenster, Türen oder das Gartentor nicht richtig geschlossen waren und schon büxt der Hund oder die Hauskatze aus. Aber auch Wild, eine läufige Hündin oder Katzenkämpfe bringen Hunde und Katzen zum Davonlaufen. Sind die Fellnasen nach einer gewissen Zeit noch immer nicht wieder aufgetaucht, machen sich die Besitzer große Sorgen. Die Angst, ob dem Tier etwas zugestoßen ist, schwebt immer über einem.

Verweilen Sie an dem Ort des Verschwindens

Das Wichtigste ist erst einmal: Ruhe bewahren. Jetzt panisch zu werden hat noch keinem geholfen. Hunde und Katzen haben von Natur aus einen guten Orientierungssinn. Häufig finden die Vierbeiner daher von alleine den Weg nach Hause zurück. Einige Hundebesitzer finden Ihre vermisste Fellnase häufig auch erstaunt am geparkten Auto wieder, denn auch solche Orte merken sich die cleveren Vierbeiner. Ist Ihr Hund beim Spaziergang Wild oder anderen Hunden blind hinterhergejagt, so empfehlen wir, an genau der Stelle zu warten, an der Sie und Ihr Hund sich zuletzt getrennt haben. Meistens ist das der erste Anlaufpunkt des entlaufenen Hundes.

Holen Sie sich Verstärkung bei der Suche

Wenn Sie Passanten oder Spaziergänger in der Nähe sehen, fragen Sie sie, ob sie Ihren Hund oder Ihre Katze gesehen haben. Viele Leute halten gerne die Augen offen und melden sich bei Ihnen, wenn ihr Vierbeiner doch nur hinter dem übernächsten Busch versteckt war. Holen Sie auch Familie oder Bekannte zur Hilfe und suchen Sie gemeinsam nach dem vermissten Tier.

Rufen Sie bei verschiedenen Heimtierregistern an

Wenn Ihr Haustier über eine längere Zeit verschwunden ist, dann gibt es noch weitere Möglichkeiten. Wir sprechen hier bei Hunden über einen Zeitraum von ca. drei Stunden, bei frei lebenden Katzen von mehreren Tagen. Hunde und Katzen werden heutzutage nämlich gechipt oder haben zumindest eine Nummer tätowiert. Mithilfe dieser Kennzeichnung können Sie über verschiedene Register Ihr Tier als vermisst melden und auf Neuigkeiten hoffen. Das Haustierregister Findefix des Deutschen Tierschutzbundes ist eine Möglichkeit. Nach Kontaktaufnahme Ihrerseits gleicht es die Daten mit seinem und mit auch mit weiteren Haustierregistern ab. Sie können Ihr Tier auch online unter www.findefix.de als vermisst melden. Wenn Sie Ihr Tier bereits im Vorfeld beim Tierschutzbund registriert haben, erleichtert es die Suche. Allerdings können Sie auch ohne vorherige Registrierung das Angebot nutzen.

Die Tasso-Notrufzentrale ist ebenfalls ein wichtiger Ansprechpartner im Falle entlaufener Hunde und Katzen. Wenn Sie Ihren Hund oder Ihre Katze beim Heimtierregister "Tasso" registriert haben, können Sie sie hier als vermisst melden. Die Daten werden dann mit den Vermisstmeldungen abgeglichen und Sie werden sofort informiert, sobald eine Übereinstimmung gefunden wurde.

Kontaktieren Sie auch Ordnungsamt und Polizei

Fragen Sie ebenfalls bei den Tierheimen und Tiersammelstellen in Ihrer Umgebung nach, ob Ihr Tier dort abgegeben wurde. Außerdem können Sie bei den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden, Polizeistationen, der Feuerwehr und Straßen- und Autobahnmeistereien nachfragen.

Starten Sie Suchaufrufe in der Region

Hängen Sie zudem Suchanzeigen – am besten mit Foto, Namen und Handynummer – dort aus, wo Sie Ihr Tier verloren haben, aber auch dort, wo die Menschen in der Umgebung Ihren Zettel sehen. Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt Ihre Suche beim Aushang in Schaufenstern von Bäckereien und Geschäften, an Schwarzen Brettern in Supermärkten und wenn möglich auch beim örtlichen Tierarzt.

Auch regionale Facebook-Gruppen können helfen. Posten Sie Ihre Suchanzeige in dem sozialen Netzwerk und vielleicht hat eine entfernte Nachbarin Ihre Katze oder Ihren Hund in ihrem Garten entdeckt.

Auch die Promis sind vor solchen Schrecken nicht geschützt. Was für ein Schock für Lady Gaga: Ihre Bulldoggen wurden entführt.

Mit diesen Tricks geht die Suche leichter

Das Chippen der Tiere ist in Deutschland mittlerweile vorgeschrieben. Der Eingriff bereitet dem Tier keine Schmerzen und mit einem Lesegerät kann der reiskorngroße Chip von der Polizei oder von Tierärzten gelesen werden. Zudem sollten Sie auf alle Halsbänder Ihres Haustieres Ihre Handynummer gut sichtbar schreiben. Auch eine Marke am Halsband mit Ihrer Nummer erleichtert die Suche. So können sich Passanten direkt bei Ihnen melden, wenn sie Ihr Tier gefunden haben. Wenn Sie Ihr Tier gut kennen, dann lassen Sie gegebenenfalls die Türen und Fenster am Haus stets geschlossen. Lassen Sie Ihren Hund keineswegs von der Leine, falls er in Waldgebieten dazu neigt, dem Wild nachzujagen.

In Russland wurden mysteriöse blaue Hunde entdeckt. Passen Sie gut auf, wenn Sie Ihren Hund in Industriegebieten laufen lassen!

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Quellen: Deutscher Tierschutzbund, Tasso, eigene Recherche

Oooch, wie niedlich: Er ist der süßeste Co-Pilot der Welt: Dieser Hund katapultiert Sie im Nu auf Wolke 7.

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