Aktualisiert: 12.02.2021 - 19:56

Für gesunde Fellnasen DAS sollten Sie als Hundebesitzer im Winter beachten!

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Hunde lieben Schnee! Doch im Winter bilden sich häufig fiese Schneeklumpen im Fell und bereiten den Vierbeinern Schmerzen.

Foto: gettyimages.de / Bruce Bennett

Hunde lieben Schnee! Doch im Winter bilden sich häufig fiese Schneeklumpen im Fell und bereiten den Vierbeinern Schmerzen.

Friert mein Hund im Schnee? Und wie wird man schmerzende Schneeklumpen an den Pfoten wieder los? Wir haben die Antworten für Hundebesitzer im Winter!

Wenn der Winter mit Schnee, Eis und Kälte vor der Tür steht, müssen wir uns besonders gut um unsere Vierbeiner kümmern. Die erste Freude über den Wintereinbruch ist häufig groß, denn die meisten Hunde lieben Schnee und springen fröhlich und energiegeladen in der weißen Pracht umher. Doch wenn die Temperaturen immer weiter sinken, können Hunde sich erkälten und brauchen besondere Pflege. Wir haben die wichtigsten Antworten zusammen gefasst, worauf Sie als Hundebesitzer im Winter achten sollten.

Hunde im Winter: Hilfe, mein Vierbeiner friert!

Dass ein Hund friert, merkt man meistens ganz schnell. Der Hund fängt an zu zittern und zieht auch den Schwanz ein. Hunde mit kurzem Fell und mit wenig Unterwolle sind da kälteempfindlicher als Hunde mit langem Fell wie beispielsweise Golden Retriever. Daher sollten die Hunde draußen immer in Bewegung bleiben, dann macht ihnen die Kälte nicht viel aus. Wenn es dann doch mal so richtig kalt wird, sollten Sie es vermeiden, den Hund im ungeheizten Auto oder draußen vor dem Supermarkt warten zu lassen.

Ist ein Hundemantel sinnvoll?

Einen Hundemantel brauchen gesunde Hunde eigentlich nicht. Friert ihr Hund allerdings schnell und fängt ständig an zu zittern, ist er aber sinnvoll. Auch alte oder kranke Hunde werden durch einen Hundemantel besser geschützt. Hier sollten Sie darauf achten, dass der Mantel richtig sitzt, nicht scheuert und gut vor Kälte und auch vor Nässe schützt. Die Optik ist daher immer zweitrangig. Hundepullover sollten Sie für Spaziergänge besser nicht nutzen, denn die speichern die Nässe und ihr Hund friert dadurch sogar noch mehr.

Kann sich mein Hund im Winter erkälten?

Liegt ein Hund häufig auf kalten Plätzen oder bekommt ständig kalte Zugluft ab, kann auch er sich erkälten. Genau wie bei den Menschen kann dies zu einer Schwächung des Immunsystems oder anderen Erkrankungen wie einer Blasenentzündung bei Hunden führen. Auch die trockene Heizungsluft im Haus begünstigt eine Infektion der Atemwege. Sollte sich ein andauerndes Krankheitsbild bei Ihrem Hund deutlich machen, ist eine Behandlung vom Tierarzt ratsam. Zur Vorbeugung von Unterkühlungen und weiteren Erkrankungen durch Kälte hilft es, immer schön in Bewegung zu bleiben und einen nassen Hund nach dem Spaziergang mit einem Handtuch trocken zu rubbeln.

Wie wird man Schneeklumpen im Fell wieder los?

Ein weiteres leidiges Thema, was besonders Hunde mit langem Fell betrifft, sind Schneeklumpen im Fell. Diese bilden sich schon nach kurzer Zeit im Fell und unter dem Bauch des Hundes. Grade unter den Pfoten können die Schneeklumpen für Hunde schmerzhaft werden. Der Schnee verwandelt sich zwischen den Zehen und Ballen in harte Eisklumpen. Die Fellnasen fangen an zu hinken und können vor Schmerz nicht mehr richtig auftreten. Mischt sich dann noch der spitze Streusplitt dazu, können sich die Hunde schnell verletzten und Bakterien oder das beißende Streusalz gelangt in die Wunde.

Mit einem einfachen Trick werden Sie die fiesen Klumpen aber wieder los: Die Schneeklumpen lassen sich nämlich durch wiederholtes Reiben mit den Fingern vom Fell lösen. Dies können Sie ruhig regelmäßig während des Spaziergangs im Schnee machen. Dadurch verhindern Sie, dass die Schneeklumpen immer mehr vereisen und sich am Ende nur noch schwerer wieder vom Fell lösen.

Tipps zur Pfotenpflege im Winter

Um die Bildung von Schneeklumpen unter den Pfoten von Beginn an zu verhindern, können Sie das Fell zwischen den Ballen vorsichtig stutzen. Je kürzer das Fell ist, desto weniger Angriffsfläche bieten sie den Eisklumpen. Dafür können Sie vorsichtig mit einem Trimmer die Haare zwischen den Zehen entfernen. Eine Schere sollten Sie lieber nicht benutzen, denn hier kann es schnell zu ungewollten Verletzungen kommen, sobald der Hund zuckt oder Sie abgelenkt werden.

Hilfreich ist es ebenfalls, die Pfoten vor dem Spazieren gehen mit Vaseline oder Melkfett einzureiben. Dadurch bildet sich eine Schutzschicht unter den Ballen und der Schnee bleibt nicht mehr so leicht an den Pfoten haften.

Wenn Ihr Hund besonders empfindlich an den Pfoten ist, sind Hundeschuhe auch eine Möglichkeit. Diese schützen die gesamte Pfote vor Schnee und Eis. Allerdings finden fast alle Hunde die Schuhe zunächst gar nicht toll und tapsen unkontrolliert damit herum. Daher sollten Sie den Hund erstmal im Haus an die neuen Schuhe gewöhnen.

Nach dem Gassi gehen sollten Sie die Pfoten noch unter lauwarmen Wasser reinigen. So werden die Rückstände des Streusalzes entfernt und der Hund kann es beim Lecken der Pfoten nicht mehr aufnehmen.

Ernährung im Winter: Darf mein Hund Schnee fressen?

Da auch Hunde bei Kälte mehr Energie verbrauchen als sonst, sollten Sie beim Füttern im Winter auf einiges achten. Ist Ihr Hund viel im Freien unterwegs, kann er eine höhere Futterration gut vertragen. Auch Hunde mit kurzem Fell oder ohne Unterwolle verbrauchen mehr Energie für ihren Wärmehaushalt. Aber Achtung, einige Lebensmittel sind tabu für Hunde. Hält sich Ihr Hund auch im Winter größtenteils im Haus auf, brauchen Sie aber keine großen Veränderungen in der Fütterung.

Viele Hundebesitzer fragen sich ebenfalls, ob das Schneefressen für Hunde gesund ist. Einige Hunde reagieren tatsächlich empfindlich auf die kalten Flocken. Diese führen dann im Hundebauch zu Magenverstimmungen und Bauchkrämpfen. Wirklich gefährlich wird es dann, wenn dem Schnee noch Streusalze oder Streusplitt beigemischt sind. Dadurch wird die Magenschleimhaut des Hundes ernsthaft gereizt oder geschädigt. Auch Frostschutzmittel sind hochgiftig für Hunde! Daher sollte Schneefressen am Besten von vornherein unterbunden werden.

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