Aktualisiert: 25.10.2020 - 11:20

Schau mir in die Augen... Miezenflüsterer: So wickeln Sie jede Katze um den Finger!

Sich mit einer Katze anzufreunden, ist gar nicht so einfach. Es gibt aber einen wissenschaftlich erwiesenen Trick, mit dem Streicheleinheiten viel wahrscheinlicher werden.

Foto: iStock.com/Pawzi

Sich mit einer Katze anzufreunden, ist gar nicht so einfach. Es gibt aber einen wissenschaftlich erwiesenen Trick, mit dem Streicheleinheiten viel wahrscheinlicher werden.

Katzen haben ihren eigenen Kopf. Da kann auf einen kurzen Moment der Zuneigung auch mal die Kralle folgen. Wie eine Katze Ihnen aber gleich von Beginn an wohlgesonnen ist? Nun, da gibt es diesen einen Trick... und der hat nichts mit Katzenminze zu tun!

Es ist doch kurios: Wer Katzen nicht mag, wird von den Minitigern oft eher beachtet als jemand, der ihnen gleich viel Aufmerksamkeit schenkt. Katzen sind Freigeister. Nicht jeder schafft es, ihre Gunst zu wecken – oder? Nunja, die Wissenschaft zeigt: Jeder kann sich mit Katzen anfreunden – mit einem kleinen Trick!

Die Freundschaft einer Katze? Mit einem kleinen Trick klappt's!

Katzen sind doch außergewöhnliche Tiere. Außergewöhnlich hübsch, außergewöhnlich süß – und gerne auch außergewöhnlich kaltherzig, kann man meinen. Man weiß einfach nicht, was in ihnen vorgeht, wenn sie im einen Moment uuuunbedingt vor die Tür wollen, nur um Sekundenbruchteile später wieder miauend davorzusitzen – oder wenn sie mit Schnurren und Beine Umkreisen unsere Aufmerksamkeit verlangen, um kurz darauf die mit nicht ganz ungefährlichen Krallen besetzte Tatze zur Abwehr des Eindringlings in den persönlichen Raum einzusetzen.

Der eine findet das gut, andere können mit der schnell abkühlenden Katzenschulter nichts anfangen. Aber wer auch nur minimal ein Herz für Stubentiger hat, der wünscht sich doch schon manchmal ein kleines Wunder, um eine Katze von sich zu überzeugen.

All diese Katzenfreunde können jetzt aufatmen – Forschern der University of Sussex zum Dank! In einer Studie haben sie doch tatsächlich herausgefunden, wie man es schafft, sich mit einer Katze anzufreunden – oder zumindest von ihr toleriert zu werden. Manchmal muss das einfach reichen. Ein kleiner Trick hilft – und der hat damit zu tun, wie wir die Katze ansehen.

Zuzwinkern – aber gaaanz langsam!

Mit einem einzigen Blick kann das Eis nämlich schon gebrochen sein! Genauer gesagt: Wickeln Sie eine Katze am besten mit Zuzwinkern um den Finger. Aber mit einem sehr langsamen Zwinkern! Die Forschenden bezeichnen die Geste als "Slow Blink", also eben "langsamer Zublinzler". Sprich: Sie kneifen die Augen ganz langsam zusammen – so, wie es Katzen auch gerne einmal tun.

Das Ganze funktioniert am besten so, sagt Prof. Karen McComb von der University of Sussex:

  • Sanft lächeln, dabei die Augen langsam beide schließen, für ein paar Sekunden geschlossen halten und langsam wieder öffnen.

Das, so die Wissenschaftler, kann dazu führen, dass die eigene – oder eigentlich jede – Katze freundlich reagiert oder zumindest eher dazu bereit ist, Nähe zuzulassen.

Zwei Experimente: Beide erfolgreich

Dass dieser Trick sowohl bei Katzenbesitzern und ihren eigenen Katzen, aber auch bei Katzen, die einem Fremden begegnen, funktioniert, haben die Forscher an zwei Experimenten mit ebendiesen beiden Gruppen getestet.

Zwar haben mehr Katzen ihrer eigenen Katzenmama oder dem Katzenpapa zurückgezwinkert – offenbar, weil sowieso bereits mehr Vertrauen zwischen beiden herrscht.

Doch auch fremde Katzen ließen sich eher auf Nähe gegenüber einem unbekannten Menschen ein, wenn dieser zuvor den "Slow Blink" angewendet hat. Bei neutralem Ausdruck blieben die Katzen dagegen vermehrt desinteressiert oder zogen sich zurück.

Übrigens: Der "Slow Blink" ist unter Katzenfreunden schon bekannt und gilt schon länger als katzenfreundliches Verhalten. Doch mit dem Experiment konnte erstmals wissenschaftlich gezeigt werden, wie sich Beziehungen zwischen Mensch und Katze aufbauen lassen.

Also: Neuer feliner Freund gesucht? Versuchen Sie es doch einfach mal bei der nächsten Katze, und probieren Sie den "Slow Blink", das langsame Blinzeln. Wir sind gespannt!

Sie sehnen sich jetzt auch nach flauschiger Gesellschaft? Die Frage, ob eine Katze überhaupt das richtige Haustier für einen ist, sollte reiflich überlegt und gut beantwortet werden. Kennen Sie schon das Katzenhotel? Das könnte helfen! Ist der Entschluss für ein Haustier gefasst und alle Rahmenbedingungen geschaffen, ist es doch das Beste, einem Tierheimtier endlich ein richtiges Zuhause zu geben. Einzelprinzessin Ruby aus dem Tierheim Berlin sucht beispielsweise derzeit eine neue Familie.

Übrigens, wer seine Katze liebt, will ihr auch nur das beste Futter geben. Stiftung Warentest hat sich da mal ein paar Marken angesehen:

Das sind die besten Katzenfutter laut Stiftung Warentest
Das sind die besten Katzenfutter laut Stiftung Warentest
Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe