30.04.2020 - 16:48

Stiftung Warentest Katzenfutter im Test: Die Teuren überzeugen nicht!

Das sind die besten Katzenfutter laut Stiftung Warentest

Das sind die besten Katzenfutter laut Stiftung Warentest

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Stiftung Warentest hat Katzenfutter getestet. Die Ergebnisse dürften Tierfreunden sauer aufstoßen – denn viele, gerade teure Futtermischungen überzeugen nicht, können sogar schädlich sein.

Ist die Katze glücklich, ist es auch ihr Mensch. Also macht ihr Mensch der Katze gerne eine Freude – etwa in Form von Futter. Und da ist die Katze durchaus ein wählerisches Tier. Können Sie so bestätigen? Einen Blick auf die Essgewohnheiten Ihres Stubentigers sollten Sie trotzdem werfen. Stiftung Warentest hat Katzenfutter getestet – und die Ergebnisse sind zumindest für Ihren Geldbeutel gut: Denn am besten schnitten die günstigen Marken ab. Bei vielen teuren Produkten hingegen hagelte es schlechte Noten.

Der Katzenfutter-Test zeigt: Gutes kann auch günstig sein

30 Nassfutter für Katzen hat sich Stiftung Warentest angeschaut, allesamt Alleinfuttermittel für ausgewachsene Katzen. Getestet wurde dabei auf die Zusammensetzung – den passenden Nährstoffmix – sowie auf Schadstoffe, die Angaben zur Fütterungsmenge. Mehr als die Hälfte der Futtermittel konnten sich dabei Noten im Bereich "gut" bis "sehr gut" sichern. Dabei gab es vor allem für günstige Produkte Bestnoten:

So konnten die Eigenmarken von Kaufland, Edeka, Lidl, Rewe und Rossmann jeweils die Bestnote "sehr gut" absahnen. Laut Tester enthalten die Futtermischungen hochwertiges und gut verdauliches Eiweiß sowie Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren in einem gesunden Mischungsverhältnis. Dabei kosten sie nicht einmal viel: Für eine Katze mit einem Gewicht von vier Kilogramm kommt man bei den Eigenmarken auf einen Tagespreis von 22 bis 53 Cent.

Bei den teureren Markenprodukten konnte hingegen nur eines so richtig überzeugen: Zwar ist das Nassfutter von "Kitekat" pro 100 Gramm gleich viermal so teuer wie die Eigenmarken der Märkte – pro Packung nämlich 55 Cent. Aber aufgrund seiner gesunden Zusammensetzung gab es trotzdem die Note "sehr gut". Die getesteten Nassfutter von "Whiskas" und "Sheba" erhielten die Note "gut".

Zu viel Phosphor und Natrium: Sechs Feuchtfutter fielen durch

Sechs der 30 getesteten Produkte bekamen den Stempel "mangelhaft" aufgedrückt. Fünf davon waren Markenprodukte. Durchgefallen sind etwa Nassfutter-Produkte von Bozita, Fressnapf, Miamor, Purina (unter anderem Felix) und Vitakraft.

Der Grund für die schlechte Bewertung findet sich vor allem im zu hohen Gehalt von Stoffen wie Phosphor, Natrium oder Kalium. Sie sind zwar elementar wichtig, aber ein Zuviel dagegen kann krank machen. So schadet zu viel Phosphor etwa den Nieren von Katzen. Und das macht sich vor allem bei älteren Katzen schnell bemerkbar, warnen die Tester: Bis zu 35 Prozent aller älteren Katzen entwickeln eine chronische Nierenerkrankung.

Doch auch eine falsche Zusammensetzung dieser Elemente oder ein Zuwenig an bestimmten Stoffen ließ einige der Produkte durchfallen. Die Tester bemängelten bei sieben Futtermitteln, dass zu wenig Jod vorhanden war. Fehlt Jod, kann das auch bei Katzen zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.

Bio-Futter: Erstmals überzeugte ein Produkt

In vorherigen Tests fiel Bio-Katzenfutter übrigens immer durch. Diesmal konnte eines davon aber überzeugen: "Dein Bestes Bio reich an Huhn mit Pute, Karotte und Rapsöl" von dm bekam die Note "gut".

Immerhin: keine Schadstoffe gefunden

Aufatmen heißt es dann noch in Sachen Schadstoffe: Keines der 30 getesteten Produkte beinhaltet Stoffe, die eigentlich gar nicht ins Futter gehören. Und auch fanden die Tester keine Hinweise auf minderwertige Zutaten. Zucker wurde nur in so geringen Mengen gefunden, dass er dem Haustier keinen Schaden zufügt.

Das sind doch gute Grundlagen für ein leckeres Mahl für die Katz' – und wer jetzt überlegt, den Zuhause-Zoo weiter aufzustocken, kann sich dazu wunderbar im Tierheim umsehen. Schauen Sie doch mal im Tierheim Berlin vorbei – dort sucht beispielsweise Katze Fellini ein neues Zuhause.

Mehr zu Stiftung Warentest? Hier finden Sie die genauen Katzenfutter-Testergebnisse aus der Zeitschrift "Test", Ausgabe 5/2020.

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