Aktualisiert: 05.04.2020 - 15:47

Schwere Vergiftungserscheinungen Vorsicht! Teebaumöl ist hochgiftig für Katzen!

Zum Glück mögen sie den Geruch schon nicht. Dennoch sollten Sie Teebaumöl von Ihrer Katze fernhalten, denn es ist für sie hochgiftig!

Foto: iStock/tverkhovinets

Zum Glück mögen sie den Geruch schon nicht. Dennoch sollten Sie Teebaumöl von Ihrer Katze fernhalten, denn es ist für sie hochgiftig!

Bei uns Menschen ist Teebaumöl ein gerne genutztes Mittel zum Schutz vor Läusen oder anderen Insekten. Doch sollten Sie damit auf keinen Fall Ihre Katze behandeln!

Zum Schutz vor Insekten wollen viele auf natürliche Mittel ausweichen – auch bei ihren geliebten Haustieren. Doch hier ist Vorsicht geboten. Denn nicht alles, was beim Menschen wirkt, ist auch gut fürs Tier. So ist etwa das gern genutzte Teebaumöl hochgiftig für Katzen! Sie könnten es nämlich ablecken, was im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Was die Alternativen sind, erklärt Tierheilpraktikerin Monika Weßeling.

Teebaumöl: Bitte nicht bei Katzen anwenden

Teebaumöl ist ein Naturprodukt und stammt vom australischen Teebaum ab, der zu den Myrtengewächsen zählt. Es hat mittlerweile in vielen Haus-Apotheken seinen festen Platz gefunden. Viele Menschen nutzen das Öl zur Behandlung von juckenden Insektenstichen oder auch in verdünnter Form zum Gurgeln. Es kann bei Entzündungen helfen. Jedoch ist es nicht als Arzneimittel zugelassen. Einzelne Bestandteile des Teebaumöls sind giftig, etwa Phenole und Terpene.

Das Öl hat einen starken Eigengeruch. Katzen würden es daher kaum freiwillig auflecken. Doch sollten Sie es dennoch auf keinen Fall etwa zur Bekämpfung von Flöhen nutzen! Denn die Katze kann es beispielsweise über das Putzen des Fells aufnehmen oder irgendwo hineintreten und dann die Pfote ablecken. Auch Sie sollten sich sehr gründlich die Hände waschen, falls Sie Teebaumöl für sich selbst benutzen und eine Katze halten.

Starke Vergiftungserscheinungen bis zum Tod

Der Grund: Ätherische Öle kann der Stoffwechsel von Katzen nur sehr langsam verarbeiten, daher reichern sich solche Stoffe im Körper des Tieres nach und nach an. Symptome einer Vergiftung mit Teebaumöl bei der Katze können Taumeln, Schwäche und Muskelzittern sein. Auch Fressunlust, Darmprobleme und Abmagerung können hinzukommen, wenn die Katze mit Teebaumöl in Kontakt gekommen ist. Die Katze kann im Verlauf sogar ins Koma fallen, die Vergiftung kann zum Tod führen.

Auch bei Hunden und Pferden ist Vorsicht geboten

Doch nicht nur Katzen kommen nicht gut mit dem Öl klar, auch Hunde und Pferde können darauf schlecht reagieren, jedoch kann eine verdünnte Anwendung hier durchaus vorgenommen werden. Auch bei Hunden sollten Sie das Öl aber auf keinen Fall unverdünnt anwenden. Zudem sollte der Hund es auch nicht auf- oder ablecken können. Viele Hunden finden den Geruch des Teebaumöls mit ihrer Super-Nase glücklicherweise sowieso widerlich.

Wie jedes ätherische Öl kann auch Teebaumöl eine Allergie auslösen. Also testen Sie bei Hunden und Pferden bitte immer erst an einer kleinen Stelle Haut, wenn das Öl eingesetzt werden soll. Halten Sie vor der Anwendung Rücksprache mit Ihrem Tierarzt.

Alternativen gegen Flöhe nutzen

Vor allem bei Katzen, aber besser auch bei anderen Tieren, sollten Sie zur Flohbekämpfung auf Alternativen zurückgreifen. Beispielhaft ist hier Kieselgur zu nennen, das den Panzer von Flöhen austrocknet. Ganz wichtig ist das tägliche Kämmen mit dem Flohkamm und die intensive Reinigung aller Flächen im Haushalt sowie das Waschen der Liegeplätze, und zwar über mehrere Wochen.

Zur Vorbeugung gegen Flöhe können Sie sowohl Hunden als auch Katzen geringe Mengen Kokosöl ins tägliche Futter geben (bei der Katze ist eine Messerspitze Kokosöl ausreichend). Kaufen Sie ein Produkt mit mindestens 50 Prozent Laurinsäure. Mit den Händen können Sie zusätzlich mehrmals in der Woche über das Fell streichen.

Achten Sie außerdem auf ein gutes Immunsystem bei Ihrem Tier. Hier eignen sich viele homöopathische Mittel, aber auch Vitalpilze, Vitamine usw. Die Therapie damit muss aber individuell durch einen Therapeuten erfolgen.

Übrigens ist auch Frostschutzmittel hochgiftig für Katzen und Hunde! Mehr über Haustiere lesen Sie auf unserer Themenseite.

Monika Weßeling ist Tierheilpraktikerin und Katzenexpertin in Langenfeld (Rheinland). Mehr Infos zu ihr und ihrer Arbeit finden Sie auf tierheilpraxis-wesseling.de

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