24.01.2020

Ab in die Wanne, Dreckspatz Hunde richtig baden: Der Experte klärt auf

Von

Immer mit der Ruhe – Gelassenheit ausstrahlen, das hilft, damit der Badetag für beide Seiten stressfrei wird. Den Hund – wenn möglich – in die Wanne heben. Das ist schonender für seine Gelenke.

Foto: iStock: MirasWonderland

Immer mit der Ruhe – Gelassenheit ausstrahlen, das hilft, damit der Badetag für beide Seiten stressfrei wird. Den Hund – wenn möglich – in die Wanne heben. Das ist schonender für seine Gelenke.

Wenn "Waldi" einen Tunnel gebuddelt, "Fiete" sich im Kuhfladen gewälzt und "Mia" im Schlamm gewühlt hat, dann ist ein Waschtag dringend nötig, oder?

Ach, wie süß. Dem Hund einmal so richtig den Kopf shampoonieren. Und dann ein paar Tropfen Parfum aufs Fell? Bloß nicht, warnt Experte Dr. Georg Sanders. Das ist schädlich. Was Sie alles beachten müssen, wenn Sie Ihrem Hund ein Bad verpassen wollen, erfahren Sie im Interview mit dem Purina PetCare Experten.

Im Interview mit BILD der FRAU verrät Experte Dr. Georg Sanders, was Sie bei einem Bad Ihres vierbeinigen Freundes beachten müssen.

BILD der FRAU: Wann sollte man seinen Hund waschen?

Dr. Sanders: Das Baden sollte immer eine Ausnahme sein! In der Regel gilt: Schmutz besser ausbürsten. Bei nassem Fell oder schlammigen Pfoten reicht eine Schmutzfangmatte, die Dreck und Wasser aufsaugt. Nur wenn die Haare verfilzen oder der Hund stark riecht, ist ein Bad okay.

Wie oft darf er also unter die Dusche oder in die Wanne?

Hundefell ist mit einem leichten Talg-und Fettfilm überzogen, der Schmutz und Nässe abhält. Durch zu häufiges Baden wird diese Schutzschicht zerstört. Der Hund wird anfälliger für Hauterkrankungen. Nach einem Bad braucht die Hundehaut circa sechs Wochen, um sich zu regenerieren. Also maximal alle zwei Monate baden, besser seltener. Und Welpen nie.

Der Hund sollte nie gezwunden werden

Wie sieht ein hundegerechtes Bad aus? Worauf kommt's an?

Die Wanne mithilfe einer Badematte rutschfest machen. An der Handbrause einen sanften Wasserstrahl und maximal 35 °C einstellen. Bei den Pfoten beginnen: Den Hund von unten nach oben vorsichtig nass machen. Für den Kopf aber nur ein Waschtuch verwenden.

Darf ich Shampoo benutzen?

Wasser reicht aus. Ist der Schmutz sehr hartnäckig, helfen rückfettende, nicht parfümierte Hundeshampoos mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 8,6 (Fachhandel). Menschen-Shampoos sind total ungeeignet. Gut ausspülen, den Hund noch in der Wanne trocken reiben. Danach freut er sich über ein warmes Plätzchen. Wichtig: Den Hund nie zwingen. Zur Not reicht ein feuchter Waschlappen.

Noch mehr zum Thema Haustiere erfahren Sie auf unserer Themenseite.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen