13.08.2019

Allergiker aufgepasst Ende der Katzenallergie? Neue Impfung gibt Hoffnung!

Endlich keine Allergie mehr gegen Fellnasen? Forscher haben einen Impfstoff entwickelt, der Menschen vor Katzenallergie schützt.

Foto: Shutterstock/4 PM production

Endlich keine Allergie mehr gegen Fellnasen? Forscher haben einen Impfstoff entwickelt, der Menschen vor Katzenallergie schützt.

Katzenfreunde, die ihre Liebe den Vierbeinern gegenüber aufgrund einer Katzenhaarallergie bisher nicht ausleben konnten, können bald aufatmen – im wahrsten Sinne des Wortes. Forscher entwickeln einen Impfstoff, der die Allergieauslöser blockiert. Der Clou: Nicht der Mensch wird geimpft.

Die Augen tränen, die Nase läuft, die Haut juckt. Allergiker können ein Lied davon singen. Wenn dann auch noch eine Allergie gegen Katzen vorliegt, obwohl man die Tiere so sehr mag, ist das Leid umso größer. Klar, es gibt auch spezielle Rassen, die antiallergisch sind. Aber was, wenn man sich nun mal mit der Katze der besten Freundin angefreundet hat und die eben ein ganz normaler Stubentiger ist – oder plötzlich eine Allergie gegen die eigene Katze entwickelt? Forscher des Universitätsspitals Zürich arbeiten nun daran – an einer Impfung gegen Katzenallergie. Und die wird nicht dem Menschen verabreicht, sondern der Katze, deren allergieauslösendes Protein dadurch gehemmt wird.

Imfpung gegen Katzenallergie: Protein ist Auslöser

Rund acht Millionen Katzenbesitzer soll es in Deutschland geben. Die Zahl der Allergiker liegt bei rund 10 Prozent der Bevölkerung – seit Jahrzehnten steigend. Viele Katzen landen daher irgendwann im Tierheim, weil ihre Besitzer eine Allergie entwickelt haben. Auslöser ist ein bestimmtes Protein, ein Eiweiß, das in Speichel und Tränenflüssigkeit von Katzen steckt.

Das Protein "Fel d 1" (Felis domesticus – Hauskatze) verteilt sich auf dem Fell der sauberkeitsliebenden Tiere, die sich regelmäßig "putzen", also Fellpflege mit der Zunge betreiben. Wer allergisch ist und eine Katze krault, bzw. mit ihr die Raumluft teilt, kommt also damit in Verbindung, denn Katzenhaare und Hautschüppchen verteilen sich in der Luft und gelangen in die Atemwege. Die Reaktion erfolgt mit den typischen Symptomen:

  • Kribbeln in der Nase bis hin zum Juckreiz
  • Niesen
  • tränende Augen
  • in manchen Fällen auch juckende Haut

Nicht der Mensch wird geimpft – sondern die Katze

Die Forscher des Universitätsspitals Zürich haben nun aber einen Stoff entwickelt, der das Protein neutralisiert, damit es sich nicht mehr auf dem Fell verbreiten kann. Nach Gabe einer Spritze mit dem Stoff entwickelt die Katze Antikörper dagegen. Ganz verschwindet es nicht, aber es wird zumindest soweit reduziert, dass sich die Allergiesymptome beim Menschen ebenfalls reduzieren oder im besten Fall nicht mehr auftreten.

Für die Katze soll der Impfstoff, der auf den Namen HypoCatTM hört, ungefährlich sein. Er wurde bereits an Katzen getestet, die dreimal innerhalb von drei Wochen damit geimpft wurden. Laut Forscherteam haben die Katzen den Stoff gut vertragen, die Antikörper hätten sich bereits kurz nach der Impfung im Körper ausgebreitet und seien über einen lange Zeitraum nachweisbar. Das allergieauslösende Protein nimmt ab und ist zudem weniger aktiv.

Ein gutes Zeichen und beruhigend für Tier und Mensch. Wann der Impfstoff fürs Haustier allerdings serienreif wird, ist bisher nicht bekannt. Bis dahin müssen wir wohl noch mit Allergien und Intoleranzen leben. Lesen Sie auch, was im Körper bei einer Allergie eigentlich passiert.

Wissen Sie, was Ihr Stubentiger Ihnen den lieben langen Tag mitteilt? Katzensprache verstehen und Laute und Verhalten deuten kann gar nicht so einfach sein, haben die Tiere doch ihren eigenen, starken Willen. Wir geben Tipps.

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