27.03.2019

Hochansteckende Krankheit Staupe-Virus: Für Hunde kann die Krankheit tödlich enden!

Von

Vorsicht beim Waldspaziergang: Das von Wildtieren übertragene Staupe-Virus ist hoch ansteckend und besonders für unsere Vierbeiner sehr gefährlich.

Foto: iStock/K_Thalhofer

Vorsicht beim Waldspaziergang: Das von Wildtieren übertragene Staupe-Virus ist hoch ansteckend und besonders für unsere Vierbeiner sehr gefährlich.

Wenn man über Impfungen spricht, gehen die Meinungen heute zuweilen recht weit auseinander – auch beim Haustier. Hier geht es allerdings um eine wirklich tödliche Krankheit, die zeigt, wie wichtig der Schutz auch bei Vierbeinern ist.

Bei einem seltsamen, abwesenden, vielleicht sogar aggressiven Verhalten eines Hundes würden viele vielleicht an Tollwut denken. Ähnliche Symptome weisen allerdings auch Tiere auf, die mit dem Staupe-Virus infiziert sind. Und diese Erkrankung kann bei Hunden tödlich enden oder zumindest Langzeitschäden verursachen. Ein Medikament gibt es nicht, nur die Symptome können gelindert werden.

Staupe-Virus zurück in Deutschland

Das Virus wurde erstmals im 18. Jahrhundert beobachtet und war eine der häufigsten Infektionskrankheiten, die bei Hunden tödlich verliefen. Obwohl es lange als ausgerottet galt, wurden im letzten Jahr wieder einige Fälle von erkrankten und toten Füchsen gemeldet. Insgesamt waren 20 Tiere im Osten von Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen gefunden worden.

Warum Impfen die beste Medizin ist

Die Wildtiere können die Erreger an unsere Hunde weitergeben – mit dramatischen Folgen. Denn auch bei Hunden verläuft Staupe oftmals tödlich. Besonders sehr junge oder alte, schwache Tiere sind anfällig für das Virus, da sie ein schwächeres Immunsystem haben. Die Erreger werden entweder durch Ausscheidungen eines infizierten Tieres oder auch durch direkten Kontakt und Körperflüssigkeiten (Tröpfcheninfektion) übertragen. Jagdhunde sind daher besonders gefährdet.

Ein Grund für die Rückkehr und Verbreitung des Staupe-Virus sind vor allem Welpen, die aus dem Ausland importiert werden, aber nicht ausreichend, wenn überhaupt, geimpft sind. Doch auch die Impfmüdigkeit vieler Hundebesitzer stellt dabei ein Problem dar, obwohl der Stoff einen zuverlässigen Schutz bietet und er zu den Standardimpfungen (Core-Impfung) gehört.

Symptome des Virus erkennen

Ist ein Tier erst erkrankt, gibt es kein spezielles Medikament gegen das Virus selbst. Es führt zu einer Entzündung von Lunge, Darm und Gehirn. Nur die Symptome können behandelt werden, welche dann meist Fieber, Teilnahmslosigkeit, ein auffälliges Verhalten und der Verlust von natürlicher Scheu sein können. Oftmals leiden infizierte Tiere auch unter Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag oder im weiteren Verlauf sogar unter Lähmungen. Durchfallerkrankungen beim Hund sind schon allein als Symptom nicht zu unterschätzen.

Auch, wenn die Erkrankung überlebt wurde, bleiben häufig Verhaltensstörungen oder Epilepsie, die dann auch "Staupe-Tick" genannt werden.

Bei der Diagnose ist allerdings Vorsicht geboten! Man kann sie nicht an einzelnen Anzeichen festmachen. Die Immunisierung ist aufgrund der ernstzunehmenden Gefahr also jedem Hundebesitzer unbedingt ans Herz zu legen. Für Menschen ist die Krankheit allerdings ungefährlich.

Leider ist Staupe längst nicht die einzige bedrohliche Krankheit für unsere Haustiere. Gerade jetzt, wo mit den warmen Tagen auch die Zecken zurückkehren, sollte man unbedingt auch über die sogenannte Hundemalaria Bescheid wissen – und etwa vermeiden, im Garten giftiges Schneckenkorn zu streuen.

Der Hund gilt als des Menschen bester Freund. Kennen Sie schon die beliebtesten Hunderassen?

Seite
Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen