15.02.2019

Das Leben des Hundetrainers Martin Rütter: Wie er zu den Hunden kam

Von

"Der Hundeprofi" Martin Rütter ist ein beliebter Gast in Talkshows. So tickt der humoristische Hundetrainer privat...

Foto: imago

"Der Hundeprofi" Martin Rütter ist ein beliebter Gast in Talkshows. So tickt der humoristische Hundetrainer privat...

Martin Rütter ist mittlerweile nicht nur Hundefans bekannt. Der sympathische Hundetrainer ist schließlich oft im Fernsehen zu sehen. Aber wer steckt eigentlich hinter der Person?

Schon seit 2003 ist der wohl bekannteste Hunde-Experte Deutschlands längst nicht mehr nur auf dem Hundeplatz zu finden, sondern in erster Linie auf der Bühne und vor der Kamera. Aber wie kam es eigentlich dazu – und woher kommt seine Leidenschaft für die Vierbeiner? So ist Martin Rütter (44) privat.

Martin Rütter privat: So kam er zum Hund

In seiner Heimatstadt Duisburg verbrachte Martin Rütter als Kind viel Zeit auf dem Fußballplatz. Schnell wurde ihm jedoch klar, dass sein Traum Profifußballer zu werden, aufgrund mangelnden Talents, wohl nicht in Erfüllung gehen würde. Dem Sport wollte er aber trotzdem treu bleiben und entschied sich vorerst für ein Studium der Sportpublizistik an der Sporthochschule Köln.

In all dieser Zeit begleitete ihn jedoch schon das große Interesse an dem Verhalten von Hunden und ihrer Beziehung zum Menschen. Als Nebenjob während des Studiums trainierte Rütter bereits mit Hunden – mit der Zeit wurden die Tiere immer wichtiger in seinem Leben. 1992 erhielt Rütter die großartige Chance sich in Australien umfassend mit Dingos zu beschäftigen. Noch dazu durchlief Martin Rütter verschiedene Praktika in Wolfaufzuchtsstationen. Danach wusste er, dass er seine Aufmerksamkeit ausschließlich diesen Tieren widmen möchte. Sein Wunsch brachte ihn zur Akademie für Tierheilkunde ATN AG Schweiz, wo er Tierpsychologie studierte.

Von einer zu über 100 Hundeschulen

Anfangs bildete Rütter Blindenführ- und Rollstuhlbegleithunde aus, bevor er 1995 in Erftstadt das erste "Zentrum für Menschen mit Hund" gründete, basierend auf seiner DOGS-Philosophie (Dog Orientated Guiding System), bei der es um eine individuelle und partnerschaftliche Ausbildung von Mensch und Hund geht. Mittlerweile gibt es über 100 Hundeschulen mit speziellen DOGS-Coaches, die nach diesem Prinzip arbeiten. Auch diverse Bücher hat der 44-Jährige rund um die Themen Erziehung, Verhalten und Bedürfnisse von Hunden veröffentlicht. Umfassende Ratgeber, die für jede Situation das nötige Wissen bereithalten sollen.

Der Weg zum TV

Für die Produktion "Eine Couch für alle Felle" war er das erste Mal als Berater für das Fernsehen tätig. Seit 2008 ist er in der Reality-Doku "Der Hundeprofi" bei VOX zu sehen. Dort besucht er unterschiedliche Herrchen und Frauchen und gibt ihnen Tipps, wie sie Probleme mit ihren Vierbeinern am besten lösen können.

In seinen Bühnenprogrammen "Hund-Deutsch/Deutsch-Hund" (2010), "Der tut nix!" (2012) und "NachSITZen" (2014) begeisterte er seine Zuschauer bereits mit informativen und zugleich witzigen Shows. Seit Januar 2018 ist er mit "Freispruch" auf Tour und möchte mit unterschiedlichsten Mythen und Vorurteilen aufräumen, bei denen die Hunde als Schuldige gesehen werden, obwohl es laut Martin Rütter an uns Menschen ist, unsere Haustiere gesellschaftsfähig zu machen.

Seine Familie

Sein Privatleben hält Rütter größtenteils aus der Öffentlichkeit fern. Der Zeitschrift "Brigitte" sagte er vor längerer Zeit, das seine Frau Beruf Bianca Visagistin ist und "eher Angst vor Hunden hat". Das Paar hat vier Kinder, zwei Jungs und zwei Mädchen.

Private Schwierigkeiten

Auch, wenn es ihm normalerweise nicht anzumerken ist, hat der Hundeflüsterer doch immer wieder mit privaten Ereignissen zu kämpfen. Im Dezember letzten Jahres zum Beispiel nahm er seine Zuschauer bei "Der Hundeprofi – Unterwegs" mit zu einem Besuch bei seiner Mutter, die in einem Heim lebt und an Demenz erkrankt ist. Anfangs habe es eine große Umstellung bedeutet, doch mittlerweile könne er gut mit der Krankheit umgehen und die Familie versucht jeden Besuch zu einer schönen Zeit mit Großmutter Hanni zu machen, erklärte Rütter in seiner Sendung.

Herzinfarkt mit 37 Jahren

Noch dazu kam jedoch vor Kurzem, dass Martin Rütter selbst ins Krankenhaus musste. Im Alter von 37 Jahren hatte er bereits einen Herzinfarkt, weswegen er sich nun grundsätzlich mehr Pausen gönnt. Dieses Mal ging es um eine Bauch-OP, die er aber glücklicherweise gut überstanden hat. Nach kurzer Zeit war er wieder so fit, dass er seine "Freispruch"- Tour nun auf jeden Fall fortsetzt.

Mehr zum Thema Haustiere gesucht? Dann schauen Sie auf unserer Themenseite vorbei!

Seite

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen