14.01.2019

Schwer erziehbar? Diese Tricks helfen bei der Katzenerziehung

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Wer sich eine Katze anschaffen möchte, sollte mit einkalkulieren, dass die Stubentiger ihren eigenen Kopf haben. Lesen Sie, mit welchen einfachen Tricks Sie Ihre Katze bändigen können.

Foto: iStock/AJ_Watt

Wer sich eine Katze anschaffen möchte, sollte mit einkalkulieren, dass die Stubentiger ihren eigenen Kopf haben. Lesen Sie, mit welchen einfachen Tricks Sie Ihre Katze bändigen können.

Ihre Katze hört nicht auf Sie und lässt Sie verzweifeln? Wir haben einige Tipps und Tricks, die bei der Katzenerziehung zu Erfolg führen.

Katzen können echte Dickköpfe sein. Denn obwohl sie mit wahrhaft feinhörigen Ohren gesegnet sind, schalten sie gerne mal auf Durchzug, wenn ihnen etwas gerade so gar nicht in den Kram passt. Fest steht: Anders als Hunde sind Katzen nur schwer erziehbar. Denn sie machen das, wonach ihnen und nicht Ihnen der Sinn steht.

Doch mit den richtigen Tricks können Sie es schaffen, dass Ihre Katze auf Sie hört: zum Beispiel mit dem richtigen Namen. Der Katzenexperte und Buchautor Alexander Zimmermann kennt einige Tipps für die Katzenerziehung:

Katzenerziehung und der perfekte Katzenname

BILD der FRAU: Katzen sind zwar für ihr ausgesprochen gutes Gehör bekannt, doch wenn es um ihren Namen geht, haben sie oftmals doch keine Ohren. Gibt es einen perfekten Katzennamen, auf den sie besonders gut hören?

Den einen perfekten Namen gibt es natürlich nicht. Aber es wäre schon mal ganz praktisch, wenn der Name zwei Silben hat. "Es gibt Futter, Herr Müller-Lüdenscheid!", ruft es sich natürlich auch sehr schlecht. Also zwei Silben und am besten einen Vokal am Ende. Da machen Sie nichts verkehrt.

Susi, Sissi, Mausi – das funktioniert ganz gut. Wichtig ist, dass die Katze schon früh und sehr häufig bei ihrem Namen genannt wird und diesen mit etwas Positivem assoziiert. Stichwort: Leckerlis.

Es heißt ja bekanntlich, es sei ganz einfach, eine Katze zu erziehen: Am Ende macht man, was sie wollen. Gibt es Tricks, die süßen Samtpfötchen doch etwas gefügig zu machen?

Auch wenn es hart klingt: Konsequenz. Konsequenz und Katzen-Snacks, wenn der Stubentiger etwas richtig gemacht hat. Das sind die einzigen verlässlichen Tipps, die ich für eine erfolgreiche Katzenerziehung geben kann. Die funktionieren aber dafür wirklich gut.

Solange man richtiges Verhalten sofort belohnt und – ganz wichtig – keine Ausnahmen durchgehen lässt, kann man selbst Katzen so etwas wie Erziehung angedeihen lassen. Auch kleine Tricks und Kunststücke kann man so üben. Aber Sie haben natürlich Recht. Oder um es mit einem anderen Spruch zu sagen: Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal.

Katzenerziehung: Zuckerbrot und Peitsche?

Wann ist es sinnvoll, mit seiner Katze zu schimpfen? Und reicht ein strenger Blick oder sollte es noch mal ein zarter Klaps auf den Katzenpo sein?

Wir haben es hier oft mit echten Dickköpfen zu tun. Schimpfen hilft daher nur dann, wenn die Katze genau weiß, weshalb wir gerade unsere Stimme erheben. Also wenn wir sie inflagranti auf dem Küchentisch oder an der vorbereiteten Lachsplatte erwischen. Dann darf man schon mal laut in die Hände klatschen oder mit einer beherzten Handbewegung den Weg vom Tisch zeigen.

Generell gilt allerdings: Katzen sind für das Zuckerbrot viel empfänglicher als für die Peitsche. Positive Verhaltensweisen sollten also lieber belohnt und bestärkt werden. Und weil nicht nur Liebe, sondern auch das Lernen oft durch den Magen geht, sind Leckerlis hierfür ein gutes Mittel. Clickern geht natürlich auch.

Was sollte man bei der Anschaffung einer Katze beachten, wenn bereits andere Haustiere im Haushalt sind?

Das ist ein bisschen wie bei Kindern: So lange sich niemand benachteiligt fühlt, ist schon mal viel gewonnen. Bei den ersten Aufeinandertreffen von neuer Katze und altem Mitbewohner – egal ob es sich ebenfalls um eine Katze oder um einen Hund handelt – sind Vorsicht und Geduld geboten. Da kann es schon mal zu Revierkämpfen kommen.

Man sollte die Tiere in den ersten Tagen behutsam aneinander heranführen und die Begegnungen immer im Blick haben um gegebenenfalls eingreifen zu können. Noch wichtiger ist das bei Vögeln oder Nagetieren: Die sind in Katzenaugen eben eher Beute als Mitbewohner. Alles in allem sind Katzen jedoch äußerst anpassungsfähig. Mit Vorsicht, Geduld und ein paar Leckereien können hier wunderbare neue Freundschaften entstehen.

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Katzenerziehung ist im Grunde also nicht aussichtslos, beachtet man einige dieser einfachen Tricks. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihrem vierbeinigen Dickkopf!

Mehr zum Thema "Katze anschaffen" finden Sie in Alexander Zimmermanns Buch "So geht Katze".

Viele Infos zum Thema Haustiere – ob Katzen, Hunde oder andere tierische Freunde – finden Sie auf unserer Themenseite.

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