21.04.2017

Haustiere im Schlafzimmer Hund im Bett: Ja oder Nein?

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25 Prozent aller Hundebesitzer haben kein Problem damit, ihre kuscheligen Vierbeiner mit ins Bett zu lassen.

Foto: iStock/Photoboyko

25 Prozent aller Hundebesitzer haben kein Problem damit, ihre kuscheligen Vierbeiner mit ins Bett zu lassen.

Heidi Klum tut es und Gisele Bündchen auch. Für viele Stars gehört der Hund mit ins Bett, für andere ist es ein Tabu. Das sollten Sie beachten.

Die Frage, ob der Hund ins Bett gehört oder nicht, spaltet die Herrchen und Frauchen dieser Welt oft in zwei Lager. Während rund ein Viertel aller Hundebesitzer kein Problem damit haben, ihren felligen Liebling in die Federn zu lassen, ist es für die Mehrheit noch immer ein No-Go. Besonders bei der Hygiene haben viele Bedenken. Dabei kann ein Hund im Bett Ihrer Gesundheit sogar gut tun. Wir haben die Pro-und Contra-Argumente zusammengestellt.

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Pro: Darum tut Ihnen ein Hund im Bett gut

Er ist gut für Ihren Körper

Sie werden es schon bemerkt haben: wenn Ihr felliger Freund in der Nähe ist, sind Sie automatisch weniger gestresst. Schläft Ihr Hund mit im Bett, können Sie viel leichter vom hektischen Alltag abschalten. Das vermindert die Chance auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Er ist gut für die Seele

Mit seiner Körpertemperatur von 38,5°C wird das Bett mit Hund zu einem kuschelig-wohligen Ort. Apropos kuscheln: durch die Nähe schütten Sie das sogenannte “Kuschelhormon” Oxytocin aus. Das stärkt nicht nur das Immunsystem von Frauchen und Hund, sondern wirkt entspannend und macht sie glücklicher. Der Hund im Bett hilft also auch gegen Depressionen.

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Er gibt Ihnen Sicherheit

Ihr liebster Vierbeiner wittert die Gefahr als erstes und wird alles dafür tun, um sein liebes Frauchen zu beschützen. Mit seiner Spürnase wissen Sie auch gleich, ob das gruselige Geräusch im Flur eine eine ernsthafte Gefahr ist oder doch mal wieder nur von einem Windstoß kam. Und sollten Sie trotzdem mal ein mulmiges Gefühl haben: einfach näher zusammen kuscheln!

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Contra: Darum sollte der Hund nicht ins Bett

Auch die Anti-Hunde-im-Bett-Fraktion hat natürlich gute Argumente, weshalb der Vierbeiner nachts in sein Körbchen sollte.

Er ist unhygienisch und kann Krankheiten verbreiten

Da Hunde viel in der Natur unterwegs sind, können sie sich immer wieder Flöhe, Zecken und Würmer einfangen. Das kann zur Gefahr für den Menschen werden. Denn die kleinen Mitbewohner können Krankheiten wie beispielsweise Borreliose übertragen. Auch der Hund selbst kann Sie anstecken zum Beispiel mit bakteriellen Erkrankungen.

Tipp: Bürsten Sie Ihren Hund jeden Abend vor dem Zubettgehen gründlich und befreien Sie ihn von grobem Schmutz.

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Er hat einen anderen Schlafrhythmus

Im Durchschnitt schlafen Hunde bis zu 20 Stunden am Tag – ganz anders als Menschen. Indem Sie Ihrem Vierbeiner mit ins Schlafzimmer lassen, könnten Sie seinen natürlichen Rhythmus stören – und er Ihren. Sie wissen vielleicht, wie schwer es ist, einem Kind begreiflich zu machen, wann Schlafenszeit ist, aber wie wollen Sie das erst einem Hund beibringen?

Falls Sie sich dennoch dafür entscheiden, ermöglichen Sie Ihrem Hund einen Rückzugsort, der ihm jederzeit zugänglich ist. So können Sie sich bei unterschiedlichen Schlafzeiten aus dem Weg gehen.

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Die Rangordnung kann durchander geraten

Schlafen Hund und Herrchen im selben Bett kann das dazu führen, dass der Vierbeiner sich mit dem Menschen auf gleicher Ebene sieht und Sie nicht mehr als Rudelführer akzeptiert. Das kann dazu führen, dass er Ihre Befehle nicht mehr befolgt oder sogar soweit gehen, dass er Besitzansprüche äußert. Im Extremfall reagiert er aggressiv auf andere Personen im Bett oder lässt Ihren Partner nicht mehr hinein.

Die Entscheidung kann nicht wieder zurückgenommen werden

Hunde brauchen klare Anweisungen. Sobald Sie Ihrem Haustier erlauben, im Bett bzw. im Schlafzimmer zu schlafen, sollten Sie bei dieser Entscheidung bleiben. Bedenken Sie dabei, dass sich durch Wetterlage, Krankheiten, zunehmendem Alter etc. unangenehme Hundegerüche intensivieren können. Verständlich, dass Sie in diesen Fällen weniger gern Ihr Bett teilen, aber versuchen Sie das Ihrem Hund zu erklären.

Fazit

Ob ein Hund ins Bett gehört oder nicht, ist eine ganz persönliche Entscheidung, über die niemand anderes als Sie selbst urteilen sollten. Entscheiden Sie individuell, was für Sie und Ihren Hund am Besten ist. Wichtig ist dabei: bleiben Sie konsequent!

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