21.04.2010

Haustiere Welches Tier passt zu unserer Familie?

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Ob Hund, Katze, oder Vogel: Viele wünschen sich ein Haustier – und verschätzen sich kräftig bei Kosten und Zeitaufwand. Mit unseren Tipps passiert Ihnen das nicht.

Rund 23 Millionen Haustiere leben in deutschen Familien. Eltern schaffen sie an, damit Kinder durch Füttern und Pflegen lernen, Verantwortung zu übernehmen. Für Singles sind sie treue Mitbewohner, die die Einsamkeit vertreiben. Doch oft ist die Enttäuschung groß, weil Lebensgewohnheiten von Mensch und Tier nicht harmonieren.

Am wichtigsten ist die Platz- und Zeitfrage

Hunden reicht zwar sogar ein Schlafplatz in einer Einraumwohnung. Sie brauchen dafür draußen viel Auslauf. Eineinhalb Stunden Zeit zum Toben und Streicheln ist das Minimum, auch für kleine Rassen. Andere sind vom Wesen her Arbeits- und Hütehunde, z.B. der Border Collie. Werden sie nicht pro Tag viele Stunden gefordert, verkümmern sie.

Auch Stubentiger fühlen sich in einem Haus mit Garten am wohlsten. Dürfen Katzen nie raus und sind ihre Menschen den ganzen Tag nicht zu Hause, ist eine zweite Katze als Kumpel unverzichtbar.

Wer nur wenig Zeit hat, ist mit Hamstern, Hasen bzw. Kaninchen, Meerschweinchen, Sittichen oder Mäusen gut bedient. Denen reicht eine halbe Stunde pro Tag zum Schmusen. Aber alle sollten ebenfalls paarweise gehalten werden. Sonst drohen Verhaltensstörungen: Tiere fressen nicht mehr, koten in die Wohnung, verstümmeln sich.

Das ist z.B. für Vögel typisch, die statt des Spielgefährten nur einen Spiegel haben. Auch wollen sie in der Wohnung mal frei fliegen. Nagetiere mögen einmal täglich Auslauf außerhalb des Käfigs, Hase, Meerschwein und Kaninchen im Gatter auf einem Rasen.

Nicht alle Kleintiere sind für Kinder richtig

Viele Katzen und alle Hunde, Hasen sowie Meerschweinchen kuscheln gern, passen zu Kindern ab fünf Jahren. Nachtaktiv und keine Spielgefährten sind jedoch Hamster, die auch mal kräftig zubeißen können. Außerdem leben sie wie Mäuse oft nur zwei Jahre. Und dann ist die Kindertrauer groß. Aber auch andere Lebensgewohnheiten wie häufiger Urlaub mit hohen Tierpensions-Kosten sind vor der Anschaffung zu bedenken. Dazu gibt es im Internet bei www.tierschutzbund.de noch mehr Hilfen. Und Tierschutz-Ortsvereine vermitteln Pflegetiere auf Zeit – das ist ein guter Test.

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