08.11.2010 - 00:00

Leonberger Souveräner Beschützer

Von

Zu Beginn der Rassehundezucht bewahrte man nicht nur bodenständige Rassen, sondern züchtete auch begeistert neue.

Heinrich Essig, Stadtrat im schwäbischen Leonberg, war professioneller Züchter und Hundehändler, wie sie damals die Rassehundezucht beherrschten. Seine Schöpfung sollte den Löwen im Stadtwappen repräsentieren. Stammeltern waren Landseer, St. Bernhardshund und Pyrenäenberghund. Der erste Leonberger wurde 1846 geboren. Essig verstand seine Neuzüchtung zu vermarkten und zählte Prominenz wie Kaiserin Sissi, Napoleon III, den Prince of Wales u.a. zu seinen Kunden.

Auch der Leonberger besitzt noch typische Hirtenhundverhaltensweisen. Er besticht durch souveräne Ruhe und beschützt zuverlässig Familie und Anwesen. Er schätzt seinen Spaziergang, besser Revierpatrouille, ist aber kein ausgesprochen laufhungriger Hund und duldet keine Artgenossen in den Gebieten, die er als sein Revier betrachtet. Auch er muss von klein an gut geprägt und sozialisiert werden und lernen, sich unterzuordnen. Vom Besitzer sind Kenntnis in Hundeverhalten und Autorität gefordert, die dem Hund unmissverständlich seinen unteren Platz im Rudel zuweisen. Mit Strenge und Härte erreicht mal allerdings nichts. Man muss schon Führungsqualitäten beweisen. Dann ist der Leonberger ein angenehmer Familienhund. Die Aufzucht des jungen Hundes bedarf großer Sorgfalt,damit er nicht zu schnell wächst und zu schwer wird, was den Knochenbau belastet. Leider hat der Leonberger keine hohe Lebenserwartung.

Schulterhöhe Rüde 72– 80 cm (ideal 76 cm), Hündin 65–75 cm (ideal 70 cm)


Farbe
löwenfarbig, goldbis rotbraun, sandfarben mit schwarzer Maske

FCI-Nr. 145


Verbreitung
häufig

Quelle:
Hunderassen
Eva-Maria Krämer
Fotograf: Eva-Maria Krämer
ISBN 978-3-440-12303-4

KOSMOS Verlag

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