18.12.2017

Selkirk Rex Diese süße Locken-Katze macht das Internet verrückt

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Diese süße Locken-Katze verzückt derzeit das Internet. bildderfrau.de stellt die Silkirk-Rex-Rasse vor.

Foto: twitter/meanplastic

Diese süße Locken-Katze verzückt derzeit das Internet. bildderfrau.de stellt die Silkirk-Rex-Rasse vor.

Selkirk Rex-Katzen sind für ihre süßen Löckchen bekannt. In diesen kleinen, knuffigen Stubentiger hat sich jetzt das Internet verliebt. Erfahren Sie hier die wichtigsten Informationen über diese ungewöhnliche Katzen-Rasse.

Manchmal braucht es gar nicht viel, um einen Hit im Internet zu landen. Diese Katze mit gelocktem Fell versetzt derzeit die Welt in Verzückung. Veröffentlicht wurde das Bild von der Twitter-Userin "meanplastic". Dazu schreibt sie folgende Worte: "Ich habe noch nie eine Katze mit Locken gesehen." Tausende Menschen haben den Tweet mit der Locken-Katze geliked und gefragt, welche Rasse das ist.

Die süße Locken-Katze ist eine Selkirk Rex

Obwohl das kleine Fellknäuel einen großen Hype ausgelöst hat, ist die Katze eigentlich gar nichts besonderes. Denn die Locken sind typisch für eine Selkirk Rex. Diese Rasse ist über und über mit lustigen Löckchen übersät und gilt als sehr neugierig.

Selkirk Rex-Katzen gibt es übrigens erst sein 1987. Sie gelten als Wohnungskatzen, die sich hervorragend in das Leben ihrer zweibeinigen Familie integrieren.

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Wuschelige Lockenteddys

Ihr außergewöhnlicher Look prädestiniert die verschmusten Samtpfoten für Menschen, die das Besondere lieben. Freunde der extravaganten Rasse beschreiben die wuscheligen Lockenteddys als liebevoll, unkompliziert, intelligent und faszinierend außergewöhnlich. Was will man mehr? Eine Katze mit ausgeprägtem Spieltrieb vielleicht?

Auch das können "Kirkis" – wie die Selkirk Rex in ihrem Heimatland USA liebevoll genannt wird – bieten. Spielen ist für sie mindestens genauso wichtig wie ausgelassenes Herumtollen, akrobatische Kletter-Stunts und waghalsige Sprünge. An Bewegungsfreude und Unternehmungsgeist mangelt es den Lockenschöpfen nicht. Nur eines können sie nicht leiden: Langeweile. Sorgen Sie auf jeden Fall für einen standfesten Kratzbaum und viele Spielzeuge.

Erfahren Sie auf der nächsten Seite mehr über den Ursprung, die Zucht und den Körperbau von Selkirk Rex.

 

Ursprung Tierheim

Die Anfänge der Zucht sind turbulent. Alles begann in einem amerikanischen "Animal Shelter“ (Tierheim), in dem Katzen und Hunde laut Gesetz getötet werden dürfen. Ein kleines Hauskätzchen entgeht der Todesspritze, weil seine ungewöhnliche Fellstruktur die Aufmerksamkeit der Tierheimleiterin auf sich zieht. "Miss de Pesto", so nannte man die kleine Katzendame mit den gekräuselten Schnurrhaaren und dem zunehmend lockigen Fell, gelangte zu einer amerikanischen Züchterin, die – aus purer Neugierde – ihren Perser-Kater mit dem inzwischen herangewachsenen Hauskätzchen verpaarte.

Drei der sechs aus dieser Verpaarung entstandenen Kätzchen hatten tatsächlich ebenfalls gelocktes Fell und obendrein lag noch ein langhaariges Kitten in der Wurfkiste. Eine Kombination aus Locken- und Langhaarfell hatte die Züchterin noch nicht gesehen und begann ein Zuchtprogramm.

Rückverpaarungen ergaben ein trauriges Ergebnis: Ein Großteil der Kätzchen starb im Alter von wenigen Wochen an allergischen Reaktionen, die noch in den folgenden Jahren die Pionierarbeit der Züchter belasten sollten. Doch man gab nicht auf.

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Aufgrund eines Artikels in einer französischen Fachzeitschrift wurde die Selkirk Rex auch in diesem Land berühmt. Schon begann auch dort die Zucht und so kam es, dass die ersten Selkirk-Importe nach Deutschland aus Frankreich und nicht aus dem Heimatland USA erfolgten. Seit 1995 gibt es auch in Deutschland vermehrt Selkirk Rex-Katzen. Noch immer steht die Erweiterung des Genpools im Vordergrund der Zucht, und wenn sich ausschließlich verantwortungsbewusste Züchter um die Rasse bemühen, werden die Probleme der Anfänge der Zucht sicherlich bald in Vergessenheit geraten.

Im Tierheim Berlin warten mehr als 1400 Tiere auf einen liebevollen Besitzer und ein neues Zuhause. bildderfrau.de stellt hier einige davon vor – klicken Sie sich durch:

Reinzucht

Da Selkirk Rex eine relativ junge Rasse ist, sind Einkreuzungen nach wie vor erlaubt. Perser und Britisch Kurzhaar dürfen am Genpool mitwirken und laut CFA-Standard sind auch Exotic Shorthairs mit von der Partie. Lockige Samtpfoten, die vor dem 1. Januar 1998 geboren wurden, brauchen ihre American Shorthair-Verwandtschaft nicht zu leugnen. Ab 2010 sind jedoch nur noch Selkirk- oder Britisch Kurzhaar-Eltern erlaubt; ab 2015 wollen Selkirks endgültig unter sich bleiben. Dann wird sich zeigen, ob die Rasse auf eigenen Beinen stehen kann.

Ziel des Ganzen ist ein gedrungener, ausbalancierter Körpertyp, der eher an Britisch Kurzhaar als an Perser denken lässt. Die Locken sollen in lockerer Anordnung fallen und einen runden, muskulösen Körper zieren. So weit die Theorie. Die Realität sieht bislang noch etwas anders aus. "Kirkis" gibt es zurzeit in unterschiedlichen Fellvarietäten: Manche haben feines, andere kräftigeres Haar – auch kürzere und längere Locken sind vertreten.
Die schicke Lockenpracht bedarf natürlich der Pflege, weil sie ansonsten verfilzen könnte. Feinhaarige Exemplare sollten täglich gebürstet werden, Samtpfoten mit einer gröberen Fellstruktur geben sich auch mit wöchentlicher Pflege zufrieden.

  • Typ eine große Katze von gedrungenem Typ mit gewelltem Fell
  • Kopf gerundeter, massiver, breiter Schädel mit massivem Kinn; kurze, breite, gerade Nase
  • Augen groß und rund, weit gesetzt; Farbe: passend zur Fellfarbe
  • Körper mittelgroß bis groß, muskulös, gedrungen; massive Brust, Schulter und Rücken
  • Schwanz mittellang, dick, gerundete Schwanzspitze
  • Fell kurz, plüschartig, doppelt, dichte Unterwolle, ausgeprägte Wellen
  • Farben alle Farben und Pointfarben sind anerkannt

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Quelle:
Katzenrassen
Gabriele Metz
ISBN 978-3-440-102657
KOSMOS Verlag

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