30.05.2018

Haustiere Maine Coon – eine ungewöhnliche Katze

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Maine-Coon-Katzen gelten als sehr intelligent aber auch sehr verspielt.

Foto: iStock/carloscardetas

Maine-Coon-Katzen gelten als sehr intelligent aber auch sehr verspielt.

Maine-Coon-Katzen gehören zu den wohl ungewöhnlichsten Katzen, die es gibt. Um den Ursprung der großen Rasse ranken sich zahlreiche Legenden und lange Zeit wurde sogar vermutet, dass die Maine-Coone-Katzen mit dem markanten Schwanz, die Kreuzung zwischen einem Waschbären (Racoon) und einer Hauskatze sind.

Maine Coon Katzen stammen aus Neuengland und wurden dort lange Zeit als Haus- und Arbeitskatzen gezüchtet. Es waren Seefahrer, die die Maine Coons mit nach Europa brachten, und heute sind die Lausbuben unter den Rassekatzen die wohl beliebtesten Hauskatzen. Erfahren Sie hier die wichtigen Infos über die Maine Coon.

Aussehen: Die äußeren Merkmale der Maine Coon

Wer zum ersten Mal eine Maine-Coon-Katze sieht, der könnte sie auch für eine Wildkatze halten, denn ihr dichtes buschiges Fell, der langhaarige Schwanz und vor allen ihre Größe ähneln der einer wilden Katze.

Maine Coon: Auf die Größe kommt es an

Eigentlich ist alles an einer Maine-Coon-Katze groß. Der Kopf und die Ohren erinnern mit ihren kleinen Pinseln an die Ohren eines Luchses. Auch die Pfoten haben eine beachtliche Größe, und zwischen den Krallen wachsen einzelne Fellbüschel, die als Schneeschuhe dienen. Denn im US-Bundesstaat Maine, wo diese Katzen herkommen, liegt im Winter sehr viel Schnee.

Maine-Coon-Katzen sind erst mit vier Jahren komplett ausgewachsen und Kater können leicht bis zu 1,20 m lang und bis zu zwölf Kilogramm schwer werden. Normal ist aber ein Gewicht zwischen sechs und neun Kilogramm bei Katern, Katzen bringen immerhin noch vier bis fünf Kilogramm auf die Waage. Erstaunlich ist auch ihre zarte Stimme, die so gar nicht zur äußeren Erscheinung passen mag: Eine Maine Coon kann gurren wie ein Täubchen.

Die Farben der Maine Coon

Die Maine Coon gibt's in vielen verschiedenen Farben und Zeichnungen. Dabei wird unter den "Non-Agouti" (ohne Wildfärbung) und den Agouti (mit Wildfärbung) unterschieden. Zu den klassischen Grundfarben ohne Zeichnung gehören unter anderem:

  • Schwarz
  • Blau
  • Rot
  • Crème
  • Weiß

Dazu gibt es natürlich noch zahlreiche Misch-Farben.

Charakter: Neugierige Goldgräber

Maine-Coon-Katzen sind als Hausgenossen wunderbar geeignet. Diese Katzen sind unglaublich geduldig, anpassungsfähig, hoch intelligent und vor allen Dingen sehr lustig. Sie "stehlen" allerdings sehr gerne und halten es da wie die Elstern: Alles was glitzert, müssen sie einfach haben. Auch wenn man im Haus etwas repariert, dann wird mit Sicherheit die Maine Coon daneben stehen und sehr konzentriert zusehen, denn diese Katzen sind ungemein neugierig.

Maine Coons sind sehr Menschen bezogen und folgen ihrem Herrchen oder Frauchen auf Schritt und Tritt. Mit dem Schmusen haben sie es allerdings nicht so sehr und wenn, dann nur wenn SIE möchten. Wer eine Katze zum Schmusen sucht, der sollte sich keine Maine Coon zulegen.

Pflege und Erziehung: Das braucht die Maine Coon

Man kann Maine-Coon-Katzen, wie alle Katzen, bis zu einem gewissen Grad erziehen. Sie können ohne Problem apportieren lernen und mit etwas Geduld, kann man ihnen auch kleine Kunststücke beibringen. Sie sind aber auch in der Lage, Wasserhähne allein zu öffnen. Überhaupt mögen die Main Coons Wasser sehr gern – anders als die meisten Katzen.

Was die Pflege der langhaarigen Maine Coons angeht, so reicht eine weiche Bürste mit abgerundeten Enden aus, um das Fell regelmäßig zu bürsten. Im Hinblick auf das Fressen sind diese Katzen allerdings sehr penibel. Maine Coons würden nie aus ein und derselben Schüssel Nass- und Trockenfutter fressen. Zudem bevorzugen sie immer frisches Wasser.

Krankheiten: Das plagt die Maine Coon

Maine Coon Katzen sind in der Regel Naturburschen, die sich einer robusten Gesundheit erfreuen. Trotzdem kann es durch Überzüchtung zu Erbkrankheiten kommen. Dazu zählen beispielsweise:

  • Erhöhte Gefahr eines plötzlichen Herztods: Nach außen scheinen die Tiere zwar gesund aber viele Tiere leiden an einer Verdickung des Herzmuskels (Hypertrophe Kardiomyopathie), was zum plötzlichen Herztod führen kann. Regelmäßige Untersuchungen des Herzens können vorbeugen.
  • Nierenerkrankung: Maine Coons leiden häufig an einer polyzystischen Nierenerkrankung (PKD). Der Verlauf der PKD ist medikamentös einstellbar, aber letztendlich tödlich.
  • Erkrankung der Nervenzellen: Auch spinale Muskelatrophie (SMA) genannt. Die Krankheit verursacht Lähmungserscheinungen.

Die Maine Coon ist nichts für Sie? Erfahren Sie hier, welche Katze zu Ihnen passen könnte. Und kennen Sie die Rasse Selkirk Rex? Hier gibt's mehr zu den süßen Locken-Katzen.

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