24.09.2010

Labrador – der perfekte Familienhund

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Obwohl sich der Labrador und der Neufundländer äußerlich doch recht klar voneinander unterscheiden, haben sie beide gemeinsame Vorfahren und die stammen aus Neufundland.

Als Ursprungsland des Labradors gilt dennoch Großbritannien, denn dort wurde der Labrador – so, wie wir ihn heute kennen – gezüchtet. Bei der Zucht stand die Jagdleistung des Hundes im Vordergrund. Der Labrador ist ein klassischer Apportierhund – und zwar zu Lande und im Wasser.
Vor allem in englischen Adelskreisen wurde der Labrador geschätzt. Kein Wunder: Dort war die Jagd ein beliebter Zeitvertreib und der Labrador der perfekte Partner. Offiziell als Rasse anerkannt wurde der Labrador 19903. Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) ordnete den Labrador der Gruppe 8 (Apportier-, Stöber- und Wasserhunde) zu.

Aussehen: Die äußeren Merkmale des Labradors

Der robuste, kräftig gebaute Labrador zählt mit einer Widerristhöhe von 55 bis 57 cm zu den mittelgroßen Hunden. Das Fell ist dicht und stockhaarig und verfügt zudem über eine robuste Unterwolle.
Farblich variiert das Fell von hellen Gelbtönen bis hin zu braunem oder schwarzem Fell. Auf die Waage bringt der ausgewachsene Labrador 25 – 35 kg. Das durchschnittliche Lebensalter beträgt 13 Jahre.

Charakter: Der Labrador ist verspielt und kooperativ

Der Labrador ist ein äußerst friedliebender Hund, dem Machtdemonstrationen völlig fremd sind. Und fast scheint es, als würde er seine eigenen Interessen zuliebe seiner Besitzer vernachlässigen. Der Labrador zählt zweifelsohne zu den Hunden, die ihren Besitzern um jeden Preis gefallen möchten (will to please).
Zudem ist diese Hunderasse ausgesprochen kinderlieb und scheut auch nicht zurück, wenn er von fremden Händen gestreichelt wird. Keine Frage: Wenn es einen idealen Familienhund gibt, dann ist es der Labrador.
Zugleich ist der Labrador ein sehr neugieriger und intelligenter Hund, der schnell lernt. Eine Tatsache, die sich die Besitzer nicht nur zunutze machen sollten, sondern es sogar müssen. Ein gelangweilter und geistig unterforderter Labrador kommt auf dumme Ideen und glücklich werden damit weder Hund noch Herrchen oder Frauchen.

Pflege und Erziehung: Das benötigt der Labrador

Der Pflegeaufwand bei einem Labrador hält sich in Grenzen. Die Fellpflege nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, lediglich regelmäßiges Bürsten gehört zum Programm. In den warmen Sommermonaten muss zudem die Unterwolle immer wieder ausgedünnt werden, damit der Labrador nicht unnötig leidet.
Auch die Erziehung gestaltet sich äußerst angenehm. Der Labrador versteht es sofort, wenn sein Verhalten nicht toleriert wird. Wer seinen Hund entsprechend anleitet und vor allem mit Belohnungen, denn mit Strafen arbeitet, wird in dieser Hinsicht keine Probleme bekommen.
Am aufwändigsten ist es wohl, dem Labrador die Bewegung zukommen zu lassen, die er benötigt und das ist nicht wenig. Mehrere Kilometer am Tag müssen es sein, je jünger der Hund ist, desto schneller möchte er sie auch zurücklegen.
Und während ein in die Jahre gekommener Labrador auch mal gemächlich nebenher trottet, ist der junge Hund ständig in Bewegung. Der ideale Partner für sportliche und aktive Familien.
Wer zudem noch gerne baden geht, kann seinen Labrador gleich mitnehmen. Der liebt es nämlich, im Wasser herumzuplantschen und Stöckchen oder ähnliches an Land zu tragen. Genau das hat er nämlich einst gelernt.

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