23.11.2016

KALTE JAHRESZEIT Vögel füttern im Winter: Darauf sollten Sie achten!

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Foto: © iStock / Rike_

Vögel haben es in im Winter schwer Nahrung zu finden. Deshalb hat das Füttern von Vögeln in Deutschland Tradition. Uns hat ein Vogelexperte erklärt, worauf Sie dabei achten sollten.

Vor allem Kinder, aber auch für ältere Menschen lieben das Beobachten von Tieren. „Manchen Menschen geht dabei wirklich das Herz auf. Außerdem ist es das allerbeste Mittel gegen Altersdepression. Man hat etwas zu tun und fühlt sich nicht nutzlos.“

Wann wird gefüttert?

Ab wann und bis wann man Vögel füttern sollte, dazu gibt es keine starre Regel. „Man kann sagen, dass die Zeit mit Frost und Schnee im November beginnt und im Februar endet“, so Julian Heiermann vom NABU. Wichtig sei allerdings, dass man die Tiere, wenn man sie füttert, dann auch kontinuierlich mit Nahrung versorgt, da sie sich schnell daran gewöhnen.

Welche Behälter eignen sich zur Vogel Winterfütterung?

Ein sehr beliebtes Behältnis, um Vögel zu füttern, ist das klassische Vogelhäuschen. „Dabei ist das gar nicht so empfehlenswert“, sagt Heiermann. „Es ist sehr pflegebedürftig und sollte regelmäßig gereinigt werden. Und man muss ständig gucken, dass das Futter nicht mit Kot verunreinigt ist, damit sich keine Krankheitserreger übertragen und ausbreiten.“ Besser seien Futtersilos oder -spender, da die Tiere hier nicht in den Körnern herumlaufen können. „Sie schützen das Futter außerdem vor Nässe, so dass es nicht so schnell schlecht wird.“

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Futter auf den Balkon oder die Terrasse zu streuen, um dort die Vögel anzulocken, sei ebenfalls nicht optimal. „Die Vogelfütterung ist ein Anziehungspunkt für viele Vögel. Es besteht das Risiko, dass sich schnell Krankheiten übertragen können.“ Wichtig sei es außerdem, so der Experte, dass man die Futterstelle hoch genug anbringt, damit sie geschützt vor Katzen ist. Zudem muss ein ausreichend großer Abstand zur Glasscheibe bestehen (etwa zwei Meter), damit die Tiere nicht davor fliegen, wenn sie sich mal erschrecken.

Was bekommen Vögel im Winter zu fressen?

Geht es um das Futter für Vögel, unterscheidet man Körnerfresser und Weichfutterfresser. Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern mögen Sonnenblumenkerne und Freiland-Futtermischungen. Weichfutterfresser wie Meisen, Amseln, Rotkehlchen, Heckenbraunellen oder Zaunkönige fressen bevorzugt Rosinen, Obst, Haferflocken, Kleie oder auch Meisenknödel.

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„Man sollte auf keinen Fall Speisereste an Vögel verfüttern“, betont Heiermann. „Unsere Wildvögel sind keine Hausschweine, die alles fressen können.“ Ebenfalls ungesund ist Brot: „Brot quillt im Magen der Vögel auf. Außerdem zieht es schnell Feuchtigkeit, so dass es bei Plustemperaturen schnell schlecht wird.“ Wichtig ist außerdem, so Heiermann, dass man stets ein Auge darauf hat, dass das Futter nicht schimmelig ist.

Für alle, die Futter im Handel kaufen, hat der Vogelexperte auch noch einen wichtigen Tipp parat: „Man sollte darauf achten, dass das Futter auf Ambrosia-Samen kontrolliert wurde.“ Weshalb? Zum einen, so Heiermann, ist die Pflanze nicht-heimisch und kann heimische Pflanzen verdrängen. Zum anderen, so der Experte weiter, hat die Ambrosia-Pflanze sehr aggressive Pollen, die bei Allergikern heftige Allergiereaktionen auslösen können.

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