03.12.2019

Für Vogelfreunde Vögel füttern im Winter: Das gilt es zu beachten

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Gerade im Winter finden Vögel oft nicht genügend Nahrung.

Foto: iStock / schnuddel

Gerade im Winter finden Vögel oft nicht genügend Nahrung.

Vögel finden im Winter nur schwer Nahrung, weshalb das Füttern von Vögeln in der kalten Jahreszeit Tradition hat. An Futterstellen lassen sich Vögel außerdem aus der Nähe beobachten – so wird das Füttern zu einem Naturerlebnis für Groß und Klein. Doch wann ist die richtige Zeit, die gefiederten Gesellen mit Nahrung zu versorgen? Welcher Futterspender ist der Richtige? Und was fressen welche Vögel?

Im Winter wird es für heimische Vögel zunehmend schwerer, ausreichend Futter zu finden. Viele Menschen stellen deswegen Meisenknödel oder Futterhäuschen auf, um Spatzen, Rotkehlchen und Co in der kalten Jahreszeit nicht verhungern zu lassen. Wir verraten Ihnen, was es alles zu beachten gilt.

Ist die Fütterung von Vögeln im Winter sinnvoll?

Bei Vogelfreunden scheiden sich die Geister, ob eine Fütterung im Winter wirklich sinnvoll ist. Gegner befürchten einen Eingriff in die Natur. So würden schwache und kranke Tiere durch den Winter gebracht und in den natürlichen Ausleseprozess eingegriffen. Des Weiteren würden hauptsächlich Arten unterstützt, deren Bestand nicht gefährdet sei, wodurch seltenere Arten noch weiter zurückgedrängt würden.

Die Befürworter der Winterfütterung wiederum argumentieren, dass es bei den gegebenen schlechten Umweltbedingungen auf den Schutz jedes einzelnen Tieres ankomme. Für gewöhnlich ernähren sich Vögel meist von Insekten, doch laut NABU ist die Anzahl derer in den letzten 25 Jahren um mehr als 70 Prozent zurückgegangen, was auf den Gebrauch von Pestiziden zurückzuführen ist.

Damit nicht genug: Die Chemikalien in den Pestiziden reichern sich in den noch lebenden Insekten an – und wenn Vögel diese dann fressen, kann das zum qualvollen Tod führen.

Angesichts dieser Umstände ist nicht von der Winterfütterung abzuraten. Wobei allerdings darauf geachtet werden muss, ist, dass es sich um die richtige Zeit, den richtigen Ort und das richtige Futter handelt. Unsachgemäße Fütterung schadet tatsächlich mehr als gar keine Fütterung.

Wann dürfen Vögel im Winter gefüttert werden?

Es gibt keine feste Regel dafür, von wann bis wann man Vögel füttern sollte. Der NABU empfiehlt, Ende November mit der Fütterung zu starten und die Vögel dann regelmäßig bis Ende Februar mit Futter zu versorgen. Wichtig sei dabei allerdings, dass eine kontinuierliche Fütterung besteht, da sich die Tiere schnell daran gewöhnen können.

Vogelhaus oder Futterspender: Welches Behältnis ist das Richtige? Und wohin damit?

Beim Thema Vogelfütterung kommt einem direkt das klassische Vogelhäuschen in den Sinn. Diese sind allerdings sehr pfegeintensiv. Die Tiere laufen im Futter herum, es kann schnell mit Kot verunreinigt werden und sollte demnach regelmäßig gereinigt werden. Besser und mit weniger Aufwand für Sie verbunden sind also Futtersilos oder -spender. Die Spender sollten so angebracht werden, dass das Futter selbst bei Wind und Wetter nicht durchnässt, da es sonst verdirbt oder gefriert. Das Futter können Sie für einen längeren Zeitraum bereitstellen, der Spender muss nur vor und nach der Wintersaison gereinigt werden.

Bringen Sie die Futterstation an einer übersichtlichen Stelle an, um den Vögeln so einerseits Schutz vor Katzen zu bieten und sich selbst eine gute Beobachtungsposition zu sichern. Deckung in Form von Bäumen oder Büschen ist aber dennoch wichtig, um gegen mögliche Sperber-Attacken Schutz zu geben. Achten Sie außerdem auf einen ausreichend großen Abstand von etwa zwei Metern zu Glasscheiben.

Welches Futter für welche Vögel?

Geht es um ihre Fressgewohnheiten, unterscheidet man Vögel in Weichfutter- und Körnerfresser. Als Basisfutter, das von fast allen Arten gefressen wird, gelten Sonnenblumenkerne. Die am häufigsten an Futterstellen anzutreffenden Körnerfresser sind Meisen, Finken und Sperlinge. Hierzulande überwintern außerdem Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Amseln oder Zaunkönige. Für sie kann man Kleie, Haferflocken, Obst und Rosinen bereitstellen.

Insbesondere für Meisen gibt es sogenannte Meisenknödel zu kaufen. Bevorzugen Sie hier die Variante ohne Plastiknetz. Die Vögel können sich mit den Beinen in den Netzen verheddern und verletzten.

Vorsicht: Brot und andere Essensreste sind für Vögel tabu! Brot quillt im kleinen Vogelmagen auf und reines Fett löst Darmentzündungen aus. Vogelfutter, wie Meisenknödel und Co können Sie auch ganz leicht selber machen.

Noch mehr Tipps, wie Sie nicht nur Ihre Futterstation perfekt auf Vögel abstimmen, sondern Ihren ganzen Garten zu einem Zuhause für Vögel machen, lesen Sie hier.

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