23.08.2019

Kratzalarm! Filzläuse behandeln: So werden Sie die Biester los!

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Filzläuse (auch Schamläuse) besiedeln hauptsächlich den Scham- und Lendenbereich, können aber auch an anderen Körperstellen auftreten.

Foto: iStock/Doucefleur

Filzläuse (auch Schamläuse) besiedeln hauptsächlich den Scham- und Lendenbereich, können aber auch an anderen Körperstellen auftreten.

Filzläuse – keiner mag darüber sprechen, aber wer darunter leidet, kann und sollte schnellstens etwas dagegen tun. Filzlausbefall ist nicht nur sehr unangenehm, sondern auch extrem ansteckend. So sieht die Behandlung aus.

Filzläuse werden aufgrund ihrer Lokalisierung auch Schamläuse genannt und in der Regel durch sexuellen Kontakt oder die gemeinsame Benutzung von Bettwäsche, Handtüchern oder Kleidung übertragen. Filzläuse behandeln: So geht's.

Filzläuse behandeln und erkennen

Dieses äußerst unangenehme Geziefer ist winzig. Ca. anderthalb bis zwei Millimeter sind die Parasiten groß. Man kann sie als kleine dunkle Punkte am Haaransatz des Genitalbereich sowie der Achselhöhlen oder auf der Haut selbst erkennen. Sie verfügen über sechs Beine, mit denen sie sich bestens vor allem am Haaransatz festklammern können.

Einen Filzlausbefall können Sie – wie bei Kopfläusen – an der Eiereinlagerung (Nissen) identifizieren. Ein Filzlausweibchen legt täglich zwei bis drei Eier an den Haarschaft, geschlechtsreife Läuse benötigen nur ca. einen Monat für ihre Entwicklung.

Filzläuse: Das sind die Symptome

Neben Rötungen und starkem Juckreiz, sind vor allem kleine blaue Flecken, die von dem Biss der winzigen Blutsauger herrühren, typisch. Betroffene Körperregionen sind neben dem Intimbereich auch die Leiste, Unterbauch und Oberschenkel. Auch winzige braune Flecken vom Kot der Tiere auf der Unterwäsche können auf einen Filzlausbefall hindeuten.

Das unangenehmste Symptom ist der starke Juckreiz, der eine Reaktion des Körpers auf den Speichel der Filzläuse ist, und sich in der Nacht noch verstärken kann. Widerstehen Sie unbedingt dem Wunsch zu Kratzen, da sich durch Hautverletzungen und eindringende Bakterien Infektionen bilden können.

Filzlaus-Behandlung auch mit Hausmitteln möglich

  • Die Komplettrasur des Intimbereichs ist sicherlich die radikalste Variante, muss aber bei guter Behandlung und penibler anschließender Hygiene nicht unbedingt sein.
  • Ärzte verschreiben bei Filzlausbefall gern Cremes mit dem Wirkstoff Permethrin, die auf den befallenen Körperstellen für 30 bis 45 Minuten einwirken sollen. Anschließend lassen sich Nissen und Eier auskämmen.
  • Auch das Auftragen einer Essiglösung kann den gewünschten Effekt haben.
  • Wenn Augenbrauen oder Wimpern befallen sind, sind Medikamente in Cremeform nicht ratsam. Hier müssen die Tiere einzeln mit einer Pinzette aus den Haaren entfernt werden. Tipp: Um das Prozedere zu erleichtern, kann man vorher Vaseline oder Öl auftragen. Vaseline hat den Vorteil, dass es die Filzläuse erstickt. Nissen sind etwas widerstandsfähiger, deshalb müssen sie einzeln ausgekämmt werden.

Wichtig ist neben der Behandlung des Filzlausbefalls am Körper auch die nötige Hygiene drumherum. Waschen Sie Unterwäsche, Kleidung und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad oder legen sie diese gut verpackt für mindestens 48 Stunden in den Tiefkühler, um die Parasiten und ihre Nissen abzutöten und einen neuen Befall auszuschließen. Tipp: Auch die Nutzung eines Wäschetrockners für mindestens 20 Minuten kann die Tiere abtöten.

Besonders empfindliche Textilien kann man in luftdichten Behältern aufbewahren, damit die Tiere ersticken. Da die Tierchen ohne menschlichen Wirt nach zwei bis drei Tagen sterben, müssen Sie bei Polstermöbeln oder großen Kissen etc. nicht in Panik verfallen. Meiden Sie diese einfach für einige Zeit.

Wer unter Filzlausbefall leidet, muss natürlich auch Familienmitglieder und Sexualpartner mitbehandeln bzw. informieren, damit sich der Befall nicht zur Epidemie ausweitet.

Filzläuse behandeln: Filzlausbefall ist gar nicht so anders als Kopflausbefall. Springen Läuse eigentlich von Kopf zu Kopf?

Das können Sie tun, wenn's juckt und krabbelt: So erkennen und behandeln Sie Kopfläuse. Wussten Sie, dass immer mehr Menschen an Krätze leiden? So erkennen Sie sie.

Weitere Tipps finden Sie auf unserer Themenseite Hautpflege.

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