09.08.2019

Gesundheitsschädliche Krabbler Schaben bekämpfen: Das können Schabenfallen und Hausmittel

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Schaben können schnell zur Plage werden, das können Sie gegen die gesundheitsschädlichen Krabbler tun.

Foto: iStock/ananaline

Schaben können schnell zur Plage werden, das können Sie gegen die gesundheitsschädlichen Krabbler tun.

Kakerlaken, Schaben in Haus und Garten, Küchenschaben: Da wo sie auftreten, ist die Panik groß. So werden Sie die lästigen Mitbewohner los.

Wie unterscheiden sich die verschiedenen Schabenarten voneinander, wie gefährlich sind Schaben wirklich – und wie können Schaben bekämpft werden? Wir verraten es Ihnen.

Schaben bekämpfen: Diese Arten gibt es und so erkennt man sie

Die krabbeligen Vierbeiner leben in Haus und Garten und lieben unsere Nähe, besser gesagt unsere Abfälle. Obwohl die Begriffe Kakerlake und Schabe manchmal synonym gebraucht werden, stecken dahinter verschiedene Arten.

Die Deutsche Schabe ist hell- oder dunkelbraun gefärbt, hat zwei charakteristische parallel verlaufende Längsstreifen am Kopfende und ist 1 cm bis 1,6 cm lang. Die Gemeine Küchenschabe/Kakerlake ist mit bis zu 3 cm deutlich größer, rotbraun bis schwarz, und extrem schnell. Beide Schabenarten suchen die Nähe zum Menschen. Ihre rasche Vermehrung und ihre lange Lebensdauer machen sie schnell zur Plage. Und das unangenehmste: Beide Arten können gesundheitsschädlich sein.

Keine Panik dagegen bei Schaben im Garten. In der Regel handelt es sich um die Waldschabe. Diese ist schlanker als ihre häuslichen Artgenossen und kann fliegen. Sie hat einen hellbraunen Körper und kann zwischen 9 und 14 mm groß werden. Anders als die Gemeine Küchenschabe sind ihre Beine bedornt.

Waldschaben sind für den Menschen ungefährlich. Sie ernähren sich im Gegensatz zu Kakerlaken nicht von menschlichem Abfall, sondern von abgestorbenen Pflanzenresten im Garten. In der Wohnung würden sie nicht lange überleben. Sie sind genauso wenig schädlich wie Feuerwanzen: Darum sollten Sie diese kleinen Tierchen in Ihrem Garten lieben.

Schaben bekämpfen: Darum ist es so wichtig

Sowohl die Deutsche Schabe als auch die Gemeine Küchenschabe übertragen zahlreiche Krankheiten. So sollen sie für Hepatitis, Typhus und Tuberkulose sowie die Verbreitung von Salmonellen und Würmer verantwortlich sein und können Asthma und Allergien verschlimmern.

Schaben mit Hausmitteln bekämpfen

Sie sind schnell und verschwinden so rasch wie sie aufgetaucht sind. Schaben gelangen in der Regel über Mauerspalten und -risse ins Haus, aber auch auf direktem Weg durch Fenster und Türen. Auch Abwasserrohre in Küche und Bad sowie Klimaanlagen und Heizungsleitungen sind für Schaben ein probates Mittel in Wohnung und Haus zu gelangen. Sie verstecken sich bevorzugt in Ritzen, unter Bodenbelägen, hinter Geräten wie Backofen, Kühlschrank und Waschmaschine und in Holzmöbeln.

Vorweg gesagt, die Hausmitteltipps zur Bekämpfung von Schaben beziehen sich auf kleinere Populationen. Sollten Sie einen größeren Befall feststellen, ist das Hinzuziehen eines Kammerjägers ratsam. Als Experten-Faustregel gilt: Bei einer gesichteten Schabe, ist von mindestens 200 real existierenden Schaben im betroffenen Haushalt auszugehen.

Hausmittel gegen Schaben: Lorbeer, Katzenminze und Essig

Schaben hassen den Geruch von Lorbeer. Verteilen Sie Lorbeerblätter an den Verstecken der Tiere. Denselben Effekt hat Katzenminze. Auch Essig und Pfeffer sind eine gute Kombination zur Bekämpfung der Krankeitsüberträger, sie funktionieren als Barriere, die die Kakerlaken nicht überwinden wollen, was es ihnen schwer macht, an ihre Nahrungsquellen zu gelangen.

Auch das Hausmittel Diatomeenerde kann als zusätzliche Maßnahme in Ritzen und sonstigen Verstecken aufgebracht werden. Eine weitere Möglichkeit ist Borsäure: Diese kann in einem Verhältnis von sechs Anteilen Borsäure sowie je zwei Anteilen Zucker und Margarine gemischt werden.

Am besten ist, dem Schabenbefall vorzubeugen, indem sie Spalten und Risse versiegeln bzw. abdecken und Fenster und Türen mit einem Fliegengitter versehen.

Saugen Sie regelmäßig unter Teppichen und Möbeln, reinigen Sie Schubladen, Regale und Schränke. Lassen Sie kein ungewaschenes Geschirr und keine Abfälle liegen. Und lüften Sie Bad und Küche regelmäßig.

Schabenfallen: Effektiv oder nicht?

Als alleiniges Mittel ist eine Schabenfalle zur Bekämpfung des Ungeziefers nicht ausreichend, sie ist als Ergänzung zu weiteren Maßnamen zu verstehen, da sie nur einzelne Tiere erwischt und nicht die Ursache des Befalls beseitigt. Schabenfallen gibt es auf Leimbasis oder auch mit einem Fraßgift versetzt und sind im Handel sowie online erhältlich.

Finger weg von giftigen Sprays!

Seien Sie mit dem Einsatz von Giften zurückhaltend, da ihre Auswirkung auf die menschliche Gesundheit, auf Haut und Atemwege umstritten ist. Professionelle Kammerjäger setzen giftige Antischabengele ein, diese haben aber in Laienhand wenig zu suchen. Dasselbe gilt für Mittel auf Hormonbasis, die die Fortpflanzung der Tiere hemmen sollen.

Abzuraten ist auch vom Einsatz von Giftgasen und Sprays gegen Schaben, da hier die langfristige Belastung der Wohnräume ein Gesundheitsrisiko für den Menschen birgt.

Schaben bekämpfen mit Geduld und Systematik

Viel Ausdauer und Geduld ist bei der Bekämpfung von Schaben angesagt. Oft ist es nicht mit einer einmaligen Maßnahme getan, da Schaben sehr widerstandsfähig sind. Gehen Sie systematisch vor und rechnen Sie im schlimmsten Fall mit einem mehrwöchigen Prozedere.

Wenn Sie Köder oder Fallen platzieren, sollten weder Kinder noch Haustiere daran gelangen können. Halten Sie sich immer an die Gebrauchsanweisung der angewendeten Mittel. Und: Wenn Sie nach ca. sechs Wochen keine Erfolge erzielen, sollten Sie die Inanspruchnahme eines professionellen Kammerjägers in Betracht ziehen.

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Weitere hilfreiche Infos bekommen Sie auf unserer Themenseite Haushaltstipps.

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