Aktualisiert: 28.12.2020 - 19:21

Heimwerker aufgepasst! Diese Fehler sollten Sie bei kleineren Sanitärarbeiten vermeiden

Von Franziska Wohlfarth

Wer kleinere Sanitäraufgaben selber stemmen möchte, sollte diese typischen Fehler vermeiden.

Foto: imago-images.de/McPHOTO

Wer kleinere Sanitäraufgaben selber stemmen möchte, sollte diese typischen Fehler vermeiden.

Wenn der Wasserhahn tropft oder der Duschabfluss verstopft ist, zögern viele Leute einen Experten zu Rate zu ziehen und erledigen diese kleinen Sanitärarbeiten lieber selbst. Dabei begehen Sie häufig folgende Fehler, die sich allerdings leicht vermeiden lassen.

Für kleinere Sanitärarbeiten muss man nicht immer direkt einen Handwerker zu Hilfe rufen. Das Anbringen einer Armatur oder die Reinigung des verstopften Duschabflusses kann man auch leicht selber erledigen. Dabei begehen viele Leute jedoch folgende Fehler, die ernsthafte Konsequenzen mit sich ziehen können.

7 vermeidbare Fehler bei kleineren Sanitärarbeiten

1. Unzureichende Vorbereitung

Viele HandwerkerInnen möchten sich direkt auf die anstehende Arbeit stürzen, ohne jegliche Planung und Vorbereitung. Überlegen Sie sich jedoch gut, was Sie berücksichtigen müssen, um Folgeschäden bei der Arbeit an den Sanitäranlagen zu vermeiden. Diese Fragen helfen Ihnen dabei sich einen Überblick zu verschaffen:

  • Muss das Wasser abgestellt werden und wo?
  • Sind Mitbewohner zu informieren?
  • Sind alle erforderlichen Werkzeuge vorhanden?
  • Sind alle Ersatzteile im Haus?

2. Richtiges Werkzeug ist das A und O

Ihr Werkzeug aus dem Werkzeugkasten mag zwar so aussehen, wie das von echten Profis, doch häufig benutzen diese professionelle Spezialgeräte. Nehmen Sie sich also die Zeit, Ihr Werkzeug auf seine Eignung für die durchzuführenden Arbeiten zu prüfen.

Wenn Sie mit dem falschen Werkzeug oder Dichtungsmaterial arbeiten, muss ein Fachmann eventuell zu Ende bringen, was Sie begonnen haben. Das verursacht Ihnen nur unnötige Kosten, welche die Versicherung bei Eigenverursachen nicht erstattet.

3. Überschätzen Sie nicht Ihre eigenen Fähigkeiten!

Manche Sanitärarbeiten erscheinen auf den ersten Blick einfach, bergen allerdings einige Tücken. Wenn Sie bei der Reinigung eines verstopften Duschabflusses beispielsweise eine Verschraubung lösen, die den Siphon an seinem Platz hält, haben Sie keine Chance den Abfluss wieder dicht zu bekommen.

Holen Sie sich also Rat von qualifizierte HandwerkerInnen, wenn Sie auch nur den geringsten Zweifel an Ihren eigenen Kompetenzen haben.

4. Wasserpumpenzangen können Kratzer verursachen

Eine Wasserpumpenzange wird zum Greifen von Rohren, Muffen, Schrauben oder Muttern verwendet. Wenn man Sie zum Auf- oder Zudrehen von Werkteilen benutzt, können diese schnell unschöne Kratzer davon tragen. Dies ist vermeidbar, indem man einfach einen Lappen unter die Backen der Zange legt.

5. Beim Zudrehen der Rohre gilt: Weniger ist mehr

Für viele Hobby-HeimwerkerInnen erscheint es zunächst naheliegend, Rohre mit der Zange so fest wie möglich zuzudrehen. Es ist zwar wichtig, dass die Verbindungen dicht sind, doch wenn Sie zu viel Kraft aufwenden kann das Risse am Material oder Schäden am Dichtungsring zur Folge haben.

Wenn Sie das Rohr zu fest zugedreht haben, erkennen Sie das oftmals direkt an herabrinnenden Tropfen. Drehen Sie also nur so fest zu, bis kein Wasser mehr austritt und wenden Sie nicht zu viel Kraft auf.

Überprüfen Sie am Ende der Reparatur direkt auf undichte Stellen. Räumen Sie das Werkzeug nicht gleich weg, denn manchmal tritt auch nur eine geringe Menge Wasser aus. Lassen Sie sich bei der abschließenden Kontrolle also genügend Zeit.

6. Falsche O-Ringe dichten nicht gut ab

Dichtungen sind im Badezimmer essentiell. Mit der Zeit kann es allerdings passieren, dass sie spröde und undicht werden. Dann muss man sie ausgetauschen. Hierfür benötigen Sie sogenannte O-Ringe, welche in verschiedenen Größen, Stärken und Materialien erhältlich sind. Achten Sie im Baumark also darauf, dass Sie der neue Dichtungsring diesselben Abmessungen, wie der Alte hat. Darauf sollten Sie achten, wenn Sie Dichtungen selber austauschen.

7. Übrige gebliebene Materialien entsorgen

Wenn die Arbeit getan ist, schmeißen viele HeimwerkerInnen die übrig gebliebenen Bauteile beim Aufräumen einfach weg. Es ist jedoch sinnvoll die Originalteile aufzubewahren, falls man einen Fehler gemacht hat und das Bauteil wieder zurückgebaut werden muss.

Besonders wichtig ist die Verwahrung von Originalteilen für Mieter: Diese müssen die ursprüngliche Installation beim Auszug wieder einbauen.

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