28.07.2016

Stiftung Warentest Geschirrspülmittel: Testsieger reinigt für 4 Cent pro Spülgang

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Sauber mit einem guten Gefühl: Dank der neuen Zitruskraft wird beim Geschirrspülen auch die Umwelt geschont.

Foto: iStock

Sauber mit einem guten Gefühl: Dank der neuen Zitruskraft wird beim Geschirrspülen auch die Umwelt geschont.

Blitzblank müssen die Gläser, Teller und Besteck aus dem Geschirrspüler kommen und der Reiniger soll die Umwelt schonen. Doch ist beides machbar?

Ja. Denn die Lösung sind phosphatfreie Pulver und Multitabs. Und diese umweltfreundliche Alternative muss nicht einmal teuer sein. Für nur vier Cent pro Spülgang kann man ruhigen Gewissens sein Geschirr porentief rein waschen. Die umweltschonenden Geschirrspülmittel schlugen laut Stiftung Warentest ihre phosphathaltigen Mitbewerber um Längen.

Hintergrund: Phosphate belasten die Gewässer stark, indem sie das Algenwachstum fördern. Daher will die EU ab 2017 Phosphor generell aus allen Pulvern und Tabs verbannen - wie bereits seit Jahren in allen Waschpulvern.

Das sind die Testergebnisse

Doch wie schlagen sich die Produkte in der Praxis? Stiftung Warentest hat die Spülmittel in der Augustausgabe von test.de genau unter die Lupe genommen. Im aktuellen Test mussten die neuen Mittel zeigen, wie wirksam sie reinigen und Kalkbeläge verhindern.

Ergebnis: Von zwölf Pulvern und Tabs, die keine oder nur sehr geringe Mengen an Phosphat enthalten, schneidet eines sehr gut ab, weitere sieben gut.

Die besten Spülmittel im Überblick

Getestet wurden insgesamt 13 Geschirrspülmittel - 4 Pulver und 9 Tabs. Am besten schnitt der Domol Geschirr-Reiniger von Rossmann für nur 4 Cent je Spülgang ab. Gefolgt vom Fit Pulver Classic für 9 Cent pro Durchgang. Bei den Tabs spülen gut und preiswert spülen Lidl W5 Classic und Norma Saubermax Classic für je 5 Cent pro Tab. Ebenfalls gut: Claro Classic und Fit Classic Speedy Tabs für je 13 Cent sowie OPM Geschirr-Reiniger Tabs für 10 Cent pro Tab.

Diese Reiniger schnitten eher schlecht ab

Das Sodasan Pulver schont zwar die Gewässer, spült aber schlecht. Auch bei den Tabs gab es qualitative Unterschiede: Fit sorgt zwar für dauerhaft klare Gläser, Silberbesteck zeigte aber nach dem 100. Spülgang unschöne Beläge. In diesem Fall musste nachpoliert werden. Umweltschonend, jedoch nur wenig wirksam gegen hartnäckigen Schmutz spülten die Tabs von Alma Win, denn es blieben deutlich sichtbare Speisereste zurück.

Besser ohne Phosphat

Ob Geschirr sauber und schonend gespült aus der Maschine kommt, hängt von der Rezeptur des Spülmittels ab: Qualität der Inhaltsstoffe sowie die Zusammensetzung müssen stimmen. Bisher benutzte Phosphate, die als Wasserenthärter dienten, wurden durch biologisch gut abbaubare Zitrate (die Salze der Zitronensäure) ersetzt. Dazu kommen Bleichmittel, die Verfärbungen wie beispielsweise Teeränder entfernen und schmutzlösende Tenside.

Öko pur kann den Geschirrspüler kaputt machen

Einige Produkte wie Ecover, Alma Win und Sodasan verzichten nun nicht nur auf Phosphate, sondern verwenden ausschließlich pflanzliche Rohstoffe und Mineralien. Sie konnten im Test allerdings nicht überzeugen. Ecover spült von den Ökomitteln noch am besten - richtig sauber wird das Geschirr aber nicht. Gereinigt mit Tabs von Alma Win oder Pulver von Sodasan kam das Geschirr mit hartnäckigen Speiseresten fast so schmutzig wieder aus der Maschine, wie es hineingestellt wurde. Gläser sind milchig weiß getrübt, Edelstahlbesteck schimmert bläulich.

Fazit: Dennoch lieferten die besten phosphatfreien Spülmittel im Test eine überzeugende Vorstellung. Wer die Umwelt und saubere Badeseen liebt, muss dennoch auf einen Geschirrspüler nicht verzichten. Den phosphatfreien Spülmitteln gehört die Zukunft!

Weitere Infos finden Sie in der August-Ausgabe der Zeitschrift "test" und unter test.de/geschirrspueler.

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