Aktualisiert: 16.07.2021 - 20:28

Sie kommt selten allein... Schwarze Bohnenlaus: So erkennen und bekämpfen Sie sie, so beugen Sie ihr vor

Von Franziska Wohlfarth

Die schwarze Bohnenlaus ist nicht nur auf Bohnen zu finden. Wie Sie den Schädling schnell wieder loswerden und ihm vorbeugen.

Foto: Getty Images/Thomas Marx

Die schwarze Bohnenlaus ist nicht nur auf Bohnen zu finden. Wie Sie den Schädling schnell wieder loswerden und ihm vorbeugen.

Fast alle Hobbygärtner:innen müssen sich früher oder später mit der schwarzen Bohnenlaus herumschlagen. Sie befällt nicht nur Bohnen, sondern auch andere Hülsenfrüchte, Kräuter, verschiedene Gemüsesorten und Zierpflanzen. So werden Sie den Schädling schnell wieder los.

Kaum eine Gartenpflanze ist vor der schwarzen Bohnenlaus sicher: Der Schädling befällt Bohnen, Spargel, Rote Beete, Mangold, Spinat, Tomaten, Gurken und Zierpflanzen wie Dahlien oder Clematis. Wir verraten Ihnen, woran sie einen Befall erkennen, wie sie die lästigen Sauger bekämpfen und welche vorbeugenden Maßnahmen getroffen werden können.

Schwarze Bohnenlaus: Daran erkennen Sie einen Befall

Ab Mai besiedeln die beflügelten Schädlinge unterschiedliche Kultur- und Wildpflanzen. Dabei sitzen sie zusammen in dichten Kolonien auf Triebspitzen, Blütenknospen und Blattunterseiten der betroffenen Gewächse.

Sie saugen eine große Menge an Phloemsaft aus der Pflanze und hinterlassen dabei einen süßen, klebrigen Honigtau, welcher Ameisen anlockt und das Wachstum des Rußtaupilzes begünstigt.

Einen Befall erkennen Sie an eingerollten, gekräuselten Blättern, klebrigen Pflanzenteilen, Blütenabwurf, verkrüppelten Trieben und gegebenenfalls einem schwarzen Pilzbelag.

Schädlinge bekämpfen mit natürlichen Hausmitteln

Bei besonders trockenem, warmem Sommerwetter legt die schwarze Bohnenlaus eine geradezu explosionsartige Vermehrung an den Tag. Hobbygärtner:innen müssen bei einem Befall also unbedingt schnell handeln.

Versuchen Sie zunächst einer weiteren Ausbreitung vorzubeugen: Lesen Sie die Schädlinge per Hand von den Blättern, schneiden Sie betroffene Pflanzenteile komplett ab oder spritzen Sie die Insekten mit einem harten Wasserstrahl von den Trieben.

Machen Sie sich die natürlichen Fressfeinde der schwarzen Bohnenlaus zunutze und fördern Sie die Ausbreitung von Marienkäfern, Schwebefliegen oder Schlupfwespen im Garten. Im Gewächshaus übernehmen Florfliegen oder Gallmilben die natürliche Bekämpfung.

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Umweltschonende Mittel statt aggressiver Insektizide

Den Nützlingen und der Natur zuliebe sollten Sie auf synthetische Mittel verzichten. Besser ist eine Behandlung mit biologischen Alternativen auf Basis von Neem oder Rapsöl.

Viele Hobbygärtner:innen schwören außerdem auf eine Spritzung mit Seifenlauge. Mischen Sie hierfür 150 Gramm Schmierseife mit etwa fünf Litern Wasser und tragen Sie das Gemisch mehrmals täglich auf die betroffene Pflanze auf.

Auch Brennnesselbrühe hat sich gegen die schwarze Bohnenlaus bewährt. Geben Sie 500 Gramm frische Brennnessel in fünf Liter Wasser und lassen Sie das ganze kurz aufkochen. Sobald der Sud abgekühlt ist, können Sie ihn zweimal täglich mit einer Sprühflasche auf die geschädigte Pflanze geben.

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So beugen Sie einem Befall vor

Durch passende Mischkulturen können sich Pflanzen gegenseitig vor Schädlingen schützen. Die schwarze Bohnenlaus steht beispielsweise total auf Kapuzinerkresse – das Gewächs kann gezielt als Fangpflanze eingesetzt werden.

Verzichten Sie im Garten außerdem auf das Pfaffenhütchen und den Gewöhnlichen Schneeball. Die Pflanzen dienen den schwarzen Saugern als Winterwirte und helfen ihnen dabei, sich während der kalten Jahreszeit munter weiterzuvermehren.

Achten Sie zudem auf eine reichliche Kaliumversorgung und eine stickstoffreiche Düngung. Ist die Pflanze gesund und kräftig, wird sie weniger oft von schwarzen Bohnenläusen heimgesucht.

Quellen: myhomebook.de, mein-schoener-garten.de, plantura.garden

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