Aktualisiert: 25.06.2021 - 20:06

Fünf klassische Fehler Braune Blätter bei der Aloe Vera: Daran kann es liegen!

Von Franziska Wohlfarth

Damit Ihre Aloe Vera auch so prächtig gedeiht und keine braunen Blätter bekommt, sollten Sie ein paar Dinge bei der Pflege beachten.

Foto: Getty Images/Emilija Manevska

Damit Ihre Aloe Vera auch so prächtig gedeiht und keine braunen Blätter bekommt, sollten Sie ein paar Dinge bei der Pflege beachten.

Sehen die Blätter Ihrer geliebten Aloe Vera braun und schlapp aus? Vielleicht haben Sie einen dieser typischen Fehler bei der Pflege begangen. So päppeln Sie die Zimmerpflanze schnell wieder auf.

Die Echte Aloe gehört zu den ganz besonders robusten und pflegeleichten Zimmerpflanzen. Manchmal kann es dennoch passieren, dass sich die Blätter der Aloe Vera braun verfärben. Woran liegt das und was kann man dagegen tun? Wir haben die Antworten.

Aloe Vera-Pflege: Was tun bei braunen Blättern?

Im deutschen Raum wird die Aloe Vera auch "Echte Aloe" oder "Bitterschopf" genannt. Die Sukkulente stammt ursprünglich aus dem Gebiet der arabischen Halbinsel, ist heute jedoch auch in Nordafrika, dem Nahen Osten, Asien und dem Mittelmeerraum anzutreffen.

Mit ihren rosettenartig angeordneten, spitz zulaufenden Blättern, ist sie eine äußerst dekorative Zimmerpflanze. Doch kultiviert wird sie nicht nur wegen ihres hübschen Aussehens, sondern auch wegen ihrer heilenden Wirkung: Der Saft der Blätter soll bei Hautkrankheiten und Verletzungen Abhilfe verschaffen.

Unter Pflanzenliebhaber:innen wird sie vor allem für ihre Pflegeleichtigkeit geschätzt – kleine Fehler verzeiht das Gewächs einem schnell. Wenn ihr etwas jedoch nicht passt, äußert sie das durch braune Blätter. Das sind die typischen Ursachen für die Verfärbungen:

1. Zu viel Sonne

Die Aloe Vera fühlt sich an einem hellen, sonnigen Standort am wohlsten. Zu viel Sonne auf einmal kann dem Gewächs jedoch schaden. Vor allem dann, wenn diese ganz plötzlich auf die Blätter der Heilpflanze scheint. Ein zu schneller Standortwechsel ohne Eingewöhnung, äußert sich bei der Aloe Vera durch braune Blätter und vertrocknete Blattspitzen.

Wenn Sie Ihre Aloe Vera Pflanze mit etwas mehr Tageslicht verwöhnen wollen, sollten Sie sie langsam an den neuen Standort gewöhnen: Wählen Sie zunächst einen halbschattigen Platz, bevor Sie sie in die pralle Sonne stellen.

2. Zu viel Wasser

Da sie ursprünglich in den Tropen und Subtropen beheimatet ist, kann die Aloe Vera mit Hitze und Trockenheit um einiges besser umgehen als andere Zimmerpflanzen. Der Auslöser für braune Blätter ist deshalb meist nicht zu wenig Wasser, sondern zu viel.

Die Pflanze muss nur während der Wachstumsperiode zwischen April und Oktober gegossen werden. Lassen Sie die obere Schicht des Bodens zwischen den Wassergaben vollständig austrocknen. In Herbst und Winter können Sie das Gießen komplett einstellen.

3. Staunässe

Zu viel Wasser resultiert häufig in Staunässe und Wurzelfäule. Kann das Gießwasser nicht richtig abfließen, sammelt es sich am Wurzelballen und ertränkt die Pflanze regelrecht. Die Blätter sind dann nicht nur braun, sondern dazu auch noch matschig und schlaff.

Pflanzenliebhaber:innen müssen in solch einem Fall schnell handeln: Am besten sollte die Aloe Vera in ein Gefäß mit ausreichend Drainage und sandiger Erde umgetopft werden. Wenn Sie dabei einen fauligen Geruch wahrnehmen, ist es vermutlich schon zu spät für Rettungsmaßnahmen. Dann können Sie lediglich die betroffenenen Wurzeln entfernen und auf das Beste hoffen. Manchmal erholen sich die robusten Zimmerpflanzen doch noch.

4. Platzmangel

Fühlt sich die Aloe Vera in ihrem Töpfchen beengt, äußert sie das durch braune Blätter. Die Zimmerpflanze muss etwa alle zwei Jahre in ein größeres Gefäß gesetzt werden. Dieses sollte rund um den Wurzelballen mindestens drei Zentimeter Platz lassen.

Nach dem Umtopfen braucht die Sukkulente eine Weile, um sich an ihr neues Zuhause zu gewöhnen. In den ersten Tagen können sich zwar weiterhin braune Flecken bilden, doch nach kurzer Zeit erholen sich die Blätter.

5. Überdüngung

Aloe Veras sind echte Überlebenskünstlerinnen: Sie benötigen nur wenige Nährstoffe und gedeihen auch auf kargem Untergrund prächtig. Deshalb dürfen Sie es bei der Düngergabe nicht übertreiben: Während der Wachstumsperiode im Sommer können Sie alle vier Wochen etwas flüssigen Kakteen- und Sukkulentendünger zum Gießwasser hinzugeben. Ansonsten sollte die Pflanze in Ruhe gelassen werden.

Vermuten Sie eine Überdüngung, sollten Sie Ihre Aloe Vera unverzüglich in frische Erde setzen und in den folgenden Wochen auf eine Düngung verzichten.

Quellen: gartenjournal.net, myhomebook.de, plantopedia.de, praxistipps.focus.de

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