Aktualisiert: 13.06.2021 - 16:02

Für mehr Wachstum und Blüte Gehölzschnitt im Juni: Diese Frühlingsblüher sollten Sie jetzt schneiden!

Von Franziska Wohlfarth

Viele Blütensträucher können im Juni einen Pflegeschnitt vertragen.

Foto: Getty Images/Doug Menuez/Forrester Images

Viele Blütensträucher können im Juni einen Pflegeschnitt vertragen.

Im Juni hat es sich für die meisten Frühjahrsblüher ausgeblüht: Es wird Zeit für einen Pflegeschnitt. Welche Gehölze es besonders nötig haben, was für gesetzlichen Regelungen es zu beachten gilt.

Wenn die Blütenpracht der Frühjahrsblüher verwelkt und die Hecke ein wenig aus der Form geraten ist, wird es Zeit für einen Rückschnitt. Welche Gehölzer Sie im Juni schneiden sollten, was es dabei zu beachten gibt.

Gehölzschnitt im Juni: Das sind die Vorteile

Das Beschneiden von verblühten Sträuchern und wuchernden Hecken ist nicht nur eine optische Maßnahme: Mit dem Entfernen von abgestorbenen Pflanzenteilen beugt man Pilzkrankheiten vor und fördert zudem die Fruchtentwicklung.

Unterhalb der Schnittstelle bilden sich neue Triebe – die Mühen werden in der kommenden Saison mit einer herrlichen Blütenpracht und einem üppigen Wuchs belohnt. Viele Sommerstauden wie Lupine, Rittersporn, Frauenmantel oder Phlox blühen nach dem Rückschnitt sogar im gleichen Jahr erneut.

Der richtige Schnittzeitpunkt

Der 24. Juni ist ein wichtiges Datum für Gärtner:innen – an diesem sogenannten "Johannitag" legen die Pflanzen eine kurze Wachstumspause ein, um sich von den "Maitrieben" zu erholen. Um diesen Tag herum sollte deshalb auch der Pflegeschnitt erfolgen.

Wählen Sie einen etwas bedeckten, kühlenTag, bevorzugt mit etwas Regen. Bei praller Hitze oder Frost kann es zu Schäden an dem frisch geschnittenen Holz kommen. Empfindliche Pflanzen, beispielsweise der Buchsbaum, sollten deshalb bereits vor dem 24. Juni geschnitten werden.

Diese Sträucher brauchen einen Rückschnitt

Heckenpflanzen und Frühblühern können Sie bedenkenlos einen Sommerschnitt verpassen. Dazu gehören unter anderem:

  • Deutzien
  • Forsythien
  • Gartenjasmin
  • Heckenkirsche
  • Flieder
  • Holunder
  • Gefüllter Schneeball
  • Buchsbaum
  • Rosen
  • Zier-Johannisbeere
  • Scheinkerrie
  • Weigelie
  • Pfeiffenstrauch

Immergrüne Arten und Obstgehölze brauchen wiederum keinen Sommerschnitt. Zier-Ahorn, Felsenbirne, Zaubernuss, Zier-Äpfel, Schneeball, Magnolie und Glockenhasel können Sie also bedenkenlos sich selbst überlassen.

Pflege- statt Radikalschnitt

In §39 des Bundesnaturschutzgesetz ist festgelegt, dass zwischen dem 1. März und dem 30. September keine radikalen Gehölzschnitte durchgeführt werden dürfen. Form- und Pflegeschnitte sind jedoch ganzjährig erlaubt.

Grund dafür ist der Schutz von heimischen Vögeln und anderen Wildtieren, die in den Bäumen leben und nisten. Bei Nichteinhaltung des Gesetzes hat man mit einer Geldstrafe von 15.000 bis 25.000 Euro zu rechnen.

Schonende Schnitttechnik

Vor allem bei Heckenpflanzen ist also Vorsicht geboten – hier reicht ein oberflächlicher Formschnitt. Achten Sie dabei auf einen trapezförmigen Aufbau: Die Hecke sollte unten breit sein und nach oben hin schmal zulaufen. Das hat den Vorteil, dass ausreichend Licht an die unteren Pflanzenteile gelangt und die Basis nicht verkahlt.

Nach der Blüte können Sie die vertrockneten Blütenrispen von Flieder, Holunder und Co. abschneiden. Nutzen Sie hierfür eine saubere, scharfe Gartenschere. Achten Sie darauf, die darunter liegenden weichen Triebe nicht zu verletzen.

Bei Edel-, Beet-, Strauch- und Kletterrosen können Sie etwas beherzter vorgehen: Schneiden Sie verblühte, kränkelnde, schwache oder störende Triebe über dem ersten fünffach gefiederten Laubblatt ab. Bei in Dolden blühenden Rosen werden zunächst nur einzelne verblühte Blüten herausgebrochen. Sobald die gesamte Dolde vertrocknet ist, schneiden Sie diese komplett ab.

Quellen: ndr.de, plantura.garden, gartenjournal.net, gartentipps24.de, berlingarten.de, mein-schoener-garten.de, rbb-online.de

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