Aktualisiert: 13.06.2021 - 18:16

Unliebsame Maikäfer-Larven So bekämpfen Sie Engerlinge im Garten

Von der Redaktion

Engerlinge ernähren sich von Wurzeln und können Pflanzen damit erheblichen Schaden zufügen.

Foto: Getty Images/AlbyDeTweede

Engerlinge ernähren sich von Wurzeln und können Pflanzen damit erheblichen Schaden zufügen.

Sie können Rasen, Sträuchern und anderen Pflanzen Schaden zufügen: Engerlinge. Wie Sie die Maikäfer-Larven im Garten bekämpfen, lesen Sie hier.

Im Frühjahr passen Hobbygärtner und Landwirte besonders auf. Es ist die Zeit der Engerlinge, die schließlich zu Maikäfern werden. Doch die Larven sind alles andere als harmlos und können dramatische Auswirkungen auf Pflanzen haben.

Alles über Engerlinge im Garten und wie man sie gezielt bekämpft, erklären wir Ihnen hier. Außerdem geben wir Informationen darüber, wie gefährlich die Larve wirklich ist und welche Schäden sie überhaupt anrichten kann.

Engerlinge im Garten: So bekämpfen Sie die Maikäfer-Larven

Engerlinge sind Larven, die mit bis zu sechs Zentimetern besonders groß werden können. Manche erreichen sogar zehn Zentimeter. Sie sind entweder weiß, grau oder sogar leicht gelblich. Aus den Larven entstehen verschiedene Käferarten. Der bekannteste ist wohl der Maikäfer. Aber auch der Junikäfer, der Rosenkäfer sowie der Nashornkäfer schlüpfen nach einiger Zeit aus Engerlingen.

Die Larven haben es in sich. Sie ernähren sich von Humus, Gras- oder aber Wurzeln. Somit sind sie ein Risiko für die Lebensdauer von Pflanzen wie Erdbeeren, Kartoffeln, Rüben oder Salat. Auch an Stauden, Sträuchern und Rasenflächen können sie Schäden verursachen. Kurzum: Wer seinen Garten liebt, sollte einem zu hohen Engerlingbefall unbedingt vorbeugen.

Auch Landwirte in Süddeutschland haben wegen Engerlingen Alarm geschlagen. Denn Bayern erlebt eine schlimme Maikäfer-Plage mit wirtschaftlichen Folgen.

Rasen vertikutieren und Fadenwürmer einsetzen

Einige Engerlinge gehören aber nicht zu den Schädlingen, sondern sind für die Natur sogar von Nutzen. So ernähren sich bestimmte Käferlarven, wie zum Beispiel die des Nashornkäfers, auch von abgestorbenen Wurzeln, Holz und Pflanzenteilen und unterstützen so die Regeneration der Pflanzen.

Trotzdem sollten Gartenbesitzer spätestens im Mai und Juni aktiv werden. Regelmäßiges Vertikulieren ist sinnvoll, um den Boden zu lockern und den Rasen vor den tückischen Larven zu schützen. Auch der Einsatz von Fadenwürmern wie Nematoden ist zu empfehlen, sie wirken natürlich und sind Parasiten für Engerlinge. Eine Packung für eine Rasenfläche von etwa 20 Quadratmetern kann man bereits ab 13 Euro kaufen. So lassen sich großflächige Grasnarben vermeiden.

Faulige Pflanzenstängel? Diese Pilzkrankheit könnte der Auslöser sein!

Geranien und Knoblauch schrecken Engerlinge ab

Auch Beete sollten vor Engerlingen geschützt werden. Die Larven können auch in Töpfen sitzen. Die Pflanze sollte man in solchen Fällen herausholen und mögliche Engerlinge von den Wurzeln entfernen.

Es gibt sogar Pflanzen, die beim Einsatz gegen Engerlinge erste Wahl sind. Geranien, Knoblauch und Rittersporn mögen die großen Larven zum Beispiel überhaupt nicht. Pflanzt man diese Gewächse also in regelmäßigen Abständen ein, werden Engerlinge das Weite suchen.

Kohlfliegen bekämpfen: So gibt es nie wieder welke Blätter und löchrige Ernte! Haben Sie Ameisen in Haus und Garten? Das sind die 10 effektivsten Hausmittel.

Natürliche Fressfeinde essen die Käferlarven

Und auch andere Tiere können bei der Bekämpfung von Engerlingen im Garten nützlich sein. Igel, Maulwürfe, Mäuse und Vögel fressen die Larven gerne. Außerdem sollte auf Gartenbeleuchtung im Dunkeln verzichtet werden, da die Helligkeit Engerlinge anlockt.

Schädlinge sind im Garten nicht erwünscht. Mit unseren Tipps können Sie Engerlinge gezielt bekämpfen sowie Pflanzen und Rasen vor Schäden schützen.

Weitere Artikel über Schädlingsbekämpfung finden Sie auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe