Aktualisiert: 04.06.2021 - 21:43

Tipps für den perfekten Garten Die acht häufigsten Fehler bei der Rasenpflege

Von Franziska Wohlfarth

Mit unseren Tipps wird Ihr Traum vom englischen Rasen Wirklichkeit.

Foto: Getty Images/Henrik Sorensen

Mit unseren Tipps wird Ihr Traum vom englischen Rasen Wirklichkeit.

Bei der Rasenpflege kann so einiges schiefgehen. Ungeeigneter Dünger, der falsche Mähzeitpunkt oder Trockenheit können zu braunen Flecken und Lücken in der Grünfläche führen. Darauf sollten Sie achten.

Viele Hobbygärtner:innen wünschen sich eine saftige, gesunde Grünfläche. Damit der Traum vom englischen Vorbild in Erfüllung geht, muss jedoch die Rasenpflege stimmen. Erfahren Sie hier, welche Fehler Sie besser nicht begehen sollten.

Fehler bei der Rasenpflege: Das sollten Sie vermeiden!

1. Rasen zu kurz schneiden

Beim Rasenmähen sollten Sie lieber nicht zu radikal vorgehen, denn ein zu knapper Schnitt schadet dem Rasen und seinen freigelegten Wurzeln. Ist die Grünfläche zu kurz geraten, kann sie bei starker Sonneneinstrahlung und Trockenheit leicht verbrennen. Die Halme verfärben sich braun, das Wachstum wird beeinträchtigt und Unkraut kann hemmungslos gedeihen.

Verzichten Sie deshalb besser auf einen plötzlichen Kahlschnitt und trimmen Sie Ihre Rasenfläche stattdessen lieber auf eine Schnitthöhe von etwa vier Zentimetern. Zum Rasenmäher sollte erst dann wieder gegriffen werden, sobald die Halme zwischen sieben und zehn Zentimetern hoch stehen. Rasen, der nicht allzu viel Sonne abbekommt, kann ruhig etwas länger wachsen.

Nach dem Sommerurlaub, wenn das Gras zu hoch gewuchert ist, sollten sie lieber etwas vorsichtiger sein und schrittweise kürzen: Trimmen Sie die Halme zunächst auf eine Schnitthöhe von etwa acht Zentimetern und mähen sie erst beim nächsten Mal auf die gewohnten vier Zentimeter.

2. Falscher Mähzeitpunkt

Während der heißen Sommertage sollten Sie das Rasenmähen lieber auf die milden Abendstunden verlegen. Denn bei Temperaturen über 30 Grad trocknet der Boden schnell aus.

Auch bei feuchtem Boden empfiehlt es sich, den Rasenmäher im Schuppen stehen zu lassen, da das nasse Gras sehr ungleichmäßig abgeschnitten wird.

3. Falscher Zeitpunkt für die Aussaat

Wer Rasen selber aussäen möchte, sollte sich in Geduld üben. Damit die Grassamen keimen können, brauchen sie eine Temperatur zwischen 14 und 25 Grad – warten Sie mit der Aussaat deshalb bis Mitte April.

Wenn es warm genug ist, können Sie die Saat mit dem Rechen einen halben oder ganzen Zentimeter in den Boden einarbeiten und andrücken. Damit die empfindlichen Samen nicht austrocknen, sollten Sie mehrmals täglich ein bis drei Liter Wasser pro Quadratmeter gießen. Sobald sich die ersten Wurzeln gebildet haben, genügt es, die Gießhäufigkeit auf zwei- bis dreimal pro Woche zu beschränken und fünf bis zehn Liter Wasser zu geben.

4. Rasen nicht düngen

Bei jedem Schnitt verliert der Rasen wichtige Nährstoffe, welche durch ausreichendes Düngen wieder ausgeglichen werden müssen. Expert:innen raten etwa viermal Dünger auszustreuen: Einmal im Frühjahr (etwa sechs bis acht Wochen nach dem ersten Schnitt), dann nochmal im Juni, im August und zuletzt im Herbst.

Bei der letzten Düngung, der sogenannten Herbstrasendüngung empfiehlt es sich, auf speziellen Herbstdünger zurückzugreifen. Dieser hat einen hohen Kalium-Gehalt und bereitet den Rasen auf den kalten Winter vor.

Hier erfahren Sie, wie Sie Rasen richtig düngen – ganz ohne Chemie!

5. Düngen mit der Hand

Greifen Sie beim Düngen unbedingt zu einem Streuwagen! Beim Auswerfen mit der Hand wird der Dünger nicht gleichmäßig verteilt und während die eine Stelle überdüngt ist, geht die andere komplett leer aus.

6. Zu wenig Wasser

Genauso wie alles andere, was im Garten sprießt, muss auf der Rasen regelmäßig gegossen werden. Und dabei sollte man lieber nicht zu sparsam sein, denn vor allem in der heißen Jahreszeit braucht der Rasen etwa 20 Liter Wasser wöchentlich pro Quadratmeter.

Generell gilt die Faustregel: Gießen Sie lieber seltener gründlich, als häufiger nur oberflächlich.

Wenn Sie sich mit der Gießmenge unsicher sind, kann ein Marmeladenglas Abhilfe verschaffen: Stellen Sie das leere Gefäß auf die Rasenfläche und schalten Sie dann den Sprenkler an. Sobald das Marmeladenglas mit etwa 1,5 Zentimetern Wasser gefüllt ist, haben Sie ausreichend gewässert.

7. Mittags gießen

Beim Gießen gilt dasselbe, wie beim Mähen: Bloß nicht während der Mittagshitze! Das Wasser verdunstet sofort auf dem heißen Boden und zudem wirken die Wassertröpfchen wie Sammellinsen, welche das Gras verbrennen.

Besser ist es am Morgen zu wässern, wenn der Boden noch kühl ist. Dadurch ist die Rasenfläche für die anstehende Tageshitze gewappnet.

8. Falsches Vertikulieren

Für ein gesundes Rasenwachstum ist regelmäßiges Vertikulieren unverzichtbar. Die speziellen Geräte schneiden Schlitze in die Grasnarbe und sorgen damit für eine bessere Belüftung der Wurzeln. Die Prozedur macht den Rasen außerdem insgesamt robuster und beseitigt zudem Rasenfilz, Unkraut und Moos.

Der Vertikulierer darf nicht zu niedrig eingestellt sein, da das Wurzelsystem ansonsten beschädigt wird: Die Schlitze sollten nicht tiefer, als zwei bis drei Millimeter tief in der Grasnarbe sitzen.

Damit keine Löcher entstehen, müssen Sie den Vertikulierer unbedingt zügig über die Rasenfläche führen. Falls es doch zu kahlen Stellen kommt, sollten diese mit Nachsaat geschlossen werden. Für ein optimales Wachstum kann der Rasen danach gesandet und bewässert werden.

Quellen: merkur.de, mein-schoener-garten.de, t-online.de, genialetricks.de, al-ko.com

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Insbesondere während der Wintermonate wird der geliebte Rasen ganz schön in Mitleidenschaft gezogen. Das sollten Sie beachten, damit Ihre Grünfläche dicht und gesund nachwächst.

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