Aktualisiert: 29.05.2021 - 21:17

Süß und aromatisch Nicht zu viel gießen! So gelingt der eigene Erdbeer-Anbau

Direkt vom Strauch schmecken die süßen Früchte einfach am besten!

Foto: Getty Images/Cavan Images

Direkt vom Strauch schmecken die süßen Früchte einfach am besten!

Die Erdbeersaison hat angefangen! Wer letztes Jahr Samen ausgesät hat, darf sich zwischen Mai und Juli über eine reiche Ernte freuen – vorausgesetzt, es wurde folgende Fehler vermieden...

Ob als Kuchen, im Eisbecher oder direkt vom Strauch: Erdbeeren gehören zum Sommer einfach dazu. Wenn Sie sich nächstes Jahr an Früchten aus dem eigenen Garten erfreuen möchten, sollten Sie im Mai bereits mit der Aussaat beginnen. Alles zur Pflege ihrer Erdbeerpflanzen.

Erbeeren selber anbauen: Das gilt es zu beachten

Erdbeere ist nicht gleich Erdbeere: Inzwischen gibt es über 1000 Sorten der beliebten Gartenfrucht. Sie unterscheiden sich in Größe, Farbe, Geschmack, Wuchs, Pflanz- und Erntezeit. Für den Garten eignen sich die Sorten ‘Polka’, ‘Thuriga’, ‘Symphony’ und ‘Königin Louise’. Wer nicht so viel Platz zur Verfügung hat und die süßen Früchte lieber im Topf kultivieren möchte, kann auf die Sorten ‘Toscana’, ‘Cupido’, ‘Magnum Cascade’, ‘Siskeep’ und ‘Mara des Bois’ zurückgreifen.

Für die meisten Sorten beginnt die Pflanzzeit im Juli, andere Gewächse können schon ab Mai ausgesät werden. Die Erntezeit beginnt meist ab Mai oder Juni.

Die richtige Gießtechnik

Für ein optimales Wachstum der Pflanzen und eine reiche Ernte, ist eine ausreichende Wasserversorgung ganz besonders wichtig. Gießen Sie Ihre Erdbeerpflanzen reichlich – achten Sie jedoch darauf, dass die Erdoberfläche zwischen der Wassergabe leicht antrocknet.

Der Schlüssel zum Erfolg ist ein optimales Mittelmaß. Denn ein Überschuss an Feuchtigkeit, kann einen Krankheits- und Schädlingsbefall begünstigen. Wichtig ist auch die richtige Gießtechnik: Bewässern Sie nie die Blüten und Blätter, sondern lediglich den Wurzelballen.

Laubkompost statt Gartenkompost

Erdbeeren gedeihen am besten in einem tiefgründigen und durchlässigen Boden. Für ein gesundes Wachstum sollte außerdem regelmäßig gedüngt werden, damit die Pflanzen stets mit ausreichend Nährstoffen und Humus versorgt sind.

Am besten eignet sich hierfür Laubkompost, da dieser einen niedrigeren Salz- und Stickstoffgehalt hat, als herkömmlicher Gartenkompost. Geben Sie eine drei bis fünf Zentimeter dicke Schicht auf ihr Erdbeerbeet und arbeiten Sie diese vorsichtig in den Boden ein.

Doch Achtung: Kompost ist kein Universaldünger! Wir verraten Ihnen, welche Bestandteile für welche Pflanzen schädlich sein können.

Alternativ können Sie auf einen organischen Beerendünger zurückgreifen. Er enthält viel Kalium und hat zudem einen geringen Salzgehalt, was die Fruchtbildung maßgeblich fördert.

Helles Mulchen

Damit der Boden nicht zu schnell austrocknet, empfiehlt es sich, die Erdbeerpflanzen in einer Schicht Stroh einzubetten. Alternativ können Sie auch Sägespäne oder Rindenmulch verwenden. Lockern Sie zuvor den Boden auf, entfernen Sie jegliches Unkaut und verteilen Sie das Mulchmaterial gleichmäßig auf dem Beet. Die Schicht sollte nicht höher als drei bis fünf Zentimeter sein.

Dieses sogenannte "helle Mulchen" verhindert ein stärkeres Unkrautwachstum und schützt außerdem vor Schneckenbefall. Ein weiterer Vorteil: Die Erdbeeren liegen nicht direkt auf dem Boden auf und werden deshalb nicht ganz so dreckig.

Auch gezielte Mischkulturen können das Risiko und Ausmaß von Schädlingen und Krankheiten im Garten eindämmen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Pflanzen geschickt miteinander kombinieren.

Gesundes Mittelmaß finden

Sowohl beim Gießen, als auch bei der Düngung, sollte ein optimales Mittelmaß gefunden werden. Eine übermäßige Düngergabe im Frühjahr, resultiert oft in große Blätter in eine mickrige Blütenbildung. Geben Sie deshalb nicht mehr als zwei Gramm Stickstoff pro Quadratmeter oder 16 Gramm pro Quadratmeter bei einer Mehrnährstoffdüngung.

Auch im Sommer nach der Ernte muss gedüngt werden. Haben Sie Ihre Erdbeerpflanzen erst neu angelegt, sollten Sie damit warten, bis die ersten neuen Blätter herangewachsen sind. Haben Sie sich für immertragende Erdbeeren entschieden, können Sie bei der Düngergabe etwas großzügiger sein. Hier empfiehlt sich alle zwei Wochen eine Gabe von etwa fünf Gramm Beerendünger pro Pflanze.

Nach der Ernte

Ist die letzte Beere vom Strauch gepflückt und vernascht, muss das Beet auf die folgende Saison vorbereitet werden. Wenn Sie das Laub einfach stehen lassen, werden den Erdbeerpflanzen Energie und Ballaststoffe entzogen, was die nächste Blütenbildung hemmt.

Ein Radikalschnitt kann dem vorbeugen: Fahren Sie mit dem Rasenmäher über die Erdbeerpflanzen und schneiden Sie das Laub bis auf die Herzblätter ab. Ranken und Ableger können ebenfalls entfernt werden. Alternativ können Sie diese auch nutzen, um weitere Erdbeerpflanzen heranzuziehen.

Erdbeerpflanzen einfach vermehren

Wer sein Erdbeerbeet erweitern möchte, kann das ganz einfach mithilfe der Junior-Pflanzen tun, welche sich an den Ausläufern der Mutterpflanze gebildet haben. Schneiden Sie die Mini-Erdbeerpflanzen vorsichtig ab und setzen Sie sie in einen mit Kompost befüllten Topf.

An einem sonnigen und windgeschützten Standort, bilden sich innerhalb von ein bis zwei Wochen kräftige Wurzeln. Wenn die Jungpflanze genug Kraft getankt hat, kann Sie ins Beet gesetzt werden.

Alternativ kann die Junior-Pflanze in einen Topf gesetzt werden und an der "Nabelschnur" der Mutterpflanze hängen bleiben. Die Pflanze wird weiterhin optimal versorgt und hat genug Kraft, um einen prächtigen Wurzelballen auszubilden.

Quellen: ndr.de, mein-schoener-garten.de

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Sind die süßen Beeren vom Strauch gepflückt, werden sie meist zunächst unter den Wasserhahn gehalten. Doch Achtung: Diese Fehler beim Erdbeeren waschen verderben den Geschmack.

Noch auf der Suche nach leckeren Erdbeer-Rezepten? Wie wäre es mit diesen himmlischen Low-Carb Erdbeertörtchen mit Schokolade und Mandeln? Oder diesem erfrischenden Lachssalat mit frischen Erdbeeren und Löwenzahn?

Auch Tomaten selber anzupflanzen ist gar nicht so schwer! Aus eigener Ernte schmecken die Früchte ganz besonders lecker und aromatisch.

Im eigenen Garten arbeiten macht unglaublich viel Spaß, ist aber auch ein zeitintensives und unter Umständen kostenintensives Vergnügen. Schade drum, wenn man hier durch die klassischen Fehler beim Gärtnern beides unnötig verschwendet.

Dieses Obst und Gemüse hat im Frühling in Deutschland Saison:

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